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Rückverlagerung Colostoma – Seite 1

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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17 Beiträge • Seite 1 von 21, 2

Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von OBK » 18.04.2017, 14:10

Hallo Zusammen!

Ich habe mal eine Frage zur Rückverlagerung eines Colostomas.
Erst einmal kurz wie ich zu einem Colostoma gekommen bin.
Ich hatte eine Sigmadivertikulitis mit Perforation.
Es wurde eine Sigmaresektion nach Hartmann durchgeführt, ebenfalls musste eine Harnblasen und Dünndarmübernähnung durchgeführt werden.
Zwischendurch bekamm ich noch eine akute Bauchfellentzündung und musste noch 2x operiert werden, wo der Bauchraum gereinigt werden musste.(oder wie man das nenn).
Und es wurde noch eine Ileumteilresektion durchgeführt.
Danach sagte man das ich nach 3-4 Monaten eine Rückverlagerung durchführen lassen kann.
Das war im Nowember 2016.
Ende März 2017 hatte ich dann die ersten Voruntersuchungen, CT und Darmspiegelung.
Die Befunde waren soweit alle in Ordnung, keine Enzündungen mehr und keine Divertikel am restlichen Dickdarm. Einziges was festgestellt wurde sind Verwachsungen und das der Reststumpf des Dickdarmes vom Schließmuskel aus nur noch 5 cm lang ist.
Darauf hin lehnte die Klinik eine Rückverlagerung ab, da Ihnen das Risiko zu groß ist.
Nun meine Frage: Wie lang muss den das Reststück sein um zu operieren?
Und falls doch operiert wird, muss wirklich ein vorrübergehender Ileostoma angelegt werden.

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OBK

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von Pittja » 18.04.2017, 15:31

Hallo OBK, auch ich habe wegen Perforation des Sigma eine Sigmaresektion. Ich habe jetzt das Colostoma 3 Jahre nach Hartmann. Als ich mich wegen einer Rückverlegung mal bei einem Darmzentrum beraten lassen habe, sagte mir der Chirurg, wenn der Restdarm Stumpf Schließmuskel kleiner als 6 cm ist, würde er eine Rückverlegung ablehnen. Vielleicht hilft Dir ja die Aussage des Chirurgen weiter. Solltest Du noch Fragen haben kannst Du Dich gern über private Nachricht an mich wenden.

Viele Grüße und alles Gute Anne :winke:

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Pittja

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von OBK » 18.04.2017, 15:52

Hallo Anne,
vielen Dank für Deine Antwort!
Ich habe mich auch schon an das Stoma gewöhnt und so groß behindert es mich auch nicht.
Das einzige wo ich mich noch nicht richtig anfreunden kann, ist das man nichts weider anheben soll!

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OBK

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von Star85 » 19.04.2017, 07:19

Hallo OBK,

ich habe deinen Beitrag gelesen und bin total erschrocken.

Ich habe auch ein Colostoma seit Feb 2016 und es soll auch wieder rückverlegt werden. Ich möchte das soooo sehr (siehe andere Beirage von mir wie "Rückverlegung Kolostoma - erstmal aufgeschoben") und freue mich auch schon drauf.

Also ich hatte mir von Anfang an das Stoma nur anlegen lassen, weil es dringend war und ich sonst vielleicht nicht mehr wäre.
Aber es war klar, dass es wieder rückverlegt werden kann. Ok, die Ärzte wissen erst bei der OP was alles entzündet ist und weg muss.
Mein halber Dickdarm ist draußen, der Teil vom Dünndarm konnte erhalten bleiben, aber ich habe auch nur einen Stumpf von 5-6 cm. Das sagt mir meine Chirurgin auch immer wieder und dass die OP schwierig wird.
Wobei ich noch nie gehört habe, dass eine OP einfach ist *lach*. Das sagen die glaub ich immer. Also bisher immer wenn ich zur Nahkontrolle war, sagt sie mir dass.

Naja, auf jeden Fall sagte sie beim letzten Mal, dass ich operiert werden kann, es wäre alles ausgeheilt, aber noch nicht jetzt, da ich mich bzw. mein Körper noch erholen soll und den Zustand den ich jetzt habe noch anhalten soll.
Gewicht bleibt gleich, Vitamine usw. kann ich auch wieder gut aufnehmen.

Also ich wollte dir damit sagen, dass es nicht unmöglich ist, ja es wird schwierig, aber wenn du einen guten Chirurgen hast dann musst du dem auch vertrauen und das tu ich. Ich mag meine Chirurgin, sonst würde ich nicht dort sein.
Ich denke jeder Chirurg entscheidet da anders und da ich bei einer Proktologin bin, die das bestimmt schon öfter gemacht hat in ihrer Laufbahn, vertraue ich ihr, weil ich es auch so sehr möchte.

Du kannst ja mal wechseln und einen anderen Chirurgen fragen, wenn du es unbedingt möchtest. Ansonsten ist ja alles gut.

Meine Chirurgin wechselt jetzt auch in ein anderes Krankenhaus, aber ich wollte unbedingt bei ihr bleiben, da ich vorher vom Chefarzt operiert worden bin, der aber leider nicht mehr auf dieser Welt ist.

Ich drücke dir die Daumen, nichts ist unmöglich ;) .

