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Verzweifelt nach Darmperforation

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Nicki86 » 01.05.2019, 08:17

Liebe Lotta!

Vielleicht war die Verlegung doch etwas zu früh aber aus der Ferne kann ich das nicht beurteilen. Aber so eine Stresssituation kann ihn auch aus der Bahn werfen.
Was ihr erlebt habt war nicht schön. Aber das nennt man Pflegenotstand!!!
Auf den Stationen sind meist 2 Schwestern für ca. 30 Patienten zuständig.......das ist keine Entschuldigung aber das sind die Sparmaßnahmen unserer Regierung!

Halt uns auf dem Laufenden!

Liebe Grüße Nicki

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Nicki86

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Lotta » 02.05.2019, 11:33

Huhu Nicki,

ja, ich weiß. Manchmal frage ich mich nur, was wäre, wenn ich nicht in solchem Moment gerad da wäre.... kein schöner Gedanke. Solche Situation hatten wir ja nun schon 2 mal, dass akut gehandelt werden musste. Bringe für das Personal ja auch immer bestmöglich Verständnis auf, doch manchmal ist das schwer bis nahezu unmöglich in solcher Situation. Es geht schließlich um Menschenleben.

Die Rückverlegung auf die Normalstation erfolgte noch am selben Abend. Gestern fanden dann keine weiteren Maßnahmen statt, auch keine Physio. Darüber war er aber auch recht froh.

Heute soll der VAC-Schwamm getauscht oder, wie ihm gesagt wurde, ggf. sogar bereits entfernt werden. Kann das sein nach so kurzer Zeit?

Ich habe vor Ort nachgefragt, ob in dem Zuge auch wieder Abstrich(e) genommen würde(n). Konnte mir nicht beantwortet werden. Wir sollten nochmals nach dem Tausch nachfragen.

Das MRT-Ergebnis lag gestern noch nicht vor. Per erster Inaugenscheinnahme wurde aber nach dem MRT kurz mitgeteilt, dass wohl ein kleiner Bluterguss ersichtlich war, der sich vermutlich langsam zurückbildet und immer weniger auf die Nervenstränge drückt. Mal schauen, was die endgültige Bewertung sagt.

Ganz liebe Grüße,
Lotta

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Lotta

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Beitrag von Nicki86 » 02.05.2019, 14:20

Hey Lotta!

Ich kann dich verstehen. Mit dem VAC kann ich dir das aus der Ferne nicht beantworten. Ich muss die Wunde sehen. Aber wenn sie schon relativ gut verheilt ist kann das durchaus sein. Wichtig ist dann nur das die Wunde entsprechend gut anderweitig versorgt wird. Jede Klinik hat ein Wundmanagment. Das sind speziell fortgebildete Krankenschwestern die das entsprechende Verbandsmaterial für ihn aussuchen. Frag einfach mal nach!
Mit dem Hämatom an der Halswirbel, also das drückt ja dann aufs Rückenmark.... wie kommt das denn bitte dahin?? :x
Ich hoffe die Nerven sind nicht dauerhaft geschädigt. Das wird sich aber erst mit der Zeit zeigen. Nerven brauchen immer etwas länger um sich zu erholen!
Aber insgesamt hört sich das doch alles super an. Wie klappt es denn mit dem Stuhlgang?

Gruß Nicki

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Nicki86

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Beitrag von Nicki86 » 11.05.2019, 15:56

Hey Lotta!

Lange nichts mehr gehört von dir! Wie geht es euch???

Gruß Nicki!

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Nicki86

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Lotta » 14.05.2019, 12:09

Liebe Nicki,

sorry, der Stress über Wochen hatte auch mich ein wenig eingeholt. War froh, die täglichen Besuche zu schaffen (mein Körper reagierte uA mit Durchfall und Übelkeit, aber das nur am Rande).

Versuche mal, kurz zusammenzufassen. Der VAC-Schwamm wurde mittlerweile entfernt, vor einigen Tagen aber erst. Die Wunde sähe gut aus....

Es ging letzte Woche recht gut bergauf. Weiterhin sinkende Entzündungswerte, konstant sinkend zumindest, so dass wir bspw. beim CRP schrittweise bis auf unter 20 angelangten. Noch immer nicht gut, aber konstant die richtige Richtung.

Das Gehör macht noch immer Sorgen, für den HNO wäre er aber noch zu schwach....

