Neu hier? | schnell registrieren!

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten – Seite 1

Mit einem Stoma ist das Leben anders, aber nicht weniger lebenswert. Trotzdem stellt es uns vor so manche Herausforderung. Hier ist das Forum für eure Fragen und Erfahrungen zum Alltag mit einem Stoma.
Antwort erstellen
22 Beiträge • Seite 1 von 31, 2, 3

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von zwergmutter » 18.12.2018, 10:40

Ja, ich wieder,

mit meinem Mann wirs es immer komplizierter.
Seit er das Ileostoma hat nimmt er immer mehr an Gewicht ab.
Jetzt sind es schon 20kg in 2 Monaten und hier zu Hause sind es alle 2 Tage ca 500Gramm.
Kann machen was ich will. Bekomme ihn nicht stabil.

Das Problem ist weiterhin das Essen. Frühstück und Mittag geht, dann will er nichts mehr.
Diese Übelkeitsatacken und das ständige Aufstoßen setzen ihm zu.
Mineralwasser ist weg und trotzdem.
Nachmittag und Abend mache ich ihm Eiweißdrinks, Grießpudding und Brühe.
Da muß ich ihn aber schon wieder zwingen.
Banane verträgt er auch nicht mehr.
Gestern war der Hausarzt hier und hat mir (zur Beruhigung :oops: ) eine Einweisung dagelassen.

So, jetzt seid ihr wieder drann
:winke:
Christa

kein Profilfoto
zwergmutter

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von Monsti » 18.12.2018, 11:43

Hallo Christa,

habt Ihr schon mal über eine zeitweilige parenterale Zusatzernährung über einen Port nachgedacht? Nun kommt es natürlich auch darauf an, ob Dein Mann bereits schweres Untergewicht hat. Solange sich das Gewicht noch weitgehend im Normalbereich bewegt, wird man ihm kaum einen Port implantieren.

Ich bekam nach der Stomaanlage einen, weil ich nur noch 37 kg (bei 165 cm Körpergröße) wog und trotz hochkalorischer Ernährung nicht zunahm.

Liebe Grüße
Angie

kein Profilfoto
Monsti

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von zwergmutter » 18.12.2018, 12:37

Nein er bekommt nichts. Ich kaufe schon hochkalorisch dazu.
Noch ! ist er im normalen BMI mit 23,4.
Aber er ist so schlapp das er sich kaum auf den Beinen halten kann,
weil das Gewicht so schnell runter geht.
Im Schnitt hat er pro Tag zwischen 300 und 500 Gramm abgenommen
und nimmt weiter ab.

Das Hauptproblem ist wohl die Essstörung und das ich Nachmittag und Abend kein festes Essen mehr
in ihn rein bekomme weil ihm dann übel wird.

Einen Termin dafür haben wir erst Anfang Januar. Magenspiegelung.
Aber bis dahin ?
Das Problem für mich ist die Angst das was mit den Nieren passiert.
Er hatte in der REHA schon 1x Nierenversagen.

So, jetzt hole ich Sahne und fetten Käse.
Sehn wir mal obs drinn bleibt

Danke Euch
:winke:

kein Profilfoto
zwergmutter

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von sammy » 18.12.2018, 15:20

Hallo Christa,

an eine parenterale Ernährung über einen Port hatte ich auch gedacht.
Ein paar Monate nach meiner letzten Op, hatte ich auch große Probleme mit meinem Gewicht.
Ich hatte dann einen Port bekommen, fand ich nicht toll, aber es ging bergauf.
Letztlich tat mir die parenterale Ernährung sehr gut.

Mir wurde damlas von meinem Gastro noch zu Kohlehydratpulver geraten.
Das kann dein Mann über jedes Essen streuen und/oder in Getränke auflösen.
Schmeckt man nicht herraus, und hat eine Menge an Kalorien.


Euch beiden alles Gute

Liebe Grüße
Sammy

kein Profilfoto
sammy

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von zwergmutter » 18.12.2018, 16:04

Danke Sammy, das Pulver habe ich heute bestellt.

