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Ileostoma RV 19.11.13 - Endergebnis anale Irrigation – Seite 1

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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14 Beiträge • Seite 1 von 21, 2

Ileostoma RV 19.11.13 - Endergebnis anale Irrigation

Beitrag von haschel » 25.01.2018, 18:16

Eigentlich wollte ich den Titel in meinem ursprünglichen Bericht dauerhaft ändern, so wie oben, aber das geht wohl nicht. Damit es auch die erreicht, die nach analer Irrigation schauen. Hier also der Link zum Ursprungsbeitrag

https://www.stoma-forum.de/die-ruckverlegung/ileostoma-ruckverlegung-19-11-13-t25889.html

haschel grüßt :winke:

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Ileostoma RV 19.11.13 - Endergebnis anale Irrigation

Beitrag von Geli61 » 27.01.2018, 10:54

Hallo Haschel,
ich habe ziemlich das Gleiche wie Du, nur meine Anastomose liegt direkt auf dem Schliessmuskel, ich wurde intersphinktär operiert.
Im September 17 war meine Rückverlegung und seitdem lese ich in Deinem Beitrag , um mir sehr wertvolle Tipps zu holen.
Ich habe mich vor kurzem auch mit dem Gedanken der Irrigation befasst, da bei mir das Problem nicht vorhandenen Vorwarnzeit trotz mehr Immodium nicht in den Griff zu kriegen ist und mich diese Unsicherheit langsam fertig macht.
Ich ( und sicher andere auch) wäre daher froh, wenn Du Deine Erfahrungen mit der Irrigation weiter mit uns teilst.
Wie lange hat man nach einer Irrigation denn Ruhe, stimmt das mit den 24 Stunden. Und heisst Ruhe wirklich Ruhe, oder kommt da nicht noch immer wieder was von dem Wasser, dass man in den Darm pumpt, wieder raus, so dass man eine Vorlage braucht?(Hab ich wo gelesen)
Wenn du schreibst, Du brauchst eine Viertelstunde, ist da gemeint, von Beginn mit Herrichten bis Ende der Darmentleerung? Das wäre ja toll, weil ich habe ja in der Früh mehr Zeitaufwand, bis mein Darm einigermassen leer ist.
Wäre toll, wenn Du diese Dinge für mich klarer machen könntest, gerne auch per PN.
Nochmals vielen Dank für Deinen Beitrag, der mir über eine sehr schwierige Zeit hinweggeholfen hat.

Liebe Grüße
Geli 61 :roseSchenken: :winke:

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Ileostoma RV 19.11.13 - Endergebnis anale Irrigation

Beitrag von haschel » 27.01.2018, 12:20

Hallo Geli :winke:

deine OP und RV ist aus meiner Sicht lange genug her, um zu irrigieren. Frag aber vorher nochmal deinen Gastro (den Arzt der bei dir spiegelt) und lasse durchaus kurz ins Rektum schauen.

Zur "Prozedur" als solches, ich bin super zufrieden. Nein, es kommt 24 Stunden NICHTS auch kein Wasser oder Blähungen und es gibt auch keinen Schließmuskeldruck, wie sonst. Es ist wie früher, man muss das erst mal realisieren.

Das Herrichten ist schnell gemacht, ich rate dir dann auch unbedingt zu dem Peristeen System, da sind die Katheter schon beschichtet, und es sind 1x Katheter. Ich habe das Paket komplett (Komplettsystem mit 6 x 15 Rektalkathetern) bekommen für 90 Tage, danach wird es wieder rezeptiert. Sind Hilfsmittel, die das Budget deines Arztes nicht belasten. Setze dich am besten mit publicare in Verbindung, die leiten dich auch gerne an. Sprich am besten auch selber mit der Krankenkasse, die werden aber keine Probleme machen, denn die Diagnose ist ja klar.

Der Zeitaufwand ist wirklich nicht hoch. Wenn du das Wasser intus hast, einfach auf der Toilette warten...das geht recht schnell, dann noch sitzen bleiben, das merkst du aber...Ihc bin nicht so sehr geduldig, deshalb mache ich das alles so schnell es eben geht. Aber tu dir die Ruhe an, rechne dann mal eine halbe Stunde dafür ein, damit du keinen Zeitstress hast. Das mag der Darm nicht.

Nein, ich benutze keine Vorlage mehr. Das Wasser kommt innerhalb dieser halben Stunde raus. Was eben auch gut ist, dass ich keinerlei Medis mehr nehme, also das Loperamid auch weggefallen ist, was sicher auch gut ist.

Keine Sorge, du kannst so oft mit Wasser spülen (wenn du denn spülen darfst - die Anastomose muss "passen") wie du willst. Ich werde sogar im Urlaub (da esse ich imer viel zu viel und zu ganz anderen Zeiten) sowohl nach dem Frühstück, als auch nach dem Abendessen (bevor es auf die Rolle geht :D ) spülen, damit ich auch sicher bin...

Hab das jetzt nicht per PN gemacht, da es vielleicht für viele andere auch interessant ist, aber du kannst mich natürlich auch per PN noch alles das fragen, was du möchtest.

