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Verzicht auf Hausbesuch – Seite 1

Das Forum zum Erfahrungsaustausch rund um sozialrechtliche Themen, z.B. zur Schwerbehinderung, zum Bezug der Hilfsmittel, zu Zuzahlungen und vielen anderen Themen.

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27 Beiträge • Seite 1 von 31, 2, 3

Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Witch » 17.02.2018, 16:40

Hallo,

gestern bekam ich einen Anruf von meiner neuen Stomaschwester. Sie erklärte mir, dass sie auf Grund einer Änderung der Aufteilung jetzt für mich zuständig ist. Damit habe ich kein Problem. Zur Erklärung, mein Versorger ist PubliCare.
Zu meiner Verwunderung erklärte sie mir, dass ich bei der nächsten Bestellung ein Formular anfordern soll, mit dem ich durch meine Unterschrift auf Hausbesuche verzichte. Sollte ein Notfall eintreten, würden sie aber trotzdem kommen.
Der Hintergrund ist, laut Erklärung der Stomaschwester, die Krankekasse hat offensichtlich bei einer Kontrolle festgestellt, dass vorgeschriebene Hausbesuche nicht durchgeführt wurden. Diese haben halbjährlich zu erfolgen. Davon wusste ich bis jetzt nicht. Bisher hatte meine Stomaschwester angerufen, ob ein Bedarf für einen Besuch besteht oder nicht.

Ich persönlich habe mit den Vorgehen von PubliCare mein Problem, wenn die Krankenkasse mit PubliCare vereinbart hat, dass halbjährlich ein Hausbsuch zu erfolgen hat, kann man doch die Verantwortung nicht auf den Patienten abschieben. Diese Hausbesuche sollen doch offensichtlich größeren gesundheitlichen Problemen vorbeugen. Des Weiteren sind in der Pauschale, die PubliCare bekommt, auch diese Hausbesuche mit abgegolten. Auch habe ich die Befürchtung, wenn es dumm kommt, könnte man mir durch den schriftlichen Verzicht eine fehlende Mitwirkungsplicht meinerseits nach Paragraph 60 ff. vorwerfen.

Vielleicht bin ich zu pingelig, aber ich finde das Vorgehen von PubliCare nicht in Ordnung.

LG Witch

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Witch

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Trineline » 17.02.2018, 17:35

Hallo Witch,

anfang des Jahres,(ich auch Public Care), rief meine Stomaschwester an wegen Hausbesuch in den nächsten Wochen.
Da ich im Moment nichts besonderes brauchte, fragte ich nach, weshalb sie jetzt unbedingt so schnell einen Termin wollte.
Sie erklärte mir auch diese halbjährliche Regelung mit der KK. Sie meinte ich könne dies auch ablehnen müsste dann etwas unterschreiben und so was von Mitwirkungspflicht...

Mitwirken will ich schon. Also Stomaschwester kam und ich erfuhr wieder Neues.

Ich nehme es nun als positives Angebot war, in der Hoffnung upgedatet zu werden :D ;)

LG Trineline

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Peter51 » 17.02.2018, 21:26

Hallo Witch

Vielleicht bin ich zu pingelig, aber ich finde das Vorgehen von PubliCare nicht in Ordnung.

Nein du bist nicht pingelig, im Gegenteil, auch ich würde derartiges "Formblatt", auch nicht unterschreiben.
Wenn unsere gemeinsame Krankenkasse, solche Verträge mit den Versorger haben, bitte dann sollte die Stomafee alle halbe jahr ihren Job vor Ort machen.

Anmerkung, ich habe meine Fee schon paar Jahre nicht im Haus gehabt, wir haben telefoniert, E Mail Austausch ( auch mit Foto mit und ohne Versorgungen)
Alles das hat die Fee in ihrer Dokumentation eingearbeitet und die ist ja noch umfangreicher nach den neuen Hilfsmittel Gesetzt per 01.7.17 umfangreicher zu führen.
Auch ich wusste es nicht, dass sie persönlich zu erscheinen hat und das alle halbe Jahr.
Wenn man deutlich von der KK bestätigt sieht, wie die Pauschalvergütung, für die Versorger nach unten verhandelt wird, fragt man sich ob das auf Dauer gut gehen kann (auch wenn es eine Mischkalkulation ist)??

Alles gute Witch und lass dich nicht ärgern, lach aber nie aus okay

Peter

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Peter51

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Brother_Tak » 18.02.2018, 21:27

Hi ich würde nicht verzichten und wenn man nur Kaffee trinkt - so viel Zeit haben die eh nicht.....Bei mir ist sie alle zwei Tage gekommen, wegen der abgerissenen Haut und weil ich Novice bin. Nun gehts schon per Mail. Außerdem habe ich ein Album gemacht und ihr den Zugang gegeben. Wenn sie will kann sie da sehen wie es dem Stoma geht. Das Album liegt auf meinem NAS zu Hause also nicht im Netz bei Google oder so. Fakt aber bleibt, es gibt bei all drm Kamof um die Mittel zum Stomaleben keinen Grund der Krankenkasse irgendwas zu schenken. Denn irgendwann heißt es dann. Unsere Statistik sagt die Hausbesuche werden nicht genutzt und schon ist die Stomaschwester arbeitlos!