Der Hausarzt ist der Meinung das ein Port NOCH nicht in Frage kommt.

:winke:

kein Profilfoto
zwergmutter

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von Monsti » 18.12.2018, 19:04

Hallo Christa,

mit einem BMI von 23,4 musst Du Deinen Mann nicht mästen, sondern lediglich dafür sorgen, dass er jetzt nicht viel weiter abnimmt. Mit dem früheren 20 kg mehr hatte er ganz klar Übergewicht, was erstens nicht gesund und zweitens mit einem Stoma auch nicht unbedingt komfortabel ist.

Sorge dafür, dass er sehr viel trinkt, und das möglichst nicht zu den Mahlzeiten, sondern in den Zeiten dazwischen. Mit einem Ileostoma benötigt er ungefähr 1,5 l mehr Flüssigkeit als normal. Sprich: Er muss täglich ca. 2,5-3 l trinken. Da sich Dein Mann anscheinend häufiger übergeben muss, benötigt er sogar noch mehr.

Es ist durchaus möglich, dass der Gewichtsverlust z.T. auch mit Dehydrierung zusammenhängt. Wenn Du die Haut an seinem Handrücken hochziehst und es bleibt anschließend noch länger eine Hautfalte stehen, dann hat er viel zu wenig getrunken bzw. zu viel Flüssigkeit verloren.

Liebe Grüße
Angie

kein Profilfoto
Monsti

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von Julian0101 » 18.12.2018, 20:04

BMI:
Ist ein BMI mit 23,4 nicht schlecht?

Energietrinks:
Helfen deinem Mann diese Trinks?
Mancher Experte ist der Meinung, der Körper kann diese Energiebomben gar nicht aufnehmen.
Wenn dein Mann Gewicht verloren hat, läuft er sowieso alles auf Sparprogramm.
Immer nur kleine Mengen über den Tag trinken.

Tipps:
Wenn du zu ärztlichen Untersuchungen gehst und nach der Körpergröße gefragt wirst,
mach deinen Mann 2-3cm größer => So hat der einen schlechteren BMI.
Wie groß ist dein Mann und sein Gewicht?
Was hat er für eine Krankheit?

Mineralwasser ohne Kohlsäure trinken. Sowas get im seinem Stoma nicht mehr (meine Meinung)

Frage?
Keine Nahrung nach 17 Uhr. Hört dein Mann auf zu essen, damit sein Beutel nachts nicht ständig voll ist und er Angst hat er könnte undicht werden?
Wie sind die Blutwerte / Nierenwerte?

Nierenversagen:
Lässt er genügend Urin und ist der Urin hell.
Er sollte die Menge auch messen !

Port:
Ein Arzt hat zu mir gesagt, es gibt Ileumstoma Träger welche keinen Port benötigen.
Aber es gibt auch viele die benötigen einen, um Ernährung und Infusionen (Flüssigkeit) bekommen.

Sammeln von Daten:
Schreibe sein Körpergewicht und die Urinmenge täglich auf.
Schreib auf welche Menge er pro Tag trinkt.
Schreib auf, welche Menge im Beutel landet.

Port:
Geh vor Weihnachten noch los und hole dir Rat.
Bei deiner Stomaberatung, Hausarzt, Gastrologen, Pflegedienst, Apotheke usw… welches Krankenhaus aufgeschlossen ist, deinem Mann einen Port zu legen.

Leben mit Port:
Dann hast du noch das Problem,
jemand muss einen Aufbauplan machen, wie die künstliche Ernährung und Flüssigkeit in den Körper laufen soll, auch hier gibt es viele Parameter zu beachten. Hierzu ist ein Krankenhausaufenthalt auch empfehlenswert.
Dann benötigst du noch einen Pflegedienst für zu Hause (Anhängen der Infusion und abhängen)
Kann alles auch selbst durchgeführt werden, würde ich dir aber nicht raten, hole dir Hilfe dazu.