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Beitrag von haschel » 21.02.2018, 12:36

Kurzes Feedback von mir nach einem guten Monat mit der Spülung

Nach wie vor keine Medis, keine Vorlagen oder Windeln. Insgesamt 3 x kam am Nachmittag noch etwas. Ich kann es aber eindeutig daran festmachen, dass beim Spülen die eigentliche Peristaltik des Darms nicht richtig in Gang kam, es kam mit dem Wasser Stuhl raus, aber die Wellenbewegung fehlte weitestgehend. Eventuell war es zuviel Wasser, denn ich habe festgestellt, dass bei mir das beste Ergebnis mit 500 ml entsteht. Das zuviel geht in höhere Gefilde und erreicht dann einen späteren Ausritt :-). Ich lerne ja auch erst meine Körper dahingehend kennen, aber wenn es nochmals so ist, dass ich keine ordentliche Persitaltik bekomme, werde ich den Spülvorgang gleich nochmal wiederholen. Ist zwar blöd, aber mir ist die Sicherheit einfach wichtiger.

Insgesamt bin ich nach wie vor begeistert. Weiß schon gar nicht mehr, wie es vorher war. Verdrängernatur. :D Jeder, der meinen ursprünglichen Bericht nach RV verfolgt hat und auch selber möglicherweise in ähnlicher Situation steckt, weiß, dass es all die Jahre nur darum ging, einen Weg zu finden, die Entleerung zu bestimmen, die Kontinenz zu erhalten, frei zu sein, leben zu können, rauszugehen, wann man will. Das war bestimmendes Thema und Fakt war, dass sich alles nur um die Toilette drehte. Jeder Termin, jeder Spaziergang musst sich danach richten...Und das,obwohl ich im Grunde vergleichweise gut dran war. Wenig Stuhlgänge und selten Unfälle. ABER es gab sie und im Kopf drehte sich alles nur darum...

Das ist jetzt Geschichte und ich bin sau glücklich darüber!

Ich würde mich über Tipps von erfahreren "Irrigatoren" aber sehr freuen! Bitte fleißig posten oder PN!!!

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Beitrag von doro » 21.02.2018, 14:05

Es macht froh,dann und wann :DD gute Nachrichten von zufriedenen Menschen zu lesen. :super:

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Beitrag von haschel » 20.04.2018, 17:09

Feedback nach 3 Monaten bei täglicher Anwendung peristeen

Es gibt nicht viel zu sagen. Es ist der Hammer, keinerlei Probleme mehr. Keine Unfälle, kein Druck auf den Schließmuskel, keine Vorlagen und kein Überdenken von Rausgehen :D Ich werde mich hüten, auch nur einen einzigen Tag verstreichen zu lassen, an dem ich NICHT spüle :) Wie einfach es doch sein kann!

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Beitrag von haschel » 19.07.2018, 11:22

Nach über einem halben Jahr analer Irrigation

Alles gut! Nichts Neues, keine Unfälle, denke überhaupt nicht mehr dran. Lebe wie vor meiner Erkrankung, keine Bedenken rauszugehen, kein Gedanke daran und auch keine Druckschmerzen mehr.

Einmal am Tag spüle ich, das ist schon ein "gutes" Event geworden. Andere sitzen länger auf der Schüssel :D Die Wassermenge (ca 600 ml) ist innerhalb max 60 Sekunden drin, davon sind auch nur die ersten Sekunden etwas unangenehm, bis das Wasser weiter hoch fließt, also kein Ding. Danach ziehe ich den Stöpsel und kann zur Not sogar ans Fenster ein Paket annehmen (wenns nicht lange dauert :aah:). Dann sitze ich das "gemütlich" aus beim Lesen. PERFEKT. Danach gibt es eine kurze Zeit etwas "Nachdruck", aber überhaupt nicht so schlimm wie vorher und auch nicht sehr lange. Basta.

Ich bin nur noch selten mal hier, aber lese hin und wieder mit. Meine Erkrankung ist 5 Jahre zurückliegend, die letzten Vorsorgeuntersuchen incl. Darmspiegelung sind gelaufen und alles ist ok. Ich bin sooooooooooooo froh und dankbar :roseSchenken: für mein schönes Leben :roseSchenken:

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Beitrag von doro » 19.07.2018, 12:07

Möge es so bleiben :super:

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Beitrag von Geli61 » 20.07.2018, 09:58

Ich mache jetzt auch die anale Irrigation, seit ca. 3 Monaten.
Da ich aber zuhause arbeite und im Großen und ganzen einigermassen zurechtkomme,
irrigiere ich nur bei Bedarf, wenn ich was vorhabe.
Es haut trotzdem ganz gut hin, nach einer halben Stunde ist alles erledigt. Und es ist wie bei Haschel, ich hab dann über den Tag Ruhe.
Ich habe allerdings ein anderes Problem:
Ich habe keine Gallenblase mehr und hatte vor meiner Enddarmoperation keinerlei Probleme.
Jetzt ist es allerdings so, dass ich, sobald ich etwas paniertes, mit öl gebratenes oder Tomaten esse, nach ca. 1 Stunde Durchfall bekomme. Da Durchfall ohne Enddarm eine Katastrophe ist, wäre ich dankbar, wenn vielleicht jemanden etwas zur Lösung meines Problems einfallen würde.

Liebe Grüße

Geli 61

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Beitrag von doro » 20.07.2018, 10:15

Hallo geli,

hast Du mit Deinem Arzt gesprochen? Nach meiner Erinnerung gibt es dagegen ein Medikament,der Name ist mir leider entfallen.
Ich habe auch keine Gallenblase mehr aber GsD keine Probleme damit,eher mit Fettstuhl,aber das ist das Produkt der gekappten Bauchspeicheldrüse.

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