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Am Boden zerstört – Seite 1

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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23 Beiträge • Seite 1 von 31, 2, 3

Am Boden zerstört

Beitrag von Kienante » 29.03.2018, 18:44

Hallo Ihr Lieben :winke:

Der Termin steht, 04.04. soll es losgehen - Schlachtfest ....... :cry:

Gestern war ich nun zu den Vorbereitungen wie CT, Blutentnahme, Gespräch mit Narkosearzt - eben das ganze Programm - im Krankenhaus und was mir ERST DA gesagt wurde, hat mir erstmal den Boden unter den Füßen weggezogen :

Hatte ich mich gerade erst an den Gedanken gewöhnt, dass das Thema Bauch auch nach dieser OP von ca. 5 Stunden mit 3 Chirurgen noch nicht erledigt sein und die Netzeinlage wegen der Riesenhernie erst in weiteren OP gemacht wird (siehe auch mein letzter Post), so habe ich erst gestern erfahren, dass ich diesmal noch nicht einmal damit rechnen kann, hinterher kein Stoma mehr zu haben -
die Messerwetzer entscheiden erst während der OP, ob mir statt des Kolostomas ein doppelläufiges Ileostoma auf der anderen Seite gelegt wird, welches dann mindestens 3 Monate verbleiben soll, bis der neu angeschlossene "Auspuff" verheilt ist und erst dann in einer WEITEREN OP zurückverlegt werden kann. In einer dritten OP soll dann das Netz eingebracht werden - das heisst, zusammen mit den wegen meiner anderen Baustellen geplanten 4 OPs darf ich dann also 7 x unters Messer :cry: :cry: :cry:
Ich hatte das erst noch so verstanden, dass die Chirurgen mir das mit dem Ileostoma eben sagen müssen, weil es passieren KÖNNTE, auf meine vorsichtige Nachfrage, wie wahrscheinlich das denn ist, erhielt ich die Antwort :
"Die Chancen stehen 50 zu 50" :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:

Ich war und bin total geschockt, denn DAS bei den zwei Gesprächen davor keiner der Ärzte auch nur ERWÄHNT :o :o - genau so wenig wie die Tatsache, dass die beiden Darmenden nicht nur zusammengenäht werden, sondern ein Verbindungsstück aus Titan eingesetzt wird, welches auch dauerhaft da bleibt, aber na gut, damit kann ich leben ;)

Nun heule ich mir seit gestern die Augen aus dem Kopf, ich habe sowieso solche Angst, habe mir aber bis gestern gesagt, dass ich ja weiß, warum ich das mache - und jetzt DAS......

Hat einer von Euch vielleicht ähnliche Erfahrungen ?

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Kienante

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Am Boden zerstört

Beitrag von haschel » 30.03.2018, 12:56

Hey, ja, da kommt was auf dich zu, aber das schaffst du. Das Entlastungsstoma ist fast die sicherere Variante. Komplikationen wegen undichter Anastomose oder noch nicht verheilter Naht sind weitaus schlimmer. Die drei Monate gehen schnell ins Land und die RV eines Ileostomas ist OPtechnisch wirklich kein Ding, darüber mache dir keine Sorgen!

Schöne Ostern trotzdem!

haschel grüßt :winke:

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haschel

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Am Boden zerstört

Beitrag von Peter51 » 30.03.2018, 14:53

Hallo Kienante,
Du schreibst "locker vom Hocker "und das ist doch gut so.
Wir wissen doch alle, dass die Chirurgen mit allen eventuell auftretenden Folgen, eines operativen Eingriff, sich rechtlich absichern müssen.
Wichtig ist doch, du brauchst diese Operationen und da zählt doch nur das notwendige Vertrauen zu deinen Ärzten.
Ja sicher möchten wir als Betroffener, mit so wenig wie möglich operativen belastet werden.
Keine Frage, nur du weißt, wie du unter den jetzigen Umständen zu leiden hast.
Die Risiken einer OP sollte man immer im Verhältnis zum erwarteten Nutzen bewerten.
Bevor es zu Notoperationen kommen könnte, ziehe ich persönlich geplante, kontrollierte Operation vor.
Ich wünsche Dir sehr gute Chirurgen an deiner Seite und ich persönlich würde bei absoluten Vertrauen zu meinen Ärzten, die Notwendigkeit nicht in Frage stellen.
Denke mal darüber bitte nach, ob meine persönlichen gemachten Erfahrungen, dass Vertrauen zu seinen Ärzten gerecht so bewerte.
Alles gute für dich und natürlich wirst du das im Interesse deiner Gesundheit schaffen, aber Hallo......

Schönes Osterfest für alle die interessiert drin Beitrag lesen.

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Peter51

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Am Boden zerstört

Beitrag von doro » 30.03.2018, 20:36

Hallo Kienante,

na klar,das haut im ersten Moment in die Kniekehle,denn schöner wäre es ja wirklich,wenn diese Geschichten ratz fatz über die Bühne gehen.
Nur,so ganz jugendlich sind wir alle nicht mehr und die Operationen die Dir bevor stehen sind wahrscheinlich im Einzelnen doch besser zu verkraften als am Stück.
Dazu ist es häufig so,das man wohl wirklich erst schauen muss wie so die „innerliche Lage“ist,bevor Entscheidungen getroffen werden.
Wie groß wäre Deine Entäuschung,wenn Du frohen Mutes in eine der Oerationen gehst und anschließend muss man Dir sagen..April April.
Gehe mit Optimismus am 04.04. on die Operation.Unter Umständen kann man Dir danach schon einiges mehr sagen.
Ich wünsche Dir,das es nur positive Dinge sind. :gut:

