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Verzweifelt nach Darmperforation – Seite 8

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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102 Beiträge • Seite 8 von 111 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11

Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Nicki86 » 23.04.2019, 12:02

Hallo Lotta!

Oh je das war ein schreckliches Erlebnis. Das Tracheostoma war sicherlich durch Schleim verlegt. Größe 9 ist die Größe des Tracheostomas. Natürlich ist er danach erschöpft.
Häufig sind die Patienten verschleimt, zumindest in der Anfangszeit. Durch die Manipulation beim Absaugen können dann auch mal winzige Schleimhautverletzungen entstehen die dann bluten.
Aber wenn dies nicht aufhört sollten die Ärzte mal über eine Bronchoskopie ( Lungenspiegelung) nachdenken. Sprich sie mal drauf an!
Die knittrigen Händen verschwinden bald wieder. Das sieht bei allen so aus.
Eine Ernährungsberatung macht noch keinen Sinn, momentan kommen für ihn nur Suppen, Joghurt und solche Dinge in Frage. Aber es ist schön zuhören das er schon so welche Fortschritte macht!
Bekommt er Physiotherapie? Ganz wichtig!!! Er sollte jetzt schon mal mindestens 2 mal täglich aus dem Bett mobilisiert werden! Auch ansprechen!!!!!

Lieben Gruß Nicki

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Nicki86

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von doro » 23.04.2019, 12:18

Hallo Lotta,

wenn ich,Deinen Postings folgend, einmal vorsichtig eine Zwischenbilanz ziehen mag,so schaut der Verlauf eigentlich sehr gut und auch sehr normal aus.
kleinere Rückschläge ? Nun gut,man kann darauf verzichten aber wo geschehen sie nicht!

Ich finde auch Dein Mann macht einen tollen Job.Die nächtlichen Träume sind arg werden aber am hellen Tag wieder gut normalisiert.

Wenn Ihr,später diese schlimmen Ereignisse gemeinsam durchsprechen könnt,
wird es nie vergessen sein,aber es ist dann nicht mehr so belastend weil Ihr es gemeinsam erlebt und verarbeitet habt.
Deshalb: Weiter so. :winke:

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doro

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Nicki86 » 23.04.2019, 15:22

Da hat Doro recht. Ich hab dir ja auch schon gesagt, das ich den Verlauf genau so von den meisten Patienten kenne die ich gepflegt hab. Und wenn er erstmal in der Reha ist, wird er wieder so richtig fit gemacht. Aber das beste Medikament bist du! Du machst das super!
Auch wenn du seelisch und körperlich erschöpft bist, bitte halte durch!
Du sagtest es ist dein Lebensgefährte oder? Also wenn ihr noch nicht verheiratet seid wird es Zeit es in Angriff zu nehmen wenn er wieder richtig fit ist. Weil wer so etwas als Paar zusammen durchgestanden hat gehört zusammen!
Liebe Grüße Nicki :winke:

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Nicki86

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Butterfly » 23.04.2019, 16:53

Hallo Lotta

Wie ich verstanden habe, wird er noch immer fixiert?
Ich wundere mich darüber. Das darf über solch einen langen Zeitraum und permanent nicht sein.

Damit macht es sich das KH einfach zu „seinem Schutz“. Das ist so aber nicht rechtens. Wenn sie sich Sorgen, dass er sich was zieht, dann müssen sie besser aufpassen. Wir haben der Fixierung bei unseren Verwandten immer widersprochen. Das darf so lang nur vom Amtsarzt angeordnet werden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass maximal man eine Magensonde gezogen wurde, mehr aber nicht. Mit dieser Freiheit an den Armen hebt sich die Laune und mit ausreichend Material wurden die Verwandten auch abgelenkt (SternView wegen der grossen Bilder und wenig Text, Bilder, Musik über Kopfhörer, abwechselnde Besuche und wenn wir nicht konnten oder ausserhalb der Besuchszeiten ist auch der Krankenhausseelsorger gekommen). Damit werden Patienten so platt, dass sie dann schlafen.

Viele Grüsse
Butterfly

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Butterfly

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Lotta » 25.04.2019, 13:44

Hallo zusammen,

vorgestern war er so verschleimt, dass er trotz Aufsatz nicht reden konnte und auch nicht mochte. Er deutete mir per Geste an, dass wohl besprochen wurde, dass das Tracheostoma gezogen werden soll, ggf. am nächsten Tag. Der Arzt bestätigte mir dies tatsächlich im späteren Gespräch. Ich war überrascht, aber auch erfreut. Man wolle am nächsten Morgen bei der Visite entscheiden. Der Arzt sagte nochmals, dass man den Verlauf noch vor 2 Wochen überhaupt nicht erwartet hätte. Dafür alles echt gut.

Werte allgemeine schnelle Info, dass weiterhin rückläufig.