Die Physiotherapie ging schrittweise gut voran. Mit dem Rollator den Flur entlang und zurück, ein mal sogar inkl. Treppensteigen (1 Treppe ganz hoch und wieder runter). Das zerrte zwar an den Kräften, hat er aber gut gemeistert.

Seit Sa ging es ihm aber schlechter. Temperatur setzte ein mit 37,5, steigerte sich zu gestern bis auf 38,3, Atemnot kam hinzu, Physio nicht möglich. Röntgen gestern (der Arzt kam allerdings nicht mehr vorbei, habe extra noch bis zum Abend gewartet), aber es wurde in Rücksprache mit dem Arzt Abendbrot gereicht und er bliebe auf der Normalstation. Erster Gedanke, ein Glück kein OP-Gedanke. Wir haben schon wieder absolute Panik gehabt. Bloß nicht wieder etwas mit dem Darm. In meinem Hinterkopf natürlich die Aussage, dass er noch keine weitere OP verkraften könnte.

Das Röntgen war allerdings auf die Lunge ausgerichtet, da er auch (seit Samstag!) über Schmerzen rechtsseitig klagt. Lt. "Abtasten" wäre der Bauch auch sonst unauffällig, so der Arzt.

Es wurde Abendbrot gereicht (was er natürlich kaum anrührte) und über eine Antibiotikumsgabe nachgedacht (Lungenentzündung?). Temp. sank bis zum Abend auf 37,6 (vllt. auch durch das Schmerzmittel?). Es war der erste Tag, an dem er nach Schmerzmittel fragte (bislang ohne, die Schmerztabletten brauchte er vorher nicht), außerdem nach Luft über die Nase. Da der Arzt nicht mehr erschien, vertrösteten wir uns auf die morgendliche Visite, da er auch wieder besser Luft holen konnte. Der Arzt heute morgen war allerdings nur erstaunt, dass am Abend kein Arzt mehr vorbeikam. Er bringe sich nun ins Bild. War noch nicht auf Stand. Ich äußere mich nun nicht dazu....

Gestern in der Früh hatte er noch mit den "Atem-Bällen" gearbeitet. Fast alle hochbekommen. Danach wurde es schlimmer. Am Nachmittag nicht mal mehr einen Ball hochbekommen.

Blutwerte wurden gestern auch genommen. Der CRP ist von rd. 20 schlagartig wieder auf über 120 angestiegen. Blutkulturen wurden auch wieder angelegt. Ergebnisse erst im Laufe der Woche.

Werde heute dringend das Arztgespräch suchen. Das geht so nicht, dass man keine Info erhält. Man gut, dass die eine Schwester zumindest ein wenig Input für uns hatte. Sie versorgte mich auch mit den Blutwerten.

Echt traurig, er hatte mir vor dem Wochenende noch so stolz verkündet, dass er seiner Physiotherapeutin versprochen habe, dass wir gemeinsam über das WE den Flurgang erledigen (dürfe er, wenn ich dabei wäre). Ging nun leider nicht.

Beherrschen muss ich mich teils ganz schön, die Schwestern scheinen sehr unterschiedlich auf Stand hinsichtlich des Krankheitsbildes, und manch "Ahnungslose" meint, ihm vor lauter Unwissenheit zu sagen, er solle doch mal aufstehen. Oder er solle sich selbst Wasser holen (am Ende des Flurs!)! Wenn er es nicht kann, sollen sie es wirklich mal so hinnehmen, im besten Falle verständnisvoll! Was da an Zeit aufgewendet wird mit Diskussionen mit dem Patienten, macht mich fassungslos. Diese Zeit wäre besser zu nutzen! Manche Aussagen sind für mich wirklich unfassbar. Er möchte aber nicht, dass ich etwas sage, das wäre wie ein womöglich verschlimmernder Besuch der Eltern in der Schule bei Schwierigkeiten. Er müsse es dann womöglich ausbaden. Dass überhaupt solch ein Gedanke aufkommen kann, ärgert mich wirklich. Manche Aussagen gehen wirklich überhaupt nicht, meiner Ansicht nach. Die Schwestern, die ihn vor der OP noch erlebten, sagen alle, dass sie nicht gedacht hätten, dass er in diesem Zustand wieder auf der Station wäre. Naja, es gibt wohl überall diese und solche.....