Lg
Sabrina

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Star85

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von OBK » 19.04.2017, 08:49

Ja ich habe schon das KH gewechselt.
Habe demnächst einen Termin beim Prof., mal sehen was der sagt.
Meine Sorge ist halt, dass der Chefarzt der mich operiert hat und jetzt mich nicht mehr operieren will sagte: Es wäre ein hohes Risiko und wenn man operiert, muss man noch einen Ileostoma vorübergehend anlegen.
Und eigentlich fühle ich mich so Wohl wie seit zwei Jahren nicht mehr.
Ich kann alles essen, habe keine Schmerzen mehr und meine Lebensqualität ist um vieles besser geworden!

MfG

OBK

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OBK

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von doro » 19.04.2017, 12:34

OBK hat geschrieben:Und eigentlich fühle ich mich so Wohl wie seit zwei Jahren nicht mehr.
Ich kann alles essen, habe keine Schmerzen mehr und meine Lebensqualität ist um vieles besser geworden!
OBK

Da liegt mir natürlich eine Frage auf der Zunge,warum dann ein Risiko eingehen? :cry:

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doro

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von Börgi » 19.04.2017, 12:52

Hallo OBK,
warum willst Du unbedingt die RV, wenn Du mit dem Stoma prima zurecht kommst????

Eins muß Dir klar sein, bei so einem kleinen Stück Mastdarm ( hab ich auch) wirst Du das die erste Zeit Stammgast auf der Keramik sein. Es dauert lange, bis sich der Dünndarm an seine neue Funktion gewöhnt hat und ein "normales" Verdauungsleben wird es nicht geben. und ohne Medis wird es auch nicht gehen!! Wie auch, es ist kein Speicher mehr da mit seinen Funktionen und der Rest braucht Unterstützung .Auch beim Essen muß man abstriche machen, aber ich kenne das ja nach 30 Jahren Morbus Crohn nicht anders.

Ich hab auch lange nach einem guten Chirurgen gesucht, der bei mir diese OP macht. Für mich war es das Risiko wert, da ich mit meinen Stomata viel Ärger hatte. Ich bin zufrieden mit mir, mir macht es auch nichts aus alle4-6 Stunden auf die Keramik zu gehen, auch Nachts. Für mich immer noch besser,als mir ständig die Silikonplatte auf die kaputte und entzündete Bauchhaut zu kleben( Schmerz)!!! :cry:

Meine letzt RV wurde in drei Schritten gemacht, im Februar Rektoskopie mit Darmweitung, im März große Anschuß-OP mit Legung eines Entlastungsstomas zwecks Ausheilung der Anschlußnähte und im Juno wurde das Stoma "zugenäht"=kleine OP! Bei der ersten RV(vor 3Jahren) wurde alles mit einem mal gemacht und dann hatte ich einen kompletten Dünndarmverschluß, das war ein Schuß in Ofen!!!Geschichte!!!!

Alles Gute wünscht Börgi!!! :winke:

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Börgi

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von OBK » 19.04.2017, 15:56

Einerseits würde ich ja den Stoma loswerden, aber anderseits hab ich Schiss vor der OP.
Und wer garantiert mir, dass es danach besser ist als jetzt!
Bestimmt niemand von den Herren in weiß!

MfG

OBK

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OBK

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von Star85 » 20.04.2017, 07:37

Hallo OBK,

dann versteh ich dich aber nicht, warum du rätselst, wenn du das Stoma behalten möchtest.

Eine OP ist nie einfach und ja man hat immer Angst (man kann sich ja auch Globulis geben lassen). Das wäre für mich aber keine Option, wenn ich es unbedingt weg haben möchte, so wie bei mir jetzt.

Ja ich habe auch langsam Angst vor der OP, aber ich werde das irgendwie meistern und dann ein besseres Leben haben.

Ich kann mir nicht vorstellen bei mir, dass es schlechter ist. Ich habe 11 Jahre mit SChmerzen verbracht und man gewöhnt sich ja auch dran. Ich hätte mich niemals von mir aus operieren lassen, wenn der Arzt das nicht gesagt hätte.
Es geht sich operieren zu lassen auch mit einem kurzen Hartmann-Stumpf. Das wird ne schwierige Zeit, aber man ist auch stolz wenn man das geschafft hat.

Ich wünsche dir viel Glück für deine Entscheidungsfindung und alles wird gut :roseSchenken: .
Wenn man positiv da ran geht, wird das auch.

LG
Sabrina

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Star85

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Rückverlagerung Colostoma

Beitrag von timascha » 02.05.2017, 19:48

hallo,
diese bedenken kenne ich nur zu gut! hatte ja auch die sigmaresektion und einen total vereiterten bauch. als 6 monate nach der op dann der termin für die rückverlegung stand dachte ich auch irgendwie, wieso das eigentlich, ich komme doch gut zurecht (hatte ich mir ja anfangs nach dem ersten schock nie träumen lassen). aber habe mich ja dann doch für die op entschieden und sie absolut nicht bereut! aber ich denke mal, es waren trotz der umfangreichen op vorher gute voraussetzungen, die op dauerte nur gerade mal 45 minuten und es ging mir danach auch ganz fix wieder richtig gut. mit den häufigeren toilettengängen kann ich wunderbar leben!
soweit meine ganz persönliche!! meinung und erfahrung, will ja nichts verallgemeinern!
liebe grüße
timascha

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timascha

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