Gestern wurde es tatsächlich bereits entfernt. Es geht ihm gut, Sauerstoffversorgung/-sättigung bei 100, mal geringfügig weniger. Er berichtete, es wäre alles ganz schnell gegangen. Schleim abhusten klappt recht gut, er redete ganz normal mit mir, als ich ankam. Leichte Verwirrung noch zwischendurch, realisiert aber, dass es nicht stimmen kann, wenn er Hunde im Zimmer sieht, aber sonst fast durchgehend da! Mohrrübensuppe fand er klasse, den Krafttrunk mochte er nicht, weil er das Gefühl hat, dass er dadurch mehr verschleimt. Pfefferminztee und Wasser sonst. Schlucken klappt super.

Das LCD-Tablet war gestern auch eingetroffen. Brauchte ich nun nicht! Es wäre auch schwerer gewesen, da die rechte Hand noch nicht so viel Kraft hat.

Er klagt auch über Schmerzen in den Fingerkuppen. Ich hoffe, das sie mit der Zeit verschwinden. Sonst wäre das merkwürdig, oder? Kennt ihr das?

Leukos 7,1, CRP 117. Wann ist auch der CRP im Normbereich? Hatte da unterschiedliche Aussagen erhalten.

Es wird nun bereits von einer Verlegung demnächst gesprochen. Circa 2 Tage Aufwachstation (als Zwischenstation), dann normale Station. Habe gefragt, wie sich das dann mit dem Keim verhält. Vermutlich werden keine weiteren Maßnahmen getroffen, sofern sich die Werte halten bzw. verbessern. Andere Patienten würden auf der Normalstation auch nicht gefährdet, weil ja dann im Bauch verschlossen. Wie wird denn dann aber irgendwann mal festgestellt, ob der Keim noch im Körper ist bzw. etwas anrichten kann?

Bin gespannt, wie die Nacht war, und ob heute alles weiterhin so gut klappt. Bis auf den Arm und die Fingerkuppen ist alles soweit recht gut gewesen.

Physiotherapie habe ich vor einigen Tagen bereits angesprochen und erfuhr, dass er sie erhält und regelmäßig auch an die Bettkante gesetzt wird. Aufstehen durfte/konnte er bislang noch nicht. Hat nun auch einen Haltegriff über dem Bett.

Die Fixierung sprach ich vor einigen Tagen eh an, da ein Handgelenk bläulich war, war sehr eng angebracht. Seit einigen Tagen erfolgt nun auch keine Fixierung mehr. Aber danke für den Hinweis. Hätte ich absolut angewandt, wenn sie es weiterhin gemacht hätten. Womöglich hing es auch wieder mit der vom Personal erwähnten "Minderbesetzung" über Ostern zusammen. Habe sonst aber das Gefühl, dass er gut versorgt wird.

Er bemängelte gestern bereits, dass es dort keinen Fernseher gäbe. Gut, gut....

Nicki, nun auch noch Eheberatung?! Danke dir, sehr lieb geschrieben....

Es grüßt euch herzlichst, Lotta

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Lotta

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Merlina » 25.04.2019, 15:37

Hallo liebe Lotta,

das sind super Nachrichten!

Der Haltegriff irritiert mich! Der sog. Galgen mit dem Griff darf bei Bauch-OP‘s nicht angebracht werden, da die Benutzung die Bauchmuskulatur aktiviert und die muss erstmal völlig unbelastet bleiben!!!

LG, Merlina

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Merlina

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Beitrag von doro » 25.04.2019, 18:01

Merlina hat geschrieben:Hallo liebe Lotta,

das sind super Nachrichten!

Der Haltegriff irritiert mich! Der sog. Galgen mit dem Griff darf bei Bauch-OP‘s nicht angebracht werden, da die Benutzung die Bauchmuskulatur aktiviert und die muss erstmal völlig unbelastet bleiben!!!

LG, Merlina

Ich hatte ein festes Seil,springseilartig, am Fußende verknotet an dem ich mich gut hoch ziehen konnte.Ob es den Vorschriften entsprach, :? aber da hat niemand gemeckert.Auf jeden Fall kam ich so, Schmerzfrei, in jede Position.
Bauchwunden am Galgen hoch ziehen schmerzen sehr und sind in meinen Augen auch das Unsinnigste Teil was es gibt,denn es geht immer. auf den Bauch ,egal welch intiligente Lösungen es dafür in der Krankengym gibt.

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doro

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Nicki86 » 25.04.2019, 20:41

Liebe Lotta!

Das sind super Nachrichten! Den Galgen find ich jetzt auch nicht so super!
Bei dem CRP hängt der Normwert immer von dem Labor ab in dem er gemessen wird. Aber er sollte wenn alles endgültig gut ist unter 1,0 sein. Aber er sinkt ja stetig.
Also wegen dem Keim ...es sollten alle Abstriche negativ sein weil der 3MRGN Keim ja auch auf der Haut sein kann. Sonst muss er weiterhin isoliert werden. Aber ich kenne ja nicht die Hygienerichtlinien dieser Klinik.
Ihr zwei seit einer super Team! Dann wird sicherlich bald der Sozialdienst auf euch zukommen wegen der Reha!
Bring ihm doch schon mal die Zeitungen mit!

Gruß Nicki

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Nicki86

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von Lotta » 26.04.2019, 11:19

Hallo in die Runde,

dank eurer Hinweise (ich weiß gar nicht, was ich manchmal ohne eure Ratschläge übersehen würde) habe ich sofort nochmals beim KH angerufen und nachgefragt, ob der Haltegriff (mag den anderen Begriff nicht so) denn sinnvoll oder gar schädlich wäre (!), zumal der VAC-Schwamm gestern getauscht wurde und die Wunde an einer Stelle vernäht! Der Arzt sagte zunächst, er wisse noch nicht nach Schichtwechsel, was die Kollegen gemacht oder angeordnet hätten. Ich erwiderte darauf, dass dies nicht das Thema sei, und das angesprochene Thema direkt betrachtet und geändert werden könne. Er versprach sodann, sich kurzfristig zu kümmern (anschauen und lösen).

Mann, manchmal ist man so blind! Daran habe ich überhaupt nicht gedacht, sah es eher als Fortschritt, dass er an der Mobilisierung mitarbeiten darf. Echt blöd von mir! Da aber das Ärzteteam, die Schwestern und auch die Physiotherapie damit einverstanden zu sein schienen, dachte ich, es wäre gut. Der Arzt sagte während unseres Telefonats noch, dass er den Gedankengang aber gut und richtig fände.... !??

Von der Wunde wurde auch eine Fotodoku gemacht. Als Info erhielt ich, dass sie sich bereits verkleinerte. Übrigens konnte er bei dem VAC-Wechsel zuschauen. Wunderte sich nur, dass er keine großen Schmerzen hat, als er alles sah.

Leukos sind wieder leicht gestiegen im Normbereich (8,7), CRP weiter runter auf unter 100.

Gestern wurden auch diverse Abstriche gemacht. Soweit ich weiß, werden aber frühestmöglich nach 48 Stunden erste Hinweise vom Labor gegeben, wenn sich etwas andeutet. Verstehe somit noch immer nicht, dass die Verlegung angestrebt wird. Wurde wieder thematisiert. Dem könne nur entgegenstehen, dass der Blutdruck gestern sehr hoch war, da das Blutdruckmittel auf Tabletten umgestellt wurde. Er bekam zum Abend eine Tablette zusätzlich.

Zur Verlegung wurde noch gesagt, dass es dann doch direkt auf die Normalstation ginge, da in der zunächst angedachten Übergangsstation (Aufwachstation) die Patienten gefährdet sein könnten. Ich fand den Ansatz eher beruhigend, dass er zunächst nochmals überwacht würde.

Den Verlegungsansatz verstehe ich nun nicht mehr so ganz, auch wegen des Keims, und der vorläufig noch (aus meiner Sicht) nötigen engmaschigen Überwachung.

Wann wissen wir denn, dass der Keim nicht mehr im Körper bzw. gegen den Körper arbeitet? Wann können wir sicher sein? Die Wertebesserung sagt ja hierüber nicht so sehr viel aus, solange die Werte noch hoch sind.

Sofern die Verlegung doch erfolgen sollte, muss dort bestimmt auch eine Ernährungsberatung (auch der Schwestern, nach der allerersten OP damals bekam er nämlich ein Pilzgericht und erbrach direkt alles) erfolgen, oder? Gestern bekam er auf der IPS schon Schweinegeschnetzeltes mit Brokkoli, das hat mich schon ein wenig verwundert.

Die Armprobleme können lt. Arzt mit einer "Lagerung" (während der OP, Narkosezeit, wann auch immer) zusammenhängen und sollten sich wieder geben, in diesem Zusammenhang auch die Schmerzen in den Fingerkuppen.

Er fragt mittlerweile auch, wenn er etwas wahrgenommen hat, was nicht real sein könnte, ob dem so wäre. Teilte auch mit, dass dies zu unterscheiden, noch recht schwer wäre. Aber ein guter Ansatz, wie ich finde.

Dies vorerst in aller Kürze. Vielleicht habt ihr noch den ein oder anderen Hinweis / Gedanken, den ich aufgreifen kann.

Liebe Grüße, eure Lotta

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Lotta

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Verzweifelt nach Darmperforation

Beitrag von doro » 26.04.2019, 12:24

VAC-Wechsel zuschauen. Wunderte sich nur, dass er keine großen Schmerzen hat, als er alles sah.

Das wundert mich auch,denn bei mir hatte sich der Schwamm beim Wechsel bereits mit der Wunde
kräftig verbunden.Damit hatte sich der Wechsel, der damals ohne Betäubung erfolgte, als ausgesprochen schmerzhaft heraus gestellt.
Aber,wenn der Wechsel ohne große Komplikationen erfolgen konnte, ist es sehr gut.
Die Geschichte scheint im Augenblick einen guten Verlauf zu nehmen. :super:

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