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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Du hast ein Ileostoma und Fragen dazu? In diesem Forum findet ihr Antworten auf Fragen zum Dünndarm-Stoma (Stoma-Operation, Stomaversorgung beim Ileostoma, Alternativen wie dem ileoanalen Pouch oder Kock-Pouch usw).
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12 Beiträge • Seite 1 von 21, 2

Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Nils565 » 13.10.2018, 16:24

Hallo liebe community,

Ich hoffe mir kann jemand etwas helfen...
Meine freundin hat 9 jahre an CU gelitten. Nach sämtlichen medikamenten war es vor knapp 2 wochen soweit und der gesamte dickdarm kam raus. Op lief gut nach 8 tagen war sie raus. Werte hatten sich allesamt verbessert. Die ersten tage zuhause war kaum apetit virhanden sie hat also auch dementsprechend viel abgenommen. Bewegen war auch kaum möglich. Versorgung zu wechseln war anfangs auch kein wirkliches thema.

Dann setzte der appetit allmählich ein und für 2 tage ging alles gut. Doch dann kam es zu blähungen folglich stechenden schmerzen im darm. Nach ein paar stunden wanderte der schmerz richtung stoma und lies langsam nach. Doch sb da kam es zum erbrechen. Erst einfach so. Dann bei gerüchen die sonst nur leicht unangenehm waren. Beim wechseln des beutels oder einfach wenn sie wie sie sagt: "nur dran denkt"... . Habe auch schon versucht das ich es ihr säubere und wechsele während sie musik hört ne klammer an der nase hat und an die decke schaut. Aber es hilft nichts.
Sie sagt auch sie verspührt einen druck / schmerz im oberbauch ca. 2-3 stunden nach dem essen.. danach dann .. erbrechen.

Ich weiß derzeit einfach nicht weiter sie selber macht sich da nicht so deuck aber für mich ists einfach gerade unerträglich. Ich mache mir da einfach große sorgen.

Hat jemand von euch erfahrungen mit so etwas gehabt? Ist es normal? Dauerts einfach nir noch etwas ?

Schonmal vielen dank

Nils

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Nils565

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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Merlina » 13.10.2018, 18:13

Hallo Nils,

willkommen im Forum und ein großes Lob, dass Du Dich so für Deine Freundin einsetzt!

Wichtigste Frage:
Fördert das Stoma? Kommt etwas heraus, auch wenn sie kaum isst? Wenigstens flüssiges, so ca. 500 ml am Tag?
Zweitwichtigste Frage: ist die Unfähigkeit sich zu bewegen körperlich bedingt, oder hat es eher einen psychischen Hintergrund?

Habt Ihr z.B. einfach nochmal auf der Station im Krankenhaus angerufen? Vielleicht haben die einen Tip.

Ihr solltet einfach nochmal ins Krankenhaus gehen und das besprechen und untersuchen lassen. Eigentlich sollte es auch üblich sein, dass man zwei Wochen nach der Entlassung zur Nachsorge geht.
Sie wurde ja sehr schnell entlassen, das ist auch okay, aber sie scheint ja doch sehr geschwächt zu sein.

Am Anfang kann sich der Darm noch etwas „unwillig“ verhalten, aber das Erbrechen sollte eigentlich nicht vorkommen. Übrigens: durch das Erbrechen wird sehr viel Druck im Bauchraum erzeugt. Sie sollte unbedingt versuchen dabei die Hand auf das Stoma zu halten und Gegendruck erzeugen!
Das ist beim Erbrechen nicht so einfach, aber es besteht sonst die Gefahr eines Narbenbruchs!

Die Gerüche-Aversion hat evtl. damit zu tun, dass der Darm nicht transportiert. Das muss unbedingt untersucht werden, denn es kann sonst zu einem Darmverschluss führen, der sehr schmerzhaft und auch gefährlich ist.

Es kann auch sein, dass der Darm sich etwas verschoben oder verdreht hat. Manchmal hilft dann eine Spiegelung über das Stoma, dann zieht er sich wieder zurecht.

Ganz wichtig ab sofort: Bewegung! Der Darm braucht Bewegung, die Blähungen lösen sich dann auch. Wenn Deine Freundin sich schwach fühlt, immer wieder in kleinen Einheiten über den Tag laufen und langsam steigern. Treppen steigen ebenso!

Also keine Scheu: lasst das ambulant im operierenden Krankenhaus ansehen!
Und wenn sie sehr starke Schmerzen bekommen sollte: Notarzt anrufen!!!

Gute Besserung!
Merlina

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Merlina

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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Nils565 » 13.10.2018, 18:46

Hey Merlina!

danke dir !:)
Das Stoma fördert andauernt. die ersten 2 tage waren so kleine fasern drin mit ganz viel flüssigkeit. danach etwas breiig und mittlerweile ist es schon richtiger brei. wir leeren ca. 4-6 am Tag und einmal in der Nacht.
Mit dem bewegen weiß ich nicht so genau. sie sagt immer sie hat so rückenschmerzen da sie nur liegt. wenn sie mal geht oder steht dann mit dem oberkörper nach vorne geneigt.

Krankenhaus ist bei ihr ein ganz großes rotes tuch. da wo sie dann behandelt werden würde könnte ich sie nicht so oft besuchen und das schlägt ihr dann sehr auf die psyche. grundsätzlich ist es aber meine erste wahl sie dahin zu bringen aber dennoch möchte ich es blöd gesagt im moment vermeiden. die schmerzen sind auch nur kurz sie sind nicht permanent. vll so 1 - 2 Stunden.

Das mit gegendruck macht sie. auch wenn sie sich aufrichtet im bett oder auf der couch geht nichts von den bauchmuskeln aus :).

wir haben colestyramin vom arzt bekommen dagegen wehrt sie sich wehement weil sie sagt darauf speit sie. ich weiß gerade nur nicht für was genau das ist? vll hat es damit zu tun?

schonmal vielen dank für die antwort!!

Nils

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Nils565

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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Nils565 » 13.10.2018, 19:06

achja:

könnte es sein das der Magen sich verkleinert hat, während der zeit in der sie so wenig gegessen hatte? sie hat insgesamt 12-15 Kilo weniger und hat jetzt grad noch 43 Kilo...
Das er quasi mit dem ganzen essen das sie jetzt isst überfordert ist?

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Nils565

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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Börgi » 13.10.2018, 19:11

Hallo Nils,
herzlich willkommen bei uns! :roseSchenken:
Hört sich ja nicht so prikelnd an, aber das ist das zickige verhalten eines genervten Darms!!!
Meiner hat nach der Kolektomie gar nicht gearbeitet, der Beutel war leer! Bis ich dann im KH eine Massage bekommen hab und dann gings richtig los!!! :gut: Hab aber auch erstmal Dät gelebt, um meinen gestressten Bauch und Darm zu beruhigen!!!
Schlecht war mir nicht, solche Problem hatte Gott sei dank nicht, nur emens abgerissen,wie nach jeder OP!!! :cry:

Das ihr der Rücken weh tut wundert mich gar nicht, kommt vom Liegen!!!

Cholysteramin ist ein Gallensäurebinder! Da wir keinen Dickdarm mehr haben kommt die überschüssige Säure ungefiltert wieder raus und kann höllisch brennen. Ich hab es nach meiner RV bekommen, z.Z bezahlt meine KK das nicht mehr!! Ist nicht angenehm, aber mit Flohsamen morgens und abends geht es einigermaßen!!!

Rührt das Pulver mal in Saft ein, dann ist es genießbar, gibt echt Schlimmeres ( z.B. Spülmittel vor der Spieglung--igitt)!!!

Hat sie ein Problem mit der Kolektomie, kommt sie damit nicht klar?? manchmal spielt der Kopf und die Nerven nicht mit! Es ist nicht einfach ein anderes Leben zu akzeptieren!!! :cry:
Es hilft ja nix, man muß sich damit abfinden, man kanns nicht ändern!!!
Ich konnte meine erste Stomaanlage auch nicht ertragen und hab Antidepressiva bekommen, bis ich mir gesagt habe, ich muß mich zusammenreißen, ich hab Familie und die brauch mich!!
War nicht einfach aber ich habs gepackt!! Ich hab auch eine tollen Mann, der hat auch die erste Zeit meine Stomaversorgung zurecht gebastelt, weil ich immer geheult hab! :hmm:
Sprecht mal mit dem behandelden Doc drüber, der kann ihr da bestimmt helfen!!!

Ich wünsch Euch Alles Gute und baldige Genesung für Deine Freundin!!! :roseSchenken:

Und toll, das Du soviel Verständnis hast, bist halt ein richtiger Kerl!!!!! ;) :D :roseSchenken:

Liebe Genesungswünsche von Börgi!!! :winke:

PS: Nö der Magen verkleinert sich nicht, aber man kann sich das Essen abgewöhnen!! Da muß man wieder mit ganz kleinen Portionen anfangen ! Aber wenn es einem besser geht kommt der Appetit von alleine wieder, hab ich zig mal durch!!!

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Börgi

Mitglied

Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Merlina » 13.10.2018, 19:19

Hallo Nils,

wenn das Stoma fördert, ist es gut! Das ist das allerwichtigste.
Ein Darmverschluss macht extreme Schmerzen. Wenn es kleine Schmerzen sind, dann können diese noch Wundschmerzen sein, oder auch durch Blähungen verursacht werden. Dagegen hilft Bewegung.

Dass sie gebeugt geht ist normal. Das machen alle am Anfang und schleichen erstmal herum.
Schon durch die Rückenmarksnarkose, wenn sie diese hatte, war der Rumpf tagelang muskulär z.T. ausgeschaltet.
Außerdem hat sie natürlich durch die OP ein sehr großes Wundgebiet im Bauch. Das muss ersteinmal heilen können.
Aber es ist wichtig, dass sie täglich mehrere Anläufe macht zu gehen, sich aufzurichten, vorsichtig ein kleines bisschen den Bauch und Rücken zu dehnen und zu strecken. Das ist auch wichtig, weil sich dadurch die Muskulatur und das Bindegewebe besser festigen. Es reißt immer ein kleines bisschen ein, wenn man sich aufrichtet, und wächst dann wieder zusammen. Dadurch gewinnt es an Stabilität. Aussage meines Physiotherapeuten.

Es wird langsam besser werden. In den ersten vier Wochen ist man wirklich häufig noch sehr eingeschränkt und auch in den folgenden zwei bis vier Monaten ist es gut sich zu schönen, alles langsamer zu machen, aber sich trotzdem stetig zu steigern.

Colestyramin soll die Gallensäure binden und ist gegen den Durchfall. Ich habe das nicht bekommen, kenne es aber. Wenn Sie das nicht nehmen will, soll sie es lassen! Der Darm reguliert sich allein, ohne jedes Medikament und er wird das Eindicken langsam besser schaffen. Man kann es mit der Ernährung etwas beeinflussen, Kartoffeln oder Pommes versuchen, aber letztlich ist das eine Frage der Zeit.
Wichtig ist es aber viel zu trinken, weil der Darm sich ja die Flüssigkeit nicht zurückholen kann.
2-3 Liter sind gut.

Ihr macht das schon alles richtig so, das Einzige ist die fehlende Bewegung, aber das kommt in kleinen Schritten. Geht ein bisschen raus, das Wetter ist schön und gibt Mut!

Wenn Deine Freundin nicht gut liegen kann, hilft ein kleines Hirsekissen, oder so ein kleines Stillkissen (das ganz große ist nicht erforderlich oder sogar zu groß).