Ach so, "Pullern" klappt nach Ziehen des Katheters gut. Nur eine neue Ente anfordern, gestaltet sich bei mancher Schwester auch ein wenig schwierig. Das ginge doch nochmal. Nein, geht es nicht, wenn bei waagerechter Haltung ein Herauslaufen droht! Schlimm, dass er sich da noch durchzusetzen versuchen muss.

Der Arm bereitet immer noch Sorgen. Dann kommen Ratschläge, wie, im KH gäbe es keinen Chiropraktor, der das mal richtig einrenken könnte. Hmm, dazu müssten wir erstmal wissen, was los ist. Das kann ja auch schließlich Schaden anrichten und das Gegenteil bewirken. Ob nun Bewegung richtig ist, die immer angeraten wird, ist aus meiner Sicht auch fraglich, wenn es eine Entzündung ist. Es wird diesbzgl. stoisch nichts gemacht, sondern abgewartet. Vielleicht ist es ja auch zunächst richtig??

Den Antrag auf eine AHB hatten wir nun letzte Woche nochmals angefragt, da noch niemand auf uns zukam (nur damit es nicht in Vergessenheit gerät und alles rechtzeitig geklärt werden kann), war dann auch am nächsten Tag da. Bin gespannt auf die Beratung (allerdings nun gerade zunächst mal wieder in den Hintergrund gerückt), da es für das Krankheitsbild ja keine bestimmte Reha-Klinik gibt. Habe schon mal grob hinsichtlich Neuropathie-, Schlaganfall-Ausrichtung mit anderen Fachrichtungen im Hause (auch Innere Medizin, Atemtherapie, usw.) geschaut.

Dies als kleine Zwischenmeldung. Hoffe, ich kann bald wieder weitere Besserung verlauten lassen. Gestern war wieder ein Riesenschock.

Liebe Grüße, Lotta

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Lotta

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Beitrag von Nicki86 » 14.05.2019, 17:25

Hallo Lotta!

Dieser Rückschlag tut mir echt leid! Das klingt alles so als läge das Problem an der Lunge. Also ich würde auf eine Lungenentzündung tippen! Aber das wird das Röntgenbild zeigen.
Die Probleme mit den Schwestern und Ärzten die du schilderst sind sehr ärgerlich!! Gib ihn mal ordentlich saures dann werden sie vorsichtiger! Sie sollen wissen, das sie es mit euch nicht machen können! Also bzgl. des Arms, du sagtest das MRT hätte gezeigt das an der Halswirbelsäule ein Hämatom ist. Meines Erachtens nach scheint es auf die Spinalnerven zu drücken und deshalb kann er den Arm nicht bewegen und hat Gefühlsstörungen! Gibt es in der Klinik eine Neurochirurgie? Falls nicht, müssen sie Kontakt zu einer anderen Klinik mit Neurochirurgie aufnehmen und die Bilder dort hin schicken. Das muss unbedingt von einem Neurochirurgen gesehen werden!!!
Und bestehe darauf das endlich der HNO Arzt kommt!
Bleib tapfer Lotta! Du schaffst das! :troesten:

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Nicki86

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Beitrag von Lotta » 15.05.2019, 22:42

Hi Nicki,

es wurde am Tag drauf ein zweites Röntgenbild gemacht. Hat sich angestrengt, da wohl im Sitzen das Ergebnis besser würde, da nach dem ersten gesagt wurde, es könne sein, aber auch nicht (daher nicht direkt ein Antibiotikum). Nun wurde sich für ein Antibiotikum speziell gegen Lungenentzündung entschieden, gestern gg. 23.00 Uhr erste Gabe. Temperatur ist gesunken, Schmerzen etwas weniger, Atmung etwas besser, allerdings steigt der CRP weiterhin, Sprung von 127,x (vorher ja stetig tgl. um 20 gesunken bis auf ca. 20) nun auf 287. Das beunruhigt mich. Kann es trotz Temperatursenkung und scheinbarem Anschlagen des Antibiotikums "nur" von der Lungenentzündung kommen? Wir waren ja eh noch nicht im Normbereich angelangt. Mache mir Gedanken, dass doch noch etwas zusätzlich im Körper wütet.....