Pflegedienst:
Am besten den Pflegedienst fragen wie viele Portträger sie pro Tag haben und es sollten auch in deiner Nähe Kunden haben. Ab und an gibt es auch Probleme und dann ist es gut wenn der Pflegedienst Schwestern hat, die Ihre Aufgaben unterbrechen können und nach deinem Mann schauen können. Lass dir auch den Notdienst Nachts erklären.

kein Profilfoto
Julian0101

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von Monsti » 18.12.2018, 21:00

Hallo Julian,

von der Notwendigkeit einer parenteralen Ernährung ist Zwergmutters Mann noch ziemlich weit entfernt. Zudem kann man diese durchaus auch selbst managen. Ich hatte nach der Stomaanlage 2,5 Jahre lang Zufuhr über den Port. Ganz am Anfang, d.h. ungefähr zwei Wochen lang erledigte das An- und Abhängen der Pflegedienst. Zugleich wurde ich in steriles Arbeiten eingewiesen. Wenig später erschien der Hygienebeauftragte des Bezirkskrankenhauses bei mir und schaute mir beim Anhängen zu. Danach hatte ich grünes Licht, um künftig alles selbst erledigen zu dürfen. Einmal wöchentlich war ich zwecks Wechsels der Nadel beim Hausarzt, das war alles. Kurz: Der dauerhafte Einsatz eines Pflegedienstes ist bei parenteraler Ernährung nicht nötig. Aber wie oben schon angedeutet: So etwas steht derzeit nicht zur Debatte.

Ist ein BMI mit 23,4 nicht schlecht?


Dieser BMI ist perfekt für einen älteren Herrn und sollte möglichst auch so bleiben. Selbst mit einem BMI von 20 wäre Zwergmutters Mann noch sehr weit von irgendeiner Gefährdung entfernt.

Mein eigener BMI beträgt z.Zt. 15,4, womit ich recht stark untergewichtig bin. Ich denke zur Zeit in der Tat über einen ZVK nach, zumindest für eine gewisse Zeit. Witzig ist es nicht unbedingt, zwischen 14 und 17 Stunden an den riesigen Ernährungsbeuteln zu hängen. Klar, einen Teil der Zeit kann man schlafenderweise verbringen, es bleiben dann aber immer noch einige Stunden, in denen man nur wenig tun kann. Ich hatte das schon monatelang und war glücklich, als ich davon wegkam.

Wenn du zu ärztlichen Untersuchungen gehst und nach der Körpergröße gefragt wirst,
mach deinen Mann 2-3 cm größer => So hat der einen schlechteren BMI.


So etwas halte ich für äußerst fragwürdig. Warum denn lügen? Was soll das bringen? Das kommt mir glatt vor wie die Befragung beim Anästhesie-Vorgespräch, wenn die Patienten zu ihrem Alkohol- und Nikotin-Konsum befragt werden: Fast jeder, der stark raucht und zu viel trinkt, lügt bzw. untertreibt - so die Aussage einer Freundin von mir (Anästhesistin in unserem Bezirksspital). Übrigens ist so etwas i.d.R. im Blutbild zu erkennen.

Selbstverständlich brauchen die meisten mit einem Ileostoma keine parenterale Ernährung - je jünger, desto unwahrscheinlicher. Außerdem kommt es natürlich auf die Umstände der Stomaanlage an. Bei mir war es so, dass ich erst eine subtotale Kolektomie hatte, dann aber eine Peritonitis mit Sepsis bekam. Die Stomaanlage erfolgte in einer Not-OP, fünf Tage nach der ersten OP. Extrem abgenommen hatte ich danach nicht wegen des Stomas, sondern wegen der schweren Erkrankungen. Der fehlende Dickdarm und das Stoma kamen nur erschwerend hinzu. Bei einer geplanten Ileostoma-Anlage, z.B. wegen MC, CU oder einer beginnenden Krebserkrankung sollte sich das Gewichtsproblem eigentlich im Rahmen halten.