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doro

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Am Boden zerstört

Beitrag von Kienante » 31.03.2018, 13:42

Ich danke Euch für die aufmunternden Antworten, Ihr macht mir wirklich Mut :roseSchenken:

@haschel :
Du hast natürlich vollkommen Recht : "Komplikationen wegen undichter Anastomose oder noch nicht verheilter Naht sind weitaus schlimmer" - darüber hatte ich in meiner Panik so noch gar nicht nachgedacht....... Danke, dass Du mir die Scheuklappen abgenommen und meine Perspektive erweitert hast :roseSchenken:


@Peter51 :
Auch Du hast natürlich Recht : "Wichtig ist doch, du brauchst diese Operationen und da zählt doch nur das notwendige Vertrauen zu deinen Ärzten" - das habe ich zu 100 %, denn es ist dasselbe Team, das mir nach dem Darmdurchbruch unter schwierigsten Umständen das Colostoma gelegt, mich wieder hinbekommen und mir das Leben gerettet hat. Danke, dass Du mich daran erinnert hast, dass ich Vertrauen haben kann, denn das mindert ein bisschen meine Angst :roseSchenken:


@doro :
Auch Dir gebe ich absolut Recht : "so ganz jugendlich sind wir alle nicht mehr und die Operationen die Dir bevor stehen sind wahrscheinlich im Einzelnen doch besser zu verkraften als am Stück." -
allerdings habe ich in den letzten 20 Monaten 82 kg alleine ohne irgendwelche Magen-OPs, Ernährungsberatung o.ä., sondern nur mit streng reduzierter Kalorienaufnahme, Disziplin und eisernem Willen abgenommen, wodurch der Körper ohnehin schon ziemlich belastet wurde und trotz des niedrigeren Gewichts etwas "angeschlagen" ist - deshalb auch meine Angst, dass er den weiteren Belastungen durch viele OPs und den damit verbundenen Narkosen irgendwann nicht mehr gewachsen ist....... :cry:
"Wie groß wäre Deine Enttäuschung,wenn Du frohen Mutes in eine der Operationen gehst und anschließend muss man Dir sagen..April April." - stimmt, also werde ich mir Deinen Rat zu Herzen nehmen und versuchen, mit Optimismus an die Sache heranzugehen und danke Dir für Deine lieben Worte :roseSchenken:


Alles in allem werde ich ja ohnehin nicht um die Sache herumkommen, deshalb habe ich auf die Frage des Anästhesisten, ob ich am Morgen der OP etwas zur Beruhigung haben möchte mit "Unbedingt, sonst überlege ich es mir in der letzten Minute noch anders !" geantwortet, was mein Sohn, der bei dem Gespräch dabei war, mit den Worten kommentierte "Die bringt das und haut noch aus dem OP ab......" :D :D
Daraufhin meinte der Doc "Dann gebe ich Ihnen vorher etwas, dass Sie nicht mehr abhauen KÖNNEN" - genau SO will ich das haben :-P :-P

Denkt also bitte an mich, ich werde mich wieder melden, wenn alles soweit überstanden ist - das ist eine DROHUNG :D :-P

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Kienante

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Beitrag von doro » 31.03.2018, 18:48

habe ich in den letzten 20 Monaten 82 kg alleine ohne irgendwelche Magen-OPs

:aah: alle Achtung,das sind 382 Stücke Butter :super: dreihundertzweinudachtzig :ichKannsNichtGlauben:
wer das schafft,schafft jeden Operateur :DD
Wie auch immer,ich wünsche Dir recht viel Glück.

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doro

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Beitrag von Kienante » 01.04.2018, 10:22

@doro :
":aah: alle Achtung,das sind 382 Stücke Butter :super: dreihundertzweinudachtzig :ichKannsNichtGlauben: "

So habe ich das noch gar nicht gesehen :D :dankeDir:

Nach meiner Rechnung sind das zwar nur 328 Stücke, aber an der Differenz arbeite ich noch - 16 Kilo will ich noch, dann sind es 392 :-P


Hier ist jetzt die nächste Katastrophe passiert :
Gestern Abend hat der Darmkrebs meinen Schwiegervater besiegt - er hatte erst noch vor wenigen Monaten ein Stoma bekommen :cry: :cry: :cry:

Wir hatten den OP-Termin extra so gelegt, dass der Vater meines Sohnes dann Urlaub hat, damit er sich um unseren Sohn (Asperger-Autist) kümmern kann, wenn ich im Krankenhaus bin, jetzt muss er nachhause fahren - 400 km weit weg - und ich weiß nicht, wie ich das alles bis morgen organisieren soll :( , denn schon morgen soll ich zur Vorbereitung für die Coloskopie antreten, die für Dienstag geplant ist, Mittwoch dann der OP-Termin....... :o

Ich frage mich, ob das jetzt ein Zeichen sein soll, auf jeden Fall bleibt es weiterhin schwierig :(

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Kienante

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Beitrag von doro » 01.04.2018, 12:39

nur 328 Stücke,

Bei mir auch. Verdreher :winke:

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doro

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Beitrag von Frederica » 01.04.2018, 16:49

Liebe Kienante,
ich wünsche Dir, dass Du alles auf die Reihe bekommst und alles so klappt wie geplant.
Ganz fest drücke ich die Daumen :troesten:

:winke:

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Frederica

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Beitrag von Kienante » 01.04.2018, 19:34

Dankeschön :roseSchenken:

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