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Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma) – Seite 1

Viele Wege führen zu einem Stoma. Hier ist Platz für eure Fragen zu Erkrankungen, Behinderungen und Therapien, die ein Stoma notwendig werden lassen.
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4 Beiträge • Seite 1 von 1

Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma)

Beitrag von Brony » 04.05.2018, 18:56

Hallo
Hatte im Herbst letzten Jahres eine OP wegen Darmverschluss. Danach aufgewacht mit Ileostoma und 2 Schleimfisteln und parenteraler Ernährung.
Da ich (23 Jahre alt) mit 80 cm Dünndarm kaum Nährstoffe aufnehme, bekomme ich künstliche Ernährung/parenterale Ernährung(1600 kcal 5* in der Woche). Oral soll ich aber auch essen (stopfendes) da ich sehr untergewichtig bin. Ich bekomme auch Opiumtinktur (3*8 Tropfen) um den Darm zu lähmen (Nahrung kommt viel zu schnell wieder raus). Außerdem bekomme ich Magensäurehemmer. (Vielleicht)Wegen der parenteralen Ernährung hab ich manchmal Übelkeit (bei fettigem und proteinreichem...auch bei der hochkalorischen Trinknahrung die ich im Krankenhaus bekommen hatte) und wenig Appetit.Habe wegen der Übelkeit manchmal schon mit sehr konzentriertem Fenchel-Anis Kümmel Tee probiert...bringt fast nix, auch Iberogast. Irgendwie soll ich zunehmen (BMI von 15,6 und 50 kg). Leberwerte sind aufgrund der parenteralen Ernährung sehr stark erhöht ( GOT, GPT, Gamma GT... sind über 500!). Der Hausarzt will nicht noch mehr parenterale Ernährung verschreiben, weil die Leberwerte recht hoch sind (ist das normal bei parenteraler Ernährung, dass die Werte so stark überhöht sind ?)
Jetzt habe ich gelesen dass Cannabis/Dronabinol/THC bei Kachexie/Anorexie/Appetitlosigkeit/Übelkeit hilft
außerdem:
Magendarmtrakt: Verminderung der Darmbewegungen und verzögerte Entleerung des
Magens, Hemmung der Magensäureproduktion

Außerdem leide ich an Schlafproblemen und hab vom Arzt auch schon ein Schlafmittel (Zolpidem) verschrieben bekommen, das aber nicht so gut wirkt ( wird bei den 80 cm Darm vielleicht auch nicht so gut aufgenommen). Außerdem hab ich am Morgen manchmal Blasenschmerzen (seit ich die künstliche Ernährung bekomme).
Würde THC oder CBD helfen und wenn ja, habe ich da eine Chance dass der Hausarzt mir das verschreibt ? Oder wo finde ich einen Arzt in Baden Württemberg der sich mit Cannabis auskennt ?
Hoffe mir kann jemand weiter helfen.

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Brony

Mitglied

Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma)

Beitrag von Peter51 » 05.05.2018, 11:56

Hallo Brony,
Sei im Forum der "Stomaträger" willkommen.
Oh jä, da hast/machst du ja einiges durch und der Lebensalltag für so ein Jungen Menschen wie du es bist, ist schon ein enormer Einschnitt.
Ich hoffe für dich, dass deine Ärzte deines Vertrauen, dir physisch aber auch psychisch eine notwendige Hilfe ist.
Nein ein leichten Weg wirst du nicht gehen können, weil dir wahrscheinlich ein wichtiger Teil vom Dünndarm entfernt werden musste.
Unter den gekürzter Darmabschnitte im Dünndarm, aber auch Dickdarm habe ich auch Beeinflussung und die Nahrungsverwertung ist gestört.
Ob dir Cannabis, Opium Tinktur.........? Behilflich ist, würde ich meinen, hier solltest du die Fragen an ein FÄ richten.
Ich bin persönlich zwar Schmerzpatient mit starken Opiaten in der Einnahme, aber Sorry, auf grund deines Alter, rate ich dir das ab was du in Frage gestellt hast.
Zur geminderten künstlichen Ernährung, werden kaum Alternativen bleiben.
Versuche so viel wie möglich, so wenig wie notwendig Medis dauerhaft hochdosiert zu nehmen.
Ernährungsberatung, therapeutische Hilfen, die dich psychisch aber auch physisch stärken, sollte deine " Lebensoption" sein.
Fürs erste?
Alles gute, Kopf hoch und optimistisch nach vorne schauen, okay?

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Peter51

Mitglied

Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma)

Beitrag von doro » 05.05.2018, 15:27

Lieber Brony,

das ist leider ein dickes Paket mit dem Du belastest wirst,ich glaube aber nicht,das Dir wegen Appetitlosigkeit und Übelkeit cannabis verordnet wird.
Man hat mit dem Produkt leider kaum greifbare Studien und daran hapert es oft,weil man,angeblich,den Erfolg nicht nachweisen kann.
Ausserdem ist es für die Krankenkassen ein großer Kostenfaktor und seit dem es verordnet werden kann, glauben viele Menschen es wäre DAS Wundermittel.
Erwiesen ist,das es z.B. bei Migräne null hilft.Schmerzpatienten hätten hier wohl größere Chancen,
das man mit Ihnen einen Versuch startet.Das ist aber auch noch keine Garantie!

Raten würde ich Dir,den Arzt Deines Vertrauens zu befragen,ob er nicht eine wirksamere Einschlafhilfe für Dich verordnen kann.Da ist die Auswahl ja doch recht groß.
Schmerzen an der Blase? Urologe ist da doch die erste Wahl bevor man hofft es gäbe ein Mittel gegen die allgemeinen Beschwerden.
Letztlich hat jeder Schmerz eine Ursache und die gilt es bei Dir zu finden.
Da Deine Operation im Herbst 2017 war braucht es beim Ileo noch einiges an Geduld bevor Dein Gewicht langsam zu nimmt.
Bei so wenig Darm wie bei Dir,musst Du wahrscheinlich um jedes Gramm kämpfen.
Dazu wünsche ich Dir alles Gute :winke:

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doro

Mitglied

Übelkeit, Appetitlosigkeit und BMI von 15,6, (Ileostoma)

Beitrag von sammy » 05.05.2018, 18:14

Lieber Brony,

da hast Du einiges hinter dir.
Ich sehe es wie Doro, dein Darm wird noch einige Zeit brauchen.
Gebe dir auch die nötige Zeit.
ich weiß, das ist nicht einfach. Ich konnte das Wörtchen Geduld auch nicht mehr hören.

Zum Cannabis kann ich dir nichts sagen.
Aber zum Gewicht oder besser zur Gewichtszunahme.

Ich habe mir damals Kohlenhydratpulver gekauft( bekommst Du in der Apotheke) und es wirklich über jedes Essen gestreut, und auch in Getränke gerührt.
Dann fällt mir nur noch ein, Kartoffeln, Kartoffeln... einfach frische Kartoffeln gekocht. Habe ich jeden Abend ein paar gekochte Kartoffeln gegessen. Hat bei mir gut gestopft.
Zusätzlich zur parenteralen Ernährung, habe ich von meinem Gastro noch Astronautenkost bekommen.
Vielleicht ist estwas für Dich dabei, was Du mal ausprobieren könntest. Bevor Du dir noch mehr Hammermedis verschreiben lässt.
Viel Glück ich drücke dir die Daumen
Kopf hoch es wird besser
LG
Sammy

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sammy

Mitglied

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