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Erfahrungen mit Aerztepfusch gesucht

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Erfahrungen mit Aerztepfusch gesucht

Beitrag von Kalani » 14.01.2018, 00:08

Hallo,

meine Tochter liegt seit einem Unfall im Wachkoma. Deswegen wurde ihr auch ein Stoma gelegt. Bei dem ersten Stoma gab es Probleme, weswegen dann ein 2 gelegt werden musste. Nun war sie 3 WOchen Zuhause, wo die Pflegekraft erneut Probleme mit dem Stoma feststellte. Diesbezüglich wurde sie dann wieder in einem Krankenhaus (eine andere Klinik dieses Mal) aufgenommen. Da wurde mir von der behandelnden Ärztin durch die Blume gesagt, dass da nicht "gut" gearbeitet wurde. Nun würde ich mich da gerne eine Beschwerde einreichen. Wie ich auf https://www.aerztepfusch.org/ gelesen habe, gibt es nun unterschiedliche Möglichkeiten. Da ich nicht genau weiß, wie man nun am Besten vorgeht, wollte ich mich hier nach Erfahrungen umhören. Auf der Seite werden der MDK, die Schlichtungsstelle der Ärztekammer und private Gutachten erwähnt. Private Gutachten fallen aus, weil wir diese finanziell nicht tragen könnten. Also blieben der MDK und die Ärztekammer. Wie geht man nun am Besten vor?

LG

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Kalani

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Erfahrungen mit Aerztepfusch gesucht

Beitrag von Hanna70 » 14.01.2018, 00:45

Hallo Kalani,

ich habe eine erfolgreiche Klage wegen Behandlungsfehlern hinter mir.

Grundsätzlich habt Ihr für die Klage 3 Jahre Zeit. Da Deine Tochter noch immer im Wachkoma liegt, würde ich damit auch noch etwas warten, um zu sehen, wie sich der Krankheitsverlauf weiter gestaltet und konkret die Folgeschäden abzusehen sind. Denn vor allem Folgeschäden sind ein wichtiger Faktor.

Ich selbst habe mich an die LÄK gewandt. Die Justiziarin meiner KK hatte mir etwas durch die Blume diesen Tipp gegeben. Da der MDK ja im Auftrag der KK arbeitet, gehen Gerichte oft davon aus, dass deren Gutachten mehr im Sinne der KK sind. Die Gutachten der LÄK sind unabhängig und wiegen darum vor Gericht etwas schwerer.

Bis das Gutachten der LÄK vorliegt (kann bis zu 1 Jahr dauern!), braucht Ihr auch noch keinen Rechtsanwalt. Den benötigt Ihr erst, wenn es dann um Schadensausgleich geht.

Ich hatte übrigens einen Vergleich einer Klage vor Gericht vorgezogen. Klagen vor Sozialgerichten dauern oft mehrere Jahre. Diese Zeit hatte ich altersbedingt nicht. Vergleich geht schneller, hat allerdings den Nachteil, dass man nie erfährt, wer was genau verbockt hat.

Ihr solltet aber unbedingt jetzt schon ein Gedächtnisprotokoll schreiben.

Du kannst Dich gern auch noch einmal per PN an mich weden.

Alles Gute für Deine Tochter und LG
Rosi

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Hanna70

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