LG Angie

kein Profilfoto
Monsti

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von Börgi » 19.12.2018, 15:57

Liebe Christa,
wenn mir mal schlecht und übel ist, hilft mir IBEROGAST aus der Apotheke.
Das ist zwar eklig, aber in ein bißchen Saft kriegt man das schon runter. Mir hilft es, bei mir entspannt dann der Bauch und wird ganz ruhig und die Übelkeit verschwindet!!!
Ist nur so ein kleiner Tipp!!!

Gute Besserung !!! :roseSchenken:

Liebe Grüße von Börgi!!!

kein Profilfoto
Börgi

Mitglied

Gewichtsverlust nicht aufzuhalten

Beitrag von zwergmutter » 19.12.2018, 17:32

Ihr seid lieb.
Danke.

Wie schon gesagt, geht es um meinen Mann.
Und alte Männer sind schon ohne Krankheit komisch und wirken manchmal nicht richtig mit :D
Wobei ich denke das er auch nicht mehr alles orientiert wahrnimmt.
Er wurde 4 Monate lang jeden Freitag in Narkose gelegt und bei jeder OP kamen weitere dazu.
Immer wieder hat er sich aufgerappelt und gekämpft.
Lungenembolie, große Lungen-OP mit Säuberung der Verästelungen. Sepsis mit anschließenden
Hauttransplantationen. Schlaganfall, leichter Herzinfarkt und und. Und immer SChlag auf Schlag in den letzten 2,5 Jahren.

daher wäre der Gewichtsverlust als solcher nicht das Problem, wenn er nicht schon vorher so krank gewesen wäre.

Da die Medikamente anscheinend durch das Ileo nicht richtig wirken, geht mehr als Flüssigkeit verloren.
Und das ist mein Grundproblem. Der hohe Flüssigkeitsverlust und die mangelde Wirkung der Medis.
Die gezupfte Haut steht und um Arme und Beine hängt nur noch gschrumpelige Haut auf den Knochen.
Muskelmasse ist so gut wie .......
Vor dem Ileo, mit dem Colo, war er gut wieder hergestellt.
Konnte wieder ohne Hilfsmittel kleine Stücke laufen, ist wieder Auto gefahren, hat zu Hause Kleinigkeiten erledigt und und...

Und nun geht nichts mehr. Er liegt zunehmend.
Kann sich kaum auf den Beinen halten und ist sehr schwach.

Mein Mann ist ein Kämpfer, der sich nie hängen lässt.
Selbst im Krankenhaus achtet er darauf das er sich täglich rasieren kann und er einigermaßen ordentlich aussieht. Er hat sogar immer einen Elektrorasierer dabei, falls er nicht aus dem Bett kann. Die Physioterapeuthen sind immer zufrieden.
ER macht alles was er kann und versucht darüber hinaus mobil zu bleiben.

Aber wenn er liegt, dann kann er auch wirklich nicht mehr. Und jetzt liegt er zunehmend

Heute wollte er unbedingt zum Friseur. Aus dem Auto, mit Rollator 5 SChritte rein und trocken geschnitten. Danach war er wieder so fertig das ich ihn kaum ins Auto gebracht habe.
Das war vor 2 Wochen noch nicht so krass.

Ich achte auf reichlich Flüssigkeit. Meist schaffe ich so 2,5 l mit Tee, Wasser, Säften und Eiweißshakes.
Mehr geht dann nicht, weil er es sonst wieder raus bringt.
Nachmittag mache ich dann noch Suppen und Brühen.
Jetzt habe ich B12 und Magnesium Brausetabletten geholt.

Heute war seine Tochter da und sie hat mich so erschrocken angesehen das ich raus gehen mußte
und ihr gezeigt habe, das sie sich nichts anmerken lassen darf. :(

Aber meine Sorge um ihn wird täglich größer.

Bloß gut das man hier mal seine sorgen los werden kann.
Christa
:winke:

kein Profilfoto
zwergmutter

Mitglied

Antwort erstellen
22 Beiträge • Seite 1 von 31, 2, 3


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:
Sortiere nach: