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Stoma wegen Reizdarm – Seite 1

Viele Wege führen zu einem Stoma. Hier ist Platz für eure Fragen zu Erkrankungen, Behinderungen und Therapien, die ein Stoma notwendig werden lassen.
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Stoma wegen Reizdarm

Beitrag von KitCat » 04.04.2020, 11:14

Hallo zusammen,

bin neu hier. :winke:

Ich (35,w) leide seit ca 21 Jahren an chronischen Durchfall.
Ohne Imodium geht echt gar nichts. Ich nehme ca. 2-4 Stk pro Tag. Es können aber auch mal 10 Stk werden. Die ersten 10 Jahre bin ich damit einigermaßen klar gekommen, in den letzten Jahren bekomme ich zunehmend Probleme, sowohl was die Wirkung angeht, als auch dass ich die Nebenwirkungen abbekomme. Mir ist ständig schlecht und schwindlig, ich fühle mich total benommen und bin eigentlich nur noch im Zombie Modus. Zudem ist meine Ernährung unterirdisch, nur noch Weissbrot, Süssigkeiten, Cola, Salzstangen und das seit Jahren. Gemüse meist nur 1-2x pro Woche in kleinen Mengen.

Seit 2014 verlasse ich das Haus eigentlich nur noch um zum Arbeiten zu gehen und Lebensmittel zu kaufen. Ich habe das Glück, dass mein Arbeitsplatz nur ne 3 min Fahrt von meiner Wohnung entfernt ist, sonst wäre es mir nicht möglich arbeiten zu gehen, da mein Darm mittlerweile total unberechenbar ist.
Wenn ich mich weiter als eine 5 min Fahrt von meiner Wohnung entferne bekomme ich regelrecht Panik.

Lange Rede kurzer Sinn, da ich kaum mehr Lebensqualität habe und mir mittlerweile echt mega Sorgen mache, wie lange ich es noch schaffe arbeiten zu gehen, habe ich beschlossen, dass ich ein Stoma möchte.
Ich denke schon seit ca. 2014 darüber nach und seit ca. 1 Jahr habe ich mich intensiv damit auseinander gesetzt. Im Dezember war ich bei meiner HA und habe mit ihr darüber gesprochen. Sie hatte viel Verständnis dafür und mir eine Überweisung für die Chirguie gegeben.

Ende Dezember habe ich mich dort vorgestellt. Auch der Chiruge zeigte Verständnis für meine Situation. Er hat mich drauf hin gewiesen, dass eine Operation meine Symptome, also die Durchfälle nicht beheben wird, dass es mit Stoma aber trotzdem leichter werden könnte, das ganze zu handhaben. Und von den Tabletten weg zu kommen und meine Ernährung zu verbessern.
Natürlich hat er mich auf Risiken hingewiesen. Da es aber ein Colostoma werden soll, hätte ich zumindest noch die Option das ganze wieder rückgängig machen zu lassen.

Wir sind jetzt so verblieben, dass ich eine Darmspiegelung machen lassen muss, da die letzte 2001 war und er sicher mein muss, dass wirklich keine Erkrankung vorliegt. Zudem setzt er sich mit meinem Gastroenterolgen in Verbindung ob die konventionelle Behandlung ausgeschöpft ist.

Ende April habe ich wieder einen Termin und wir besprechen das Ganze und machen evtl. einen Termin für die OP. Wobei ich immer noch Angst habe, dass er einen Rückzieher macht oder wegen Corona dieses Jahr kein Termin mehr möglich ist. :(

Mich würde jetzt interessieren ob andere auch schon ein Stoma wegen RD haben und wie es sich damit lebt, ob es die richtige Entscheidung war. Ich finde zwar hier und da Berichte von Leuten, die auch ein Stoma wegen RD wollten, aber keine Berichte, wo es dann auch zur OP kam. Nur von einer Krankenschwester aus Schweden, die meinte, die OP war wie Ostern, Weihnachten und Geburtstag zusammen und das Beste was ihr seit langem passiert ist.

Auch ansonsten wäre ich für Meinungen oder Gedanken dankbar. :DD

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KitCat

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