Neu hier? | schnell registrieren!

Zwang zum Hausarztprogramm? – Seite 1

Das Forum zum Erfahrungsaustausch rund um sozialrechtliche Themen, z.B. zur Schwerbehinderung, zum Bezug der Hilfsmittel, zu Zuzahlungen und vielen anderen Themen.

Hinweis: Dieses Forum ist ein Laienforum. Sofern rechtliche Themen angesprochen werden ersetzt es keine Rechtsberatung und dient nur dem Erfahrungsaustausch zwischen betroffenen Laien.
Antwort erstellen
11 Beiträge • Seite 1 von 21, 2

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von daydream » 29.04.2009, 19:53

Hallo zusammen!
Heute hat man mir bei meinem HA einen Antrag für die Teilnahme am Hausarztprogramm zur Unterschrift vorgelegt. Es hieß ich müßte das unbedingt unterschreiben, bevor ich nach Hause gehe. Zuerst war ich etwas verwundert und habe mich dann ein wenig darüber informiert.

Auf der Seite
[url=Das Hausarztprogramm]http://www.krankenkassenratgeber.de/hausarztprogramme/was-bringt-das-hausarzt-programm-dem-patie.html[/url]
stand da unter "Nachteile" folgendes zu lesen:

1. Keine freie Arztwahl: Wer sich einmal für das Programm entschieden hat, verpflichtet sich gegenüber der Krankenkasse Fachärzte nur auf Überweisung des von ihnen gewählten Hausarztes in Anspruch zu nehmen. Die Versicherten sind an die Wahl des Hausarztes mindestens ein Jahr gebunden. Ein Wechsel sollte nur aus wichtigem Grund, zum Beispiel bei einem stark gestörten Vertrauensverhältnis, erfolgen.

2. Eine Zweitmeinung bei verschiedenen Fachärzten einzuholen ist dadurch sehr schwierig. Man vertraut dem Hausarzt. Zum Teil sind in den Verträgen zwischen Arzt und Krankenkasse bestimmte Behandlungsrichtlinien vorgeschrieben, an die sich der Arzt bei der Patientenversorgung halten muss, sodass die Therapiefreiheit des behandelnden Arztes manchmal eingeschränkt sein kann.

3. Die Krankenkassen erhalten Zugriff auf Behandlungsdaten und können somit Einfluss auf Therapieentscheidungen nehmen.

4. Bei jeder Erkrankung muss immer erst der Hausarzt aufgesucht werden, dieser soll damit den Überblick über die gesamte Krankheitsgeschichte behalten. Für den Patienten bedeutet dies jedoch einen Mehraufwand. Ausgenommen sind jedoch Notfälle, sowie Augen-, Frauen- und Kinderärzte

5. Man hat nicht mehr alleinige Befugnisse über die eigenen Krankheitsdaten. Der Hausarzt ist von teilnehmenden Patienten autorisiert, Untersuchungsergebnisse und Befunddaten zu erheben und an Fachärzte weiterzureichen.

6. Nicht alle Ärzte nehmen am Hausarztprogramm teil.


Auf der Internetseite meines Arztes steht jetzt, dass er
Hausarztzentrierte Versorgung macht...

Heiß das, dass ich da mitmachen muss? Den Eindruck hatte ich wirklich... :confused:
Was bringt das dem Arzt? Außer weniger Arbeit mit der Praxisgebühr und vielleicht mehr Patientenbindung???

Hat jemand eine ähnliche Erfahrung damit gemacht?
Würde mich echt interessieren, wie ihr das sieht.

:winke: :winke: :winke:

kein Profilfoto
daydream

Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von doro » 29.04.2009, 19:58

Ups, das klingt ja Hammermäßig :shock: ,also ich bin noch nicht unter Druck gesetzt worden - Ich würde mich auch weigern,denn kein Arzt der Republik kann mich binden. ;)

kein Profilfoto
doro

ehemaliges Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von daydream » 29.04.2009, 20:33

Hi Doro,
habe heute gelesen, dass das z. Zt. nur in BW und Bayern "in Erprobung" ist...
Gibt mir schon zu denken, dass ausgerechnet mein Dok bei der "Kundenwerbung" so fleißig dabei ist.
Grüßle
Flo

kein Profilfoto
daydream

Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von hmengers » 30.04.2009, 09:54

Hallo,

LOGO! der Arzt bekommt für jeden Patienten, der am HA-Programm teilnimmt eine extra Pauschalvergütung... Aber ob die überhaupt rechtens ist, bleibt fraglich. Die Barmer mußte nach Gerichtsentscheid ihr ursprüngliches Programm einstellen.

Herbert

kein Profilfoto
hmengers

ehemaliges Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von HARRY52 » 30.04.2009, 10:25

Hallo,
ich nehme schon das 2.Jahr am hausarztzentrierten System teil und kann nichts Negatives dabei finden.
Mein Hausarzt überweist mich zu jedem Facharzt meiner Wahl und war für mich eh immer der Anlaufpunkt.
Meine Krankenkasse erlässt mir dafür die Praxisgebühr.

Harry

kein Profilfoto
HARRY52

Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von howe » 30.04.2009, 10:52

hallo daydream

auch ich nehme an diesem hausarztmodell schon seit jahren teil also ich weiß nicht was dein arzt geritten hat das er dich unter druck gesetzt hat, ich habe von meiner KK (bamer) bescheid bekommen das es so ein modell gibt mit den vorteilen und den nachteilen, dann habe ich mit meinem HA darüber geredet und nun wenn ich meine ich will zum andern arzt dann hole ich mir eine überweisung und gut ist, ich habe da noch nie probleme gehabt

sorry ich habe vergessen zu schreiben das die bamer das programm auch eingestellt hat

lg howe

kein Profilfoto
howe

ehemaliges Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von anne14 » 30.04.2009, 15:00

Halllo,
also meine Eltern haben an dem Modell auch teilgenommen. Hatten keinerlei Probleme damit. Praxisgebühr fiel weg. Die TKK hat das Modell aber Ende 2008 eingestellt.
Vlg Annette

kein Profilfoto
anne14

Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von wukasisumo » 01.05.2009, 11:15

hallo,
mir wurde das von meinem ha auch mal unter die nase gelegt.
ich habe das nicht unterschrieben, denn ich will weiterhin freie arztwahl haben und nicht erst den ha fragen, bzw da noch vorher lange in seinem wartezimmer sitzen bevor er mich dann zum facharzt schickt.
da ist mir einfach auch meine freie zeit zu schade.
geändert hat sich seither aber nichts für mich (im negativen sinne) - ich gehe hin wegen rezepte oder überweisungen und muß nicht erst noch lange rein.
bin übrigens in der aok.
lg sabine

kein Profilfoto
wukasisumo

Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von GnomeRanger » 01.05.2009, 12:03

Also ich nehm auch am Hausarztmodell teil, da ich mit meinem Hausarzt mehr als zufrieden bin und eh nur zu ihm gehe. Ich habe auch weiterhin freie Arztwahl was die Fachärzte angeht, ich muss halt nur ne Überweisung bei meinem Hausarzt holen. Ich muss nicht im Wartezimmer sitzen, ich ruf nur an und sag warum ich dahin möchte und hole meine Überweisung ab.

LG Mickey (der schon mal seine Liege im Garten aufgestellt hat...schliesslich ist das auch Arbeit)

kein Profilfoto
GnomeRanger

Mitglied

Zwang zum Hausarztprogramm?

Beitrag von Linie 22 » 01.05.2009, 12:26

Hallo,

ich kenne so ein ähnliches "KK-Patientenprogramm" von meinem Sohn. D.H.: Er hat bei seinem Facharzt für Diabetologie eine Art "Vertrag" unterzeichnet, worin er sich, als Typ I Diabetiker, bereit erklärt hat, an Seminaren, in Sachen Fortbildung über Diabetes mellitus Typ I, sowie Typ II, teilzunehmen.
Für jede nachgewiesene Teilnahme bekommt er einen saftigen Bonus von KK. :super:
Außerdem hat Bildung ja auch noch niemandem geschadet, vorallem nicht wenn es darum geht mit einer Krankheit leben zu müsssen.

Tschüüüss. maifeierlich, grüßt Silke :winke: :winke: :winke:

kein Profilfoto
Linie 22

gesperrtes Mitglied

Antwort erstellen
11 Beiträge • Seite 1 von 21, 2


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:
Sortiere nach: