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Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten – Seite 1

News und wichtige Mitteilungen des Moderations-Teams und der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V.
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14 Beiträge • Seite 1 von 21, 2

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von Webkänguru » 09.05.2016, 06:45

Hallo,

habt ihr das auch schon einmal erlebt? Euer Arzt verschreibt euch ein neues Medikament, ihr nehmt die neue Tablette ein und findet sie wenige Stunden später in eurem Stomabeutel wieder? Oder habt ihr den Eindruck, dass eure Medikamente seit der Stoma-Operation nicht mehr so gut wirken?

Es ist gar nicht so selten, dass die bisher eingenommenen Medikamente nach einer Stoma-Operation umgestellt werden müssen. Denn sie werden in einem Darm-Abschnitt aufgenommen, der durch die Stoma-Anlage gar nicht mehr erreicht wird. Ein Problem, dass auch vielen Ärzten nicht immer bewusst ist und oft erst spät auffällt. Und ein Problem, das bislang wenig untersucht ist.

Die Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. unterstützt eine Doktor-Arbeit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die genau dieses Problem untersucht:

Sehr geehrte Stomaträgerin, sehr geehrter Stomaträger,

im Rahmen meiner Forschungsarbeit zum Thema "Untersuchung des Einflusses des Klinischen Pharmazeuten bei der Betreuung von Stomapatienten zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit“ möchte ich Ihnen ein paar Fragen zu Ihrer medikamentösen Therapie stellen.

Die Teilnahme an dieser Befragung trägt dazu bei, Probleme bezüglich der Arzneimitteltherapie zu erfassen, zu analysieren und zu lösen. Sie geben uns wichtige Informationen darüber, wo Probleme liegen, wo bereits erste Lösungsansätze bestehen und wo Dinge verbessert werden können.

Eine Teilnahme von Angehörigen, Bekannten oder Freunden von Stomaträgern ist selbstverständlich auch möglich.

gez. Apothekerin Annika van der Linde


Bitte unterstützt diese wichtige Forschungsarbeit und nehmt an der Online-Umfrage teil, hier der Link:

http://befragungen.stoma-welt.de/index. ... 11/lang-de

Viele Dank :-)


Grüße,
Christian

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Webkänguru

Moderator

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von doro » 09.05.2016, 20:11

Toll,endlich interessiert es,das einige Medis im Beutel landen.Bereits im Nachbarkanal erledigt. :gut:

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doro

Mitglied

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von Melli » 10.05.2016, 04:04

Hallo zusammen!

Das Thema ist sehr interessant, dennoch habe ich meine Beantwortung abgebrochen, da ich viel zu selten Tabletten nehme und mir die Fragestellung nicht wirklich passend erschien. Die Tabletten gehen bei mir deshalb schneller durch, weil ich keinen Dickdarm habe, nicht, weil ich ein Stoma habe. Die Fragestellungen sind aber immer pauschal mit "Stomaanlage" gestellt.
Abgesehen von der Umfrage hat bei mir bislang jeder Arzt, vom Gyn bis zum Allgemeinarzt, gewusst, dass man beobachten muss, ob die Tabletten zu schnell wieder raus rutschen könnten.

Viele Grüße
Melli

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Melli

Moderatorin

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von Häslein » 10.05.2016, 08:20

Die Umfrage ist mMn wenig zielführend.

Ohne Differenzierung ist sie quasi wertlos. Was will man denn hier draus machen? Ich erwarte von einer Apothekrin da mehr. Es wird, wie fast immer, pauschalisiert.

Wie Melli bereits anmerkt, hat das alles mit einem Stoma nichts zu tun. Auf die fehlenden Darmabschnitte, die hier - wesentlich - sind, geht die Fragestellerin absolut unzureichend ein bzw nur am Schluss der Umfrage und das sehr grob.

Außerdem hat der Gesunde auch mal "Tabletten" im Stuhl - nicht selten wird die Hülse wieder ausgeschieden, weil es da nix zu verdauen gibt. :DD Trotzdem wurde der Wirkstoff gut aufgenommen.

Weiterhin muss man die Grunderkrankung berücksichtigen, weil diese an sich bereits eine schnellere Peristaltik, Durchfälle mit sich bringen kann und es dann mit der Resorbtion auch nicht mehr weit her ist. Wann tritt das Problem auf? Ist der Darm dann akut entzündet? Usw

Ein Stoma an sich verändert bei oraler Medikation ja gar nichts, siehe Mellis Antwort!