Du bist gut;-) "Saures" gebe ich bedarfsweise, aber meist eher subtil. Funktioniert aber einigermaßen. Schwestern, die zunächst recht bestimmend waren bzw. sein wollten, wurden meist in kurzer Zeit sehr freundlich und entgegenkommend. Trotzdem schade, dass es manchmal für ihn so ein Kampf ist, das müsste nicht sein.

Zu dem Hämatom. Nach dem MRT wurde dies nach erster Inaugenscheinnahme des durchführenden Radiologen geäußert, als Vermutung. Danach hat niemand mehr von einem Hämatom berichtet. Es herrschte ja auch erstmal Chaos wg. des Kreislaufzusammenbruchs danach. Die Anmeldung zum Besuch des Neurochirurgen (haben sie dort) wurde auch "seinerzeit" vorgenommen, doch noch nicht in Sicht. Habe heute nachgehakt. Konnte mir nicht beantwortet werden. Somit morgen wieder Ersuchen zum Arztgespräch.

Deine Schilderung hinsichtlich der Spinalnerven erscheint mir mehr als logisch. Bleibe dran!

Was den HNO anbelangt, auch das habe ich heute erneut hinterfragt. Es läge daran, dass der 3MRGN vorhanden wäre, so dass er nicht hinkönne. Daraufhin fragte ich, wann denn ein erneuter Abstrich geplant wäre, um dies zu prüfen. Denn das wäre ja demnach Voraussetzung (lt. heutiger Aussage) für den Besuch der HNO-Abteilung. Auch das konnte nicht beantwortet werden. AW: "Das wäre eine gute Frage". Denn.... es erscheint, anhand der Aussagen während der Visite, dass die Entlassung samt Keim erfolgen solle. Verstehe ich nicht, denn der HNO war bereits von der IPS angemeldet. Er kommt allerdings nicht zum Bett, man muss hin bzw. hingebracht werden. Anfänglich war die Aussage, dass dies keimbedingt zum "Feierabend" der ambulanten HNO-Abteilung erfolgen müsse, um die anderen Patienten nicht zu gefährden. Dann war er zu schwach. Nun aber scheinbar kein Plan mehr! Also werde ich dem morgen wieder nachgehen!! Heute war ja der Tag der relativen Ahnungslosigkeit, was Anmeldungen zu uns angekündigten Fachuntersuchungen anbelangt.

Heute war auch kein Arzt greifbar und die Schwester war nicht so recht im Bilde, hat sich aber bemüht, innerhalb ihrer Grenzen Auskunft zu geben.

Der Sozialdienst war heute unangemeldet da, obwohl ich um vorherige Info gebeten hatte. Okay, im Grunde ja gut zunächst mal, dass sich gekümmert wird. Aber nicht ganz okay fand ich die Liste der möglichen Reha-Kliniken, da ausgerichtet auf Onkologie / Verdauungsprobleme. Ich werde auch diesbezüglich um Beratung und Austausch bitten, auf welchen Schwerpunkt man bei der Wahl achten sollte. Der hausinterne Arztbericht konnte mir nicht gedruckt werden, da wohl nur dem Sozialdienst vorliegend (habe die Kontaktdaten erhalten). Der Bericht interessiert mich doch sehr, da er zu diesem Empfehlungsergebnis führte. Mit dem Stoma (leider mittlerweile an wechselnden Stellen) geht er ja seit Jahren um, eine Reha mit womöglich Ernährungsberatung ist eher nicht erforderlich. Wichtig ist die Lunge, der Arm, das Mobilisieren und auf die Beine kommen allgemein. Vielleicht hast du / oder jemand einen Ratschlag dahingehend, den ich mit einbringen könnte?

Und... ja, bleib ich. Wenn es nicht um einen selbst geht, mobilisiert man eh ganz andere Kräfte!

Hab dank für deine - wie immer - sehr hilfreichen Infos, deine Einfühlsamkeit und für den Ansporn.

Ganz herzliche Grüße, Lotta

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Beitrag von Lotta » 16.05.2019, 20:59

Hallo zusammen, und Nicki, du bist auf jeden Fall gefragt,

da beschäftigt man sich mit einer AHB, und nun....

Blutkulturen:

Direktpräparat - Gram - grampositive Stäbchen - nachgewiesen

Blutkultur aerob - positiv

Blutkultur anaerob - positiv

Bei anaerob - Verdacht auf Dermabacter hominis

Ich dreh noch durch. Bin gerad wieder bei Chlostridien gedanklich, die ich ja x-fach ansprach. Nicht, dass die Lungenentzündung durch weiteres Wüten im Körper hervorgerufen wurde. Sepsis noch akut?

Kann das echt nur mit der Lungenentzündung zusammenhängen? Oder sie gar verursacht haben????

Das Aufrappeln wird uns gerad echt schwer gemacht!

Eure Lotta

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Beitrag von Nicki86 » 17.05.2019, 03:40

Liebe Lotta!

Oh man du hast echt mit Problemen zu kämpfen! Also Abstriche müssen sie machen egal ob er mit Keim nach Hause geht oder nicht! Also was die Reha betrifft würde ich auch den Schwerpunkt auf die Gesamtsituation legen also Mobilisation, Lunge etc.... aber eine Ernährungsberatung kann man natürlich mit einbinden. Bei den Keimen muss ich mich erst nochmal einlesen, es gibt ja soviel Keime aber ich mach mich mal schlau. Durch eine Lungenentzündung kann der CRP enorm ansteigen, aber das gute an der Blutkultur ist das sie jetzt gezielt Antibiotika einsetzen können!
Bleib mit dem Arm und dem HNO Arzt weiter am Ball!


Gruß Nicki

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Beitrag von Lotta » 21.05.2019, 19:39

Hallo Nicki,

die Fachuntersuchungen sind zunächst nach hinten gerückt als Hauptaugenmerk. Trotz Antibiotikum immer wieder Fieberanstieg (nicht hoch, so 38,5 bislang, aber dennoch), das sollte nicht sein. Könnte nach meinem laienhaften Verständnis aber auch für eine A-typische Pneumonie sprechen.

Habe Rücksprache mit dem Arzt gehalten (gestaltete sich zäh, bis eine Rücksprache möglich war, am Wochenende gar unmöglich auf der Normalstation), die ergab, dass man unsicher sei, ob die Lungenentzündung durch einen Keim hervorgerufen sein könne. Ich habe gezielt nachgefragt, ob ggf. nur das Krankheitsbild und nicht die Ursache derzeit angegangen würde, ob das sein könnte. Bevor man darüber weiter nachdenke, wollte man zunächst den Verlauf abwarten. Hierauf habe ich entgegnet, dass es mir nach den Vorfällen ein wenig schwer fiele, abzuwarten (muss ich natürlich, wenn erforderlich, Spontanheilungen gibt es ja leider nicht), da ich mir mittlerweile bei jedwedem Abwarten große Sorgen mache. Nun also zunächst mal das Antibiotikum (Piptaz scheint die Abkürzung auf der Ampulle) bis Mitte der Woche und dann sehen. Falls weiterhin keine richtige Besserung, CT des Bauchraums. Außerdem wollte der Arzt nochmals nachschauen, ob der Dermabacter dies verursachen könnte. Darüber wurde wohl nicht allzu sehr nachgedacht, da in der bisherigen Erfahrung nicht vorgekommen. Erfahrungswerte, schön und gut, aber so richtig was zu heißen, als definitives Ausschlusskriterium, haben sie auch nicht. Meine persönliche Meinung.

Eine weitere Blutkultur würde zum jetzigen Zeitpunkt nicht aussagekräftig sein, so die Aussage, als ich danach fragte. Ich wies darauf hin, dass meine Recherche ergab (musste nachschauen, da konnte ich mich nicht beherrschen), dass der Dermabacter hominis lange Zeit unterschätzt wurde und in den vergangenen Jahren an Bedeutung als Krankheitserreger erlangt. Dass er als Keim auch "normal" auf der Haut lebt und bei der Entnahme mit in die Kulturanlage gelangen könnte, ist mir auch durchaus bewusst, dennoch gibt es auch die andere Möglichkeit. Bin auf sein Recherche-Ergebnis gespannt.

Mobilisieren klappt aufgrund der Lungenentzündung, ständiger Übelkeit, Appetitlosigkeit eher schlecht leider.

CRP hält sich über 200 (minimal rückläufig). Beruhige mich bestmöglich mit dem Zusammenhang zur Pneumonie.

Wenn ich schon als nächsten Ansatz CT des Bauchraums höre, wird mir ganz schlecht. Da muss ich an Panikvermeidung bei mir arbeiten.

Eure Lotta

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