Forum für Stomaträger, Angehörige und Interessierte
Neu hier? | schnell registrieren!

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG? – Seite 2

Das Forum zum Erfahrungsaustausch rund um sozialrechtliche Themen, z.B. zur Schwerbehinderung, zum Bezug der Hilfsmittel, zu Zuzahlungen und vielen anderen Themen.

Hinweis: Dieses Forum ist ein Laienforum. Sofern rechtliche Themen angesprochen werden ersetzt es keine Rechtsberatung und dient nur dem Erfahrungsaustausch zwischen betroffenen Laien.
Antwort erstellen
19 Beiträge • Seite 2 von 21, 2

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von Hanna70 » 28.08.2016, 16:06

Krankenkassen und Versorger werden sich wohl auch weiterhin den schwarzen Peter zuschieben. Die Versorger unterbieten sich gegenseitig, um so viele Patienten wie möglich "versorgen" zu dürfen. Haben sie dann den Versorgungsauftrag, wundern sie sich, dass die Patienten wirklich krank sind und bestimmte Versorgungsansprüche haben... Und die KKn kuschen vor den Versorgern, weil sie im Grunde selbst wissen, dass die Monatspauschalen für eine optimale Versorgung viel zu gering angesetzt sind. Dann argumentrieren sie gegenüber den Patienten: "Aber Sie wollen doch auch keine höheren Beiträge zahlen!?" So werden die Patienten mürbe gemacht bis sie aufgeben.

Mit dem Gesetz hätten aber zumindest diejenigen etwas in der Hand, die nicht aufgeben. Schwer wird es trotzdem weiterhin bleiben. Leider sind es immer noch viel zu viele, die aufgeben und lieber zuzahlen als sich zu wehren.

LG Rosi

kein Profilfoto
Hanna70

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von Peter51 » 28.08.2016, 16:45

Hallo ich noch einmal, mit den schräger Meinungserfahrungen,

Recht haben und Recht bekommen, sind keine paarigen Handschuhe und es gehört Mut/Kraft ff dazu um gerecht behandelt zu werden.
Es sind ja nicht nur die berechtigten Ansprüche der schwer chronischen Erkrankungen, wie bei Inkontinenz, Versorgungen Stoma, nein hier werden die Menschen mit Handicap, auch Menschen gerade im Alter ff, als Bittsteller gemacht. Wir hier sind schon auf halb Acht was auf uns zukommt, was macht diese Gesellschaft mit den sozial schwachen, die um ein Rollst, Wannenlyft, Pflegebett, Renterhilfe, Betteinlagen, Windeln, Brillen, Hörgeräte betteln müssen, wer vertritt die am Rande gedrängt gegen über den Versorger, KK fff?
Diese ICH UND NEID GESELLSCHAFT hat ihren Höhepunkt erreicht und das ist für Betroffene die brav in der privat oder gesetzlich Versicherungen eingezahlt haben, bitter zu ertragen.

Nur eine Anmerkung ohne den Anspruch einen damit geholfen zu haben.
Meine Betreuten können sich auf mich verlassen und wenn nur jeder einen hilft zu sein Recht zu kommen ist es ein Erfolg, ich helfe 8 Mehrfachbehinderten und das ist gut so.

LG Peter51 aus Berlin

kein Profilfoto
Peter51

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von uwe2111 » 28.08.2016, 17:36

Wenn ein paar Briefe an diverse Politiker der Kampf sein soll steht doch fest wer 1. und wer 2. Sieger wird.
Da haben andere Minderheiten, nämlich Rentner besser gekämpft. Dafür bekommen sie dann ein paar Euro mehr Rente weil sie ja auch Wähler sind.

Margot hat es bemerkt, wie Briefe dazu bearbeitet werden, die landen im Rundordner.
Es kommt wie es kommt. Politiker sind Lobbyisten und die tun nur so als kümmern sie sich um ihr Volk.

kein Profilfoto
uwe2111

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von doro » 28.08.2016, 22:23

Das Gemecker über die Politiker bringt uns nicht weiter.Auch wir als "Behinderte" haben keine Lobby.
Ich sehe es eher wie bereits praktiziert,nur im Einzelkampf,wobei der Kampf je wirklich wörtlich zu nehmen ist hat wer eventuell die Chance seine Ansprüche durch zu setzen,denn jeder Einzelne hat seine induviduellen Bedürfnisse.Wir als "Stomaträger" ( Masse) werden pauschaliert und da reicht eben die 08/15 Versorgung.
Ausser in Bayern,da gehen die Uhren anders. :DD

kein Profilfoto
doro

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von Webkänguru » 05.09.2016, 09:43

Hallo zusammen,

hier ein kurzes Update zum neuen Hilfsmittel-Gesetz. Das Bundeskabinett hat in der vergangenen Woche einen aktualisierten Entwurf des neuen Gesetzes verabschiedet. Damit geht das Gesetz jetzt in den Bundestag und soll dann ab März 2017 in Kraft treten.

