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Suche alternatives Produkt für Eakin Woundpouch – Seite 1

Stellt hier eure Fragen zum Stoma und zur Stomaversorgung, zur Stoma-OP und zur Behandlung von Komplikationen.
In den drei Unterforen dreht sich alles um die drei Stomaarten Colo-, Ileo- und Urostoma und deren kontinente Varianten wie der Ileo- oder der Uro-Pouch.
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12 Beiträge • Seite 1 von 21, 2

Suche alternatives Produkt für Eakin Woundpouch

Beitrag von HeidiPower » 22.10.2016, 00:39

Hallo Zusammen,

in der letzten Zeit habe ich häufig das Problem, dass die Basisplatte "Eakin Woundpouch" nicht optimal hält. Ich benutze mehr Coloplast-Paste als sonst und Varihesive.
Etwas Anderes als den "Eakin Woundpouch" habe ich bisher nicht verwendet, da es mir so von der Stomaschwester im Krankenhaus empfohlen wurde. GHD liefert das Material an mich.
Bisher benutze ich die Größe 175 x 110 mm. Allerdings würde von der Größe der offenen Bauchwunde und der sich darin befindlichen Dünndarmfistel auch die Größe 110 x 75 mm locker ausreichen, nur leider hält diese kleinere Platte ganz schlecht. Ich traue mich in den letzten Tagen kaum aus dem Haus, weil ständig etwas passiert. Und wenn ich aus dem Haus gehe, dann nur mit Windel, damit nicht gleich alles versaut ist. Das kann's ja wohl nicht sein, oder? Das Drama belastet mich mehr als das Wissen über das mittlerweile 3. Rezidiv!
Kennt jemand dieses Produkt "Eakin Woundpouch" und hat Alternativen dazu gefunden?
Freue mich über Eure Antworten. :roseSchenken:
Liebe Grüße,
Heidi

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HeidiPower

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Beitrag von doro » 22.10.2016, 00:46

Hallo Heidi,

Ich habe von Deinem Produkt noch nie etwas gehört,aber,wenn Du damit Probleme hast ist in Deinem speziellen Fall die Stoma-Schwester die richtige Ansprechpartnerin.
Sorry wenn ich diesen eigentlich simplen Rat gebe,aber nur die ist hoffentlich so kompetent um da zu helfen.Du hast keine Stomaschwester? Dein Versorger sollte hier helfen können.

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doro

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Beitrag von Hanna70 » 22.10.2016, 10:23

Hallo Heidi,

ich fürchte, wir haben von Deinem recht speziellen Fall (hört sich für mich jedenfalls so an :oops: ) recht wenig Ahnung. Deshalb würde ich auch den gleichen Rat wie doro geben und mich an die GHD wenden. Nach meiner Erfahrung legt man dort sehr großen Wert auf gute Stomaschwestern. Ruf dort an und sprich das Thema gleich an, man wird Dir jemand nach Hause schicken.

LG Rosi

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Hanna70

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Beitrag von Witch » 22.10.2016, 16:03

Hallo,

ich befürchte, dass auch die NaCl-Lösung zum Spülen selbst bezahlt werden muss.

Leider werden dafür, nach meiner Erfahrung, die Kosten von der GKV nicht getragen.

LG Witch

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Witch

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Beitrag von HeidiPower » 22.10.2016, 20:55

Hallo Ihr Lieben,
ich dachte mir schon, dass ich irgendwie ein spezieller Fall bin. :aah: Aber ich will ja nichts unversucht lassen und daher habe ich mich auch an Euch gewandt. Ihr scheint ein lieber Haufen zu sein und ich bin bin froh, dass ich hier sein kann. Auch wenn ihr mir in dem Fall vielleicht keinen wirklichen Rat geben könnt, danke ich Euch trotzdem. Manchmal hilfts ja schon, wenn man sich den Scheiß mal von der Seele reden kann. Ich habe zwar auch eine supertolle Psychoonkologin, aber ihr habt Recht, ich sollte bei der Stomaschwester Alternativen erfragen.
Herzlichen Dank und Euch ein erholsames Wochenende wünscht,