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Häslein

Mitglied

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von Renni » 10.05.2016, 13:02

Hallo Ihr Lieben,
der Blutdrucksenker löst sich im Magen auf. Andere Medikamente sind flüssig. Meine Hausärztin achtet darauf. Ich habe den Fragebogen mit Erfolg ausgefüllt.
Liebe Grüsse Renate

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Renni

Ansprechpartnerin des Stoma-Treff Hamburg-Nord und Hamburg-West

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von doro » 10.05.2016, 14:13

Mein Blutdruck-Senker löst sich auch auf. Wie eigentlich alle Tabletten,die auch im Wasser zerfallen.Ein Test gibt hier ziemlich genau Gewissheit.Sogar meine Ferro Dinger gegen Eisenmangel lösen sich auf,denn der tiefschwarze Stuhl :aah: gibt darüber Gewissheit.
Medikamente die sich augenscheinlich nicht aufgelöst haben,sind oft so weich wie Löschpapier.Also Wirkstoff verdaut,nur der äussere Schein, die Umhüllung, darf entsorgt werden.
Wer glaubt,Medikamente gehen raus so wie eingenommen, sollte sich wirklich die Mühe machen und so ein Teil aus dem Beutel oder dem Becken angeln und genauer unter die Lupe nehmen.
Keinesfalls, vorsorglich zermörsern und dann schlucken, GEFÄHRlich :krank:

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doro

Mitglied

Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von Hanna70 » 10.05.2016, 15:21

Ich denke, es geht in der Studie vor allem um die bessere Beratung durch die Apotheker und deshalb finde ich den Ansatz eigentlich ganz gut.

Der Apotheker sollte schon über Stoma bzw. die Grunderkrankung seiner "Dauerkunden" Bescheid wissen. Aber er muss nicht jedes Detail wissen, das ist Sache des Arztes.

Zwischen Apotheker und Patienten sollte zumindest im Ansatz ein ähnliches Vertrauensverhältnis bestehen wie zwischen Arzt und Patienten. Deshalb würde ich meine Grundmedikation niemals im Vorbeigehen in irgendeiner Apotheke am Wegesrand holen.

Als mir meine Ernährungsärztin Tinctura OPII empfohlen hatte, war ich zunächst skeptisch und habe meinen Apotheker danach gefragt. Ich war damit für ihn die erste Patientin und er hatte bis dahin noch keine Erfahrungen gemacht. Prompt hat er recherchiert und schickte am nächsten Tag seine Ergebnisse sowohl an mich als auch an meinen HA. Da fühlt man sich doch wirklich mal gut aufgehoben! :super:

Habe ich mit einem neu verordneten Medikament ein Problem bzgl. Nebenwirkungen, spreche ich zuerst mit ihm darüber und lasse mir ggf. Alternativen vorschlagen, die ich danach mit meinem Arzt bespreche.

LG Rosi

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Hanna70

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Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von fluse » 10.05.2016, 19:51

Ich finde, dass die Resorbtion von Medi durchaus durch ein (Ileo)-Stoma verändert ist. Bei mir ist die Passage sehr viel schneller und Medis, die zuvor einen Spiegel gebildet haben funktionieren so gar nicht mehr. Und ich erlebe auch, dass Ärzte da überhaupt nicht dran denken. Wenn ich zum Beispiel ein Medikament früh morgens nüchtern einnehmen soll oder z.B ein Schmerzmittel in der Nacht, habe ich es schon völlig unverändert auf meinem Stoma sitzen gehabt (Targin z.B) - davon hatte ich sogar schon mal ein handyfoto . Antihistaminika z.B., die früher 1x abends eingenommen wurden, muss ich jetzt 2-3x am Tag nehmen - die eigentlich gute Wirksamkeit ist im Lauf des Nachmittags vorbei. Aber die Problematik ist sicher bei einem colostoma eher nicht gegeben. Fluse

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fluse

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Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von fluse » 10.05.2016, 19:57

Ps. Mein Apotheker weiss auch um meine Erkrankung und mein Stoma und sehr engagiert wenn ich Fragen habe.

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fluse

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Umfrage: Arzneimitteltherapie bei Stomapatienten

Beitrag von Börny » 11.05.2016, 06:20

Erfolgreich teilgenommen......

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Börny

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