In der aktuellen Fassung wurden die Informations- und Aufklärungsrechte der Patienten noch einmal gestärkt. Zukünftig sind Krankenkassen nicht nur verpflichtet jedem von uns über die Sanitätshäuser und Homecare-Unternehmen zu informieren, aus denen wir auswählen können. Auch über die wichtigsten Inhalte der abgeschlossenen Verträge muss informiert werden.

Und diese Informationen müssen von den Kassen auch im Internet veröffentlicht werden. Das würde bedeuten, dass wir die Leistungen der Krankenkassen zur Stomaversorgung zukünftig vergleichen können um dann, falls nötig, auch zu einer anderen Kasse zu wechseln.

Wir haben dazu auch ein Update auf Stoma-Welt.de veröffentlicht.

Viele Grüße,
Christian

kein Profilfoto
Webkänguru

Moderator

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von Peter51 » 08.09.2017, 22:13

Hallo und einen schönen Tag,
Ich schreibe am späten Abend, daher der Gruß zum Tage.
Ein Jahr ist vergangen und die praktische Umsetzung, mit allen positiven, aber meist negativen Seiten des so "gelobten HHVG, ist wie ein Buch mit sieben Siegel.
Schreibt doch mal was sich mit der Bereitstellung unserer Versorgungen verbessert oder gar verschlechtert hat.
Die Versorger verstecken sich mit der Pauschalvergütungen und natürlich mit den Vertragsbindungen
zur Krankenkassen.
Beider Bereiche denken nur an den eigenen wirtschaftlichen Interessen und der Versicherte wird zum Bittsteller gemacht wenn er über den Bedarf der Pauschalvergütung, einen medizinisch notwendigen Bedarf liegt.
Der Musterpatient öffnet zusammen mit den ach so gelobten HHVG, Tür und Tor, ja das ist Realität pur oder etwa nicht?
Wieder nur eine Randbemerkung.

LG der Peter51 aus Berlin

kein Profilfoto
Peter51

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von Trineline » 09.09.2017, 22:44

Hallo zusammen,

ja das was Peter anmerkt würde mich auch interessieren.

Ich hatte innerhalb kürzester Zeit zwei Homecare-Unternehmen. Beide unabhängig voneinander sind mit den Leistungen der Techniker Krankenkasse bezüglich Stomaversorgung nicht zufrieden. Beide meinten, wenn ich eine bessere Versorgung möchte bspw. Kompressen, dann raten sie mir die Kasse zu wechseln, denn die anderen Kassen wären kulanter.

Liebe Grüße
Trineline

kein Profilfoto
Trineline

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von sammy » 09.09.2017, 23:53

Hallo Trineline,

ich habe mich auch schon sehr oft über die TK geärgert.

Musste aber jetzt feststellen, das sie nicht immer schuld.
Ich hatte ja berichtet das ich mit meinem Versorger Probleme, bezügl. der EAKIN Ringen.

Jetzt hatte ich natürlich mit einem andern Versorger Kontakt aufgenommen, die liefern mir auch Kompressen, und zwar kostenlos.
Will sagen, es liegt manchmal auch an den Versorgern, wie groß die Gier ist.
Ich will hier bestimmt keine Lanze für die KK brechen.
Aber so ganz ohne sind die Versorger auch nicht.
Schließlich sind es Geschäftsleute die in erster Linie an ihre Geldbörse denken.
Ich würde mich an deiner Stelle, mal bei andern Versorgern erkundigen, welchen "Service" die anbieten, bevor ich die KK wechsel.
ich glaube das, das der einzige Weg ist, um uns zu "wehren".
Von den KK, den Versorgern, oder gar von der Politik erwarte ich nicht mehr viel.

Liebe Grüße
Sammy

kein Profilfoto
sammy

Mitglied

Was bringt uns das neue Hilfsmittel-Gesetz HHVG?