Heidi :gut:

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HeidiPower

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Beitrag von Trudi » 22.10.2016, 21:30

Heilt denn die Wunde gar nicht? :troesten: :troesten: :troesten:

Bei mir haben sie eine Vac-Pumpe von Smith&Nephew drangehängt, weil meine Wundheilungsstörung tief und nur sehr langsam heilend war!

Wäre das eine Alternative?
Aber auch andere Firmen haben solche Wundversorgungen!
Smith&Nephew
Coloplast
BBraun
ForLife
Ruf mal die Hersteller an, die sind echt lieb und schon die Telefonperlen bemühen sich sehr!

Alles Gute!

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Trudi

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Beitrag von HeidiPower » 23.10.2016, 22:44

Hallo Trudi,
die Wunde ist seit der letzten OP am 10.6. offen, aber schon viel viel kleiner geworden. Durch viele OPs und Bestrahlungen traten bei der OP am 30.05. Komplikationen auf. Die Ärzte wollten ein Rezidiv raußoperieren und noch bevor sie da rangekommen sind, haben sie mir aufgrund der vielen Verwachsungen 5 x den Dünndarm perforiert. 2 Tage später wurde ich notoperiert, weil die Nähte nicht gehalten haben und da hat man den Bauch offen gelassen. Am 10.6. gingen die Nähte dann erneut auf. Die Ärzte haben im Juni gesagt, dass es mindestens 4 - 6 Monate dauert, bis die Wunde zugeht, das war aber die Prognose bevor sich die Fisteln dazugesellt haben. Seit 2.7. sind in der Bauchwunde 2 Dünndarmfisteln aufgetaucht. Eine davon ist mittlerweile zu. :D
Dafür ist die andere umso fleißiger und hindert glaube ich die Wunde eben an der Stelle davon,
zuzuheilen. Die Ärzte sind mit dem Aussehen der Wunde an sich sehr zufrieden. Sie sagen, man würde sehen, dass ich viel Eiweiß esse, was für die Wundheilung top sei - auch der Wundgrund sieht gut aus. Nur eben die Wundränder sehen oft total rot und zerfleddert aus....
Danke für den Tipp mit den anderen Herstellern. Ich werde die mal abtelefonieren und Probematerial anfordern. Vielleicht beauftrage ich auch GHD damit...

Merci vielmals.
Liebe Grüße,
Heidi

:winke:

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HeidiPower

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Beitrag von Marly » 02.11.2016, 15:28

Hallo Heidi,

ich hab auch einen Wund- und Fistelbeutel von Eakin, 245x160, mit diesem "Behandlungsfenster". Auch hab ich in der noch offenen Bauchwunde Fisteln, von denen mindestens eine aus dem Dünndarm fördert. Meines Wissens nach gibt es keine besseren Systeme als die wohl relativ neuen von Eakin, ich vermute eher, dass der kleinere Beutel, den du jetzt benutzt, einfach nicht mehr genügend Klebefläche hat. Mit dem größeren ging es besser?

Grundsätzlich halten die Beutel eben nur wenige Tage, meiner wird jetzt täglich gewechselt, daher hab ich zumindest die Sicherheit, dass er nicht ständig an den Rändern kaputtgeht. Für die Wundränder empfehl ich dir ein Hautschutzspray, ich nehm Cavilon von 3M, ist teuer und wird von der Kasse nicht bezahlt, aber hilft enorm. Ohne Pflasterlösespray wäre das Wechseln auch unerträglich (das von Eakin ist das beste, aber auch das teuerste...).

Bin neu hier und erzähl meine Geschichte der üblen letzten vier Monate demnächst mal.

Marly

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Marly

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Beitrag von HeidiPower » 03.11.2016, 22:12

Liebe Marly,
schön, dass Du mich gefunden und angeschrieben hast.

Du hast Recht. Mit dem kleineren Beutel ist leider auch die Klebefläche um ein vielfaches kleiner.
Daher benutze ich jetzt eben wieder den größeren Beutel. Ich habe versucht, über diverse Hersteller Alternativen zu finden, aber es scheint tatsächlich nichts zu geben.

Anstatt dem Cavilon nehme ich den Cutimed Protect 3 ml Hautschutzlolli und komme damit ganz gut zurecht, wenn der Stuhl nicht gerade zu flüssig ist und die Platte unterläuft.
Heute morgen bin ich mit einer Sauerei im Bett aufgewacht, aber ich bin selbst schuld. Hatte gestern schon tagsüber ein etwas "mulmiges Gefühl". Normalerweise gehe ich an solchen Tagen dann mit einer Windel ins Bett, aber gestern war ich einfach zu müde. Neuerdings schütze ich aber meine Haut um die Wunde herum auch mit den Hautschutzplatten von Eakin. Damit läuft's richtig gut und ich hatte tagsüber fast keine Unfälle mehr.

Bin gespannt, was für eine Geschichte bei Dir dahintersteckt und freue mich über einen regen Austausch mit Dir. Bis jetzt hatte ich das Gefühl, dass die meisten hier mit echten Stomas zu tun haben. Die Versorgung ist zwar ähnlich, aber dann doch wieder anders.....

Du musst täglich wechseln? Das ist krass. Ich kann die Platte mittlerweile 2 - 3 Tage drauflassen und bin darüber enorm froh!

So, meine Liebe. Ich wünsche Dir was!
Viele Grüße,
Heidi :roseSchenken:

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HeidiPower

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Beitrag von Marly » 04.11.2016, 14:06

Liebe Heidi,

deine Wunde scheint ja auch schon um einiges kleiner geworden zu sein, schön. Wo sitzt sie? Meine ist um den (ehemaligen) Bauchnabel herum, zur Zeit ca. 10x13cm groß. Blöderweise ist jetzt ein Stück daneben aus einer ehemaligen Drainage-Öffnung noch eine neue Fistel gewachsen, so dass ich immernoch auf den großen Beutel angewiesen bin.

Festen Stuhlgang habe ich garnicht, da ich auch nur wenig essen kann. Bekomme parentale Ernährung über einen Port, da die eine Fistel wohl sehr hoch liegt und daher ein Kurzdarmsyndrom entstanden ist. In dem Beutel ist meistens nur Flüssigkeit, daher werden eben auch schnell die Ränder unterspült. Da ich noch bettlägerig bin, lieg ich dann in der Soße bis der Pflegedienst kommen kann, nicht so dolle, daher vorsorglich das tägliche Wechseln.

Ja, es scheint keine Alternative zu Eakin zu geben derzeit. Vor den Fisteln hatte ich auch mal einen VAC-Verband, aber der funktioniert mit den Fisteln nicht mehr.

Es fällt mir zur Zeit noch etwas schwer, über all das zu sprechen. Die Zeit ab Anfang Juli war ein Albtraum, bin auch erst seit drei Wochen wieder aus dem Krankenhaus raus. Der 19seitige Entlassungsbrief liest sich laut meinem Pflegedienst besser als jeder Krimi, habe wohl so ziemlich alle Komplikationen mitgenommen die es gibt. Ich selbst hab den Bericht noch nicht angesehen, eins nach dem anderen.

Ist bei dir schon eine Verschliessung vom Bauch geplant, oder garnicht vorgesehen? Ich hab deine Vorgeschichte noch nicht gelesen, entschuldige, wenn ich Sachen frag die schon irgendwo stehen.

Soweit erstmal,
liebe Grüße,
Marly

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Marly

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