Wenn das Krankenhaus ein rotes Tuch für Deine Freundin ist, gilt das auch für eine Anschlussheilbehandlung? Die steht ihr ja zu, und es ist schon gut das mitzunehmen und dort verschiedene Informationen und die Betreuung von guten Physiotherapeuten zu bekommen.
Und man trifft andere Betroffene.
Ich kann aber auch verstehen, wenn Sie das nicht will. Aber dann soll sie sich vom Gastro ambulante Beckenbodengymnastik o.ä. verschreiben lassen.

Der Magen kann sich schon etwas zusammenziehen, aber er dehnt sich dann auch wieder auf die alte Größe....Training eben :DD .
43 kg sind wenig, sie muss langsam zunehmen, damit sie Kraft bekommt. Grießbrei, Pudding, Haferbrei mit Kompott...? Zur Not Astronautennahrung, Fresubin o.ä., etwas hochkalorisches.

Wenn Ihr weitere Fragen habt, meldet Euch, hier gibt es viele erfahrene Stomaträger und Bauchoperierte, die gerne Informationen weitergeben.

LG, Merlina

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Merlina

Mitglied

Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Nils565 » 13.10.2018, 20:01

Hat die Gallensäure vielleicht dann auch etwas mit dem geruch des stuhls zu tun? der riecht schon extrem!

das kann ich nicht so recht einschätzen ob sie damit klar kommt. eigentlich geht sie damit offen gegenüber jedem um und wechselt eigentlich auch alleine alles. aber manchmal wenn sie die platte wechselt und direkt an den darm muss zittert sie wie verrückt und es würgt sie.
was sie aufjedenfall noch nicht kann ist sich drüber freuen. sie ist in cu zeiten bis zu 40 mal am tag aufs klo gerannt. aber ich denke das braucht einfach noch zeit um es zu registrieren.
ich versuche auch daraus kein tabu thema zu machen und habe den eindruck es färbt etwas ab. wie wir uns kennenlernten war CU z.b. ein tabu thema mit der sie nichtmal mit ihrer familie richtig gesprochen hat.

wir rufen montag aufjedenfall mal dort an. so ist das zu unsicher :(

Rotes Tuch nur im sinne von längeren aufenthalten. meinst du dann eine kur Merlina?

Fresubin haben wir bekommen. sie nimmt auch noch vitamin b2 und natrium (Mangel nach der OP) ein. zu uns wurde auch gesagt wir sollen ausprobieren was das essen angeht (Vorallem wenn gelüste bestehen sollen wir diesen nachgehen). wir sind vorsichtig, aber sie hat daher auch schon einiges ausprobiert.

Das werde ich machen! vielen vielen dank euch schonmal!!!

Nils

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Nils565

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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von Merlina » 13.10.2018, 21:05

....ja das meine ich Kur, Reha oder in diesem Fall Anschlussheilbehandlung genannt, weil es direkt nach der OP ist und der Nachsorge und schnelleren Wiederherstellung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit dienen soll.
Vorraussetzung ist, dass die AHB 10 oder 14 Tage (die genaue Frist ist mir grad entfallen) nach Krankenhausentlassung angetreten wird. Meist dauert Sie drei Wochen, man kann aber oft verlängern wenn es erforderlich ist.

Natürlich ist es manchmal anstrengend, sich auf eine Kurklinik, das Essen dort, die Menschen dort einzustellen. Andererseits muss man sich ein paar Wochen um nichts kümmern, bekommt viel Unterstützung, Informationen, Vorträge zu, Thema, Sport, Schwimmen und manchmal auch spezielle Therapieangebote. Man kann sich mit anderen austauschen und abgleichen. Langsam in die Normalität zurückkehren.

Eigentlich fragt das Krankenhaus direkt nach der OP/vor Entlassung ob man die AHB in Anspruch nehmen will. Sie steht einem bei zweizeitiger OP(Kolektomie plus Pouchanlage, Rückverlegung) einmal, und bei dreizeitiger OP (Kolektomie, Pouchanlage, Rückverlung) zweimal zu.
Also, falls das noch Sinn macht, müsst Ihr euch schnell drum kümmern.

Habt ihr keine Stomatherapeutin die nach Hause kommt? Wenn nicht, ruft mal z.B. hier https://www.gesundheitsgmbh.de/stoma/ an.

Der Geruch des Stuhls ist abhängig von der Ernährung, aber am Anfang ist das auch noch anders. Der Darm muss erst wieder alles regulieren. Das kann man erstmal nur versuchen zu ignorieren und schnell alles wegspülen und eintüten!
Die Gallensäure ist - vermute ich - nicht dafür verantwortlich.

Ich kann das gut verstehen, dass sie zittert. Es ist am Anfang wirklich sehr schwer diesen Anblick auszuhalten. Aber das wird sich verlieren. Vermutlich wird sie doch bald die nächste Op und später die Rückverlegung haben?
Und Ihr wisst ja, dass alles geht mit Stoma und Pouch? Sport, Schwimmen, Schwangerschaft....

Die Kolektomie ist ein sehr schwerer Eingriff. So kurz danach ist man meist noch wie unter einer Käseglocke.
Es gibt viel Stress und Anspannung zu verarbeiten. Lasst Euch Zeit, lass Du Ihr Zeit!
Es wird alles werden, der Körper schafft das mit ein bisschen Geduldund Zuversicht sehr gut. Und dann kann sie, werdet Ihr die neue Freiheit genießen können.
Bis dahin schlafen, lesen, spazierengehen, langsam mehr essen, Narkose rausspülen, den Kopf wieder frei kriegen, sich über die geglückte OP und den eigenen Mut freuen....und dann bald mal ohne WC-Stress ins Kino gehen oder Boot fahren :)

Merlina

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Merlina

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Beitrag von Nils565 » 14.10.2018, 11:02

Sie hat mal zu mir gesagt, dass ihr eine zusteht aber entweder nach der Op oder nach der Rückverlegung. sie sagt nach der Rückverlegung wäre es für sie besser.

eine Therapeutin haben wir sie war bisher 2 mal da, habe sie leider nur noch nie gesehen da sie wärend meiner Arbeitszeit kommt. Wegen der Rückverlegung weiß ich nichts da muss ich sie nochmal direkt fragen.

Heute nacht war sie nur wach weil sie schmerzen im rücken/schulterbereich und dem magen hatte :( an solch schöne unternehmungen ist im moment immernoch nicht zu denken :(

Nils

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Nils565

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Ständiges erbrechen nach ileostoma anlage

Beitrag von doro » 14.10.2018, 14:08

Hallo Nils,

auch von mir ein herzlisches Willkommen.Du hast bereits gute Tipps bekommen :gut: da eine Kolektomie doch immer eine große OP war, habt Geduld.Rückenschmerzen sind bei bettlägerigen Patienten fast normal.Deine Freundinn soll versuchen langsam aus der Schonhaltung zu kommen und versuchen den Rücken mit seiner Muskulatur durch leichte Bewegungen aus der immer gleichen angespannten Haltung zu lockern.
Dann fiel mir auf,das sie Vitamin B zu sich nimmt?! In Tablettenform? Das wäre falsch,denn nach einer Kolektomie ist das Darmteil welches Vitamin B aufnimmt wahrscheinlich nicht mehr vorhanden und diese Vitamine können nur,wenn sie „gespritzt“ werden, verwertet werden.
Zum Geruch :oops: ja bei einem Ileo hat der Stuhl seinen eigenen Geruch.Man kann ihn nicht mit dem Stuhl eines normalos vergleichen.

Zu den Magenschmerzen,ja ein Magen gewöhnt sich auch an kleinere Portionen und deshalb ist es sinnvoll,wenn Deine Freundin mehrere kleine Portionen statt wenigen großen Portionen an Nahrung zu sich nimmt.

Reha oder Kur wie auch immer es genannt wird,ist nach einer großen OP immer eine sinnvolle Sache.

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doro

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