Beitrag von Peter51 » 10.09.2017, 14:41

Hallo und einen schönen Sonntag noch im Raum der Interessierten,
Hallo Sammy Hallo Trineline, In meinem letzten Beitrag habe ich auch die wirtschaftlichen Interessen beider Vertragspartner, sprich unsere Versorger und Krankenkasse, betont.
Die Pauschalvergütung für die Versorgung unserer Stomata unterliegen der Vertragsbindung und die zusätzlichen ärztlichen Verordnungen aus aktuell notwendiger medizinischer Grundlage, hat nichts mit einer „Pauschalvergütung“, also endsprechend z.B. zusätzliche Kosten in der ambulanten „Wundversorgung“, aber auch aller zusätzlichen Materialien dafür.

Mal mein persönliches Beispiel:
Zweiteiler mit Ausstreifbeutel (weil mein Freund wie ein Dünndarmausgang fördert) in Rahmen der Pauschalvergütung und das natürlich im notwendigen Umfang in Menge und Qualität der Versorgung. Auf denkt: auch mal über der Pauschalvergütung sofern es sich mit ärztlicher Verordnung begründet.

Meine zwei mitunter stark fördernden Fistelausgänge, wird eine mit Zweiteiler und die zweite mit Drainagebeutel versorgt.
Meine zwei weiteren Fistelausgänge werden mehrmals täglich durch eine spezielle Wundversorgung mit Kompressen „abgedeckt/versorgt“.
Die Fistelversorgung unterliegt nicht der Vertragsanbindung unserer Versorger mit den Krankenkassen einer Pauschalvergütung.

Natürlich ist mein Beispiel, auch für die Versorgungen mit zusätzlichen Bedarf, die über den normalen Gebrauch der Pauschalvergütungen geht, im Einzelfall gemäß ärztlicher Verordnung gängige Praxis. Ja natürlich machen die Versorger Angebote bei Ausschreibungen, nach Typ Musterpatient und man sollte sehr wohl mit Nachdruck den notwendigen Bedarf einfordern.

Auf den Punkt geschrieben, die sehr gut bezahlten Mitarbeiter unserer Versorger und erst Recht die Mitarbeiter der Krankenkassen, sind gut, (ich meine zu wissen sehr gut bezahlte Mitarbeiter der Krankenkassen. Beide Bereiche sind nur Dienstleister der privaten und gesetzlich Versicherten, dabei werden auch mal locker Entscheidungen aus dem HHVG die fern ab der jeglicher gesetzlicher Grundlage ist. Mitunter habe ich die Erfahrungen gemacht (bei meine Betreuten vorwiegend), erst einmal ablehnen den berechtigten Anspruch auf HHVG Leistung, macht derjenige kein Widerspruch, na dann füllen sich die Kassen beider Bereiche noch mehr.

Das mögen aus meiner Sicht beurteilt persönliche Erfahrungen sein, aber wenn ich genau weiß wie chronisch kranke aber auch Menschen mit Handicaps um ihre berechtigten Ansprüche betteln müssen, dann stimmt etwas in diesem System nicht.

Diese geprägte ICH und NEIDGESELLSCHAFT, sprich mein Arbeitsplatz ist nur gesichert wenn diese „Versorger“ noch mehr Gewinne machen.
Bei Ablehnung von Leistungen die auf euch in Schriftform zukommt, lest euch mal die gesetzlichen Gründe genau durch (Versorger oder KK müssen euch die zukommen lassen sofern gewünscht) und schon sehr oft widersprechen sie sich zur Leistungsversagung.

Zum Beispiel; Der ausgehandelter Vertrag eurer Kk mit den Versorger, nicht selten trägt der Versorger von Leistungen aus den HHVG die Hauptschuld, alles unter den Motto noch mehr Gewinne zu machen, was interessiert mich der Betroffene der es ausbaden muss.
Wieder nur eine persönliche Randbemerkung.


Lg aus Berlin der Peter51 der gestern eine tolle Einschulung seines zweit jüngsten Enkel hatte und das war ein Tag den ich besonders genossen habe.
Jetzt kommt nur noch ein zweites Ziel erreichen zu dürfen, die Einschulung der jüngsten Enkeltochter in drei Jahren und mein "Hauptziel" die goldene Hochzeit in paar Jahren.
Sich Ziele setzen, verstehe ich als Kraftspender für mich kranken "Huhn", ohne wäre das Leben ohne Inhalt, lach
:winke: Soory für mein langen Text:frieden:

kein Profilfoto
Peter51

Mitglied

Antwort erstellen
19 Beiträge • Seite 2 von 21, 2


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:
Sortiere nach: