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Rektovaginale Fistel

Viele Wege führen zu einem Stoma. Hier ist Platz für eure Fragen zu Erkrankungen, Behinderungen und Therapien, die ein Stoma notwendig werden lassen.
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34 Beiträge • Seite 2 von 41, 2, 3, 4

Rektovaginale Fistel

Beitrag von Hanna70 » 12.02.2018, 17:19

Hallo Biene,

super, dass Du Dich da durchgesetzt hast und Dich hast verlegen lassen.

Dort in Düsseldorf bist Du offenbar in guten Händen gewesen. Ich bin fast neidisch, dass man dort die vorherigen Untersuchungen unter Narkose gemacht hat. Das hatte man bei mir leider nicht (Ich solle mich nicht so haben! :aah: ) und es war die pure Hölle. Die Erinnerung daran macht mir heute noch zu schaffen. :cry:

Bei mir wurde dann endlich nach 9 Tagen operiert, zunächst ohne Stoma. Nach 4 Tagen ging der Stuhl wieder ausschließlich über die Scheide ab, was mir erst einmal nicht geglaubt wurde. Deshalb erfolgte die nächste OP dann erst 4 Wochen später, also noch einmal 4 Wochen Stuhlgang durch die Scheide. Dabei wurde dann das Stoma gelegt, aber auch die Blase angeritzt... Noch 2 OPs!

So, wie Du es beschreibst, klingt das nach einer anovaginalen Fistel, einer Unterform der rektovaginalen Fistel, die sehr selten ist. Die Fistel liegt dabei sehr weit oben. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Du Vertrauen zur Klinik und zum Chirurgen hast.

Bei mir ist eine Sanierung der Fisteln nicht mehr möglich. Dir wünsche ich jedenfalls alles Gute und dass es gelingen möge. Die Daumen sind ganz fest gedrückt dafür.

Angst ist normal, die ist auch begründet. Sie darf nur nicht alles beherrschen und zur Panik werden. Versuch, positiv zu denken und dass es Dir nach der OP Schritt für Schritt mit jedem Tag etwas besser gehen wird.

Wenn Du noch Fragen hast, dann frag einfach. Auch gern per PN.

LG Rosi

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Hanna70

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Banditensocke » 12.02.2018, 18:22

Sollte mir noch einmal ein Arzt sagen, ich solle mich nicht so haben / anstellen, steige ich ihm in diesem Moment vom Untersuchungstisch und aufs Dach, das gibt RICHTIG Ärger.

Ich finde, sowas geht gar nicht. :schlecht:

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Banditensocke

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Hanna70 » 12.02.2018, 19:00

Hallo Söckchen,

heute würde ich das auch so machen, aber damals war ich noch ein völlig ahnungsloses Würstchen. :oops:

Der ganze Tag war ein einziger Horroralptraum, ich heule jetzt noch, wenn ich daran denke. Abgesehen von den Schmerzen war es auch eine psychische Körperverletzung. 2 Stunden lag ich mit Stuhl in der Vorlage im Gang und wartete auf die Untersuchung. Ärzte und Schwestern gingen mit gerümpfter Nase vorbei und kümmerten sich einen Dreck um meine Bitte, zur Toilette gehen zu dürfen. Eine Toilette war nicht in der Nähe und ich barfuß!.
Dann erbarmte sich kurz vor der Untersuchung doch eine Schwester und brachte mich im Flatterhemdchen und mit diesen blauen Schuhschützern durch den voll besetzten Warteraum der Notaufnahme zur dortigen Toilette. :aah: Natürlich gab es da keine Vorlagen und ich musste mir Papierhandtücher zwischen die Beine klemmen. So gedemütigt habe ich mich in meinem ganzen Leben nie gefühlt.

Leider war das symptomatisch für nahezu die gesamte Behandlung in diesem KH. :x Aber wer weiß das schon vorher, wenn er aus dem Nichts heraus dort landet... Für eine spätere Verlegung war ich nicht transportfähig.

Sorry, :themaVerfehlt: , aber vielleicht macht es etwas Mut, sich nicht alles gefallen zu lassen.

LG Rosi

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Hanna70

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Biene80w » 12.02.2018, 19:58

Hallo Rosi

Also gesagt haben sie das meine fistel ziemlich nah am schliessmuskel liegt :ichKannsNichtGlauben:

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Biene80w

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Hanna70 » 12.02.2018, 21:45

Hallo Biene,

die Fistel liegt bei mir etwa 10 cm hoch über dem Scheidenausgang, Durchmesser mehr als 2 cm.

Wenn bei Dir die Fistel in der Nähe des Schließmuskels liegt, dann sollten die Heilungschancen umso besser sein. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass alles gut ausgeht.

Eine Rückmeldung, wie es Dir ergangen ist, wäre sehr nett. :winke:

LG Rosi

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Hanna70

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Biene80w » 12.02.2018, 21:51

Ich werde auf jeden Fall mal nachfragen wie gross sie War, die ÄRZTE sagen immer
Winzig klein .

Natürlich sobald es mir besser geht melde ich mich zurück :D

Wäre schön wenn ich von ein paar positiven Fistel Ops hören würde die mir Mut machen

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Biene80w

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Banditensocke » 13.02.2018, 07:13

Rosi,

hast Du Dich über diese Behandlung beschwert? Bei Deiner Krankenkasse, bei der Klinikleitung?

Das ist ja unfassbar, was Du durchgemacht hast!

Ich hoffe, Du kannst das irgendwann weit hinter Dir lassen und musst nicht mehr daran denken, aber es ist gut, dass Du es hier aufgeschrieben hast - als Mahnung an alle, sich Ähnliches NICHT bieten zu lassen, so etwas ist menschenunwürdig!

Biene, ich drücke die Daumen dafür, dass alles gut geht. Wenn Fisteln nahe am Sphinkter (Schliessmuskel) sind, besteht leider immer die Gefahr, dass dieser leidet. Bei mir ist das so, daher kommt für mich eine RV, die eigentlich geplant war, als mein Stoma gelegt wurde, nicht mehr in Frage. Ich wünsche Dir, dass das bei Dir anders läuft! :roseSchenken:

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Banditensocke

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Biene80w » 13.02.2018, 21:19

Muss man nach einer fistel op bettruhe halten oder darf man wieder aufstehen?

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Biene80w

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Vera » 14.02.2018, 00:40

Wenn du die OP in Verbindung mit einer Grazilis OP hast, wirst du wohl erstmal liegen müssen.
Ich musste 2 oder 3 Tage ruhig liegen.

Sonst aber darfst du aufstehen. So sind zumindest meine Erfahrungen.
Lg

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Vera

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Rektovaginale Fistel

Beitrag von Biene80w » 15.02.2018, 19:25

Hallo
Ich habe meine op gestern gut überstanden :)
Die fistel war 3 mm im Durchmesser
Sie wurde von der scheide aus so wie vom Darm aus raus geschnitten und vernäht.

Ich hoffe sehr das es nun ein Ende hat :ichKannsNichtGlauben:

Mir gehts ganz gut. Katheter und Tamponage sind raus

Liebe Grüsse
Biene

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Biene80w

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