Liebe Grüße Brother Tak

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von wamberle » 20.02.2018, 13:39

Hallo
Ich bin seit September 2016 auch bei PubliCare.Habe seit dieser Zeit meine Stomaschwester weder gesehen noch telefonisch Kontakt gehabt. Habe Gott sei Dank keine Probleme mit meiner Versorgung. Versand von Beutel erfolgt reibungslos. Aber mal wenigstens 1mal im Jahr eine telefonische Nachfrage ,ob soweit alles in Ordnung sei,hätte mich gefreut. Bin mal gespannt ob bei mir auch mal einen Anruf erfolgt. Werde auf keinen Fall unterschreiben für Verzichtet auf Hausbesuch. : : ;) ;)
Liebe Gruesse
Wamberle :winke:

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wamberle

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von doro » 20.02.2018, 23:13

Sind wir doch froh,das wir überhaupt noch gute Stomaschwestern haben und sie sich um die Stomafrischlinge kümmern können.Bitte nicht vergessen, überall ist Pflegenotstand.
Muss ich da besucht werden,auch wenn ich keine Probleme habe?
Ganz sicher nicht.
Meine Stomaschwester kommt,wenn ich in Not bin und ich Hilfe benötige.Dann ist sie für mich da.

Das ist für mich wichtiger als müsste sie Standartmäßig alle 4 Wochen bei mir Hausbesuche machen :krank:

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Brother_Tak » 21.02.2018, 08:47

Liebe Doro,

genau das sehe ich anders! Pflegenotstand und der Pflegebedürftige sagt, ach nee das schaff ich schon alleine, wir haben ja nen Notstand? Das mag sein. Aber wenn eine Leistung durch die Krankenkasse bezahlt wird und das dann nicht geleistet wird, ist das Betrug. Wer das dann nicht anmahnt unterstützt das kranke System. Pflegenotstand hin oder her, das ist eigentlich nicht mein Problem und nicht von mir verursacht, denn ich habe ins System eingezahlt. Dieser Staat hat genug Geld um Banken zu retten aber leistet sich Pflegenotstand. Nein, je mehr Demütige es gibt, desto schlimmer wird das! Meine Mutter wird im Alterspflegeheim gepflegt. Da wird engagiert Mangel verwaltet! Es geht nur über Beschwerde und Mahnung! Wie lange soll man sich das noch gefallen lassen? Unsere Rücksicht auf die "objektiven" Probleme führt dazu das alles so bleibt wie es ist oder schlechter wird, wie bestimmte Ausschreibungen zeigen! Also muss geprüft werden was die Krankenkasse an Besuchen bezahlt und das dann eben auch anmahnen. Pauschalbeträge und Querfinanzierung machen das System Unübersichtlich, Ausnutzbar und für Profitgeier attraktiv!

Liebe Grüße

Brother Tak

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Brother_Tak

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Merlina » 21.02.2018, 09:34

Nö Brother Tak, anders herum wird ein Schuh draus: wenn jemand keinen Hausbesuch braucht, dann sollte die Kasse das auch nicht abrechnen. So bleibt mehr im Topf der „Solidargemeinschaft Krankenkasse“ und kann für wirklich vorhandenen Bedarf verwendet werden.

Was soll die Stomafee bei mir, wenn ich bestens klarkomme?

...ich würde nicht verzichten und wenn man nur Kaffee trinkt
:aah: sag mal geht‘s noch???
Bloß weil
denn ich habe ins System eingezahlt.
stattgefunden hat, soll die nun auch antanzen?

Das ist nicht meine Haltung! Das geht zu Lasten der wirklich akut hilfsbedürftigen Menschen und durch diese Haltung entsteht erst ein Pflegenotstand!!
Genauso entsteht der Norstand durch die Haltung, jederzeit in die Notaufnahme des Krankenhauses zu gehen...nach dem Motto: „...die sind ja da, sind ja zum helfen verpflichtet, tagsüber hatte ich keine Zeit/Lust zum niedergelassenen Arzt zu gehen und heute Abend fällt mir wieder ein, dass ich schon seit drei Wochen Sodbrennen habe!“.......habé ich grad genau so im Krankenhaus erlebt!

Und das Meckern über Alterspflegeheime....sicher liegt da viel im Argen, aber hast Du Ahnung von Pflege? Weißt Du was es bedeutet, sich rund um die Uhr um kranke, demente, inkontinente Menschen zu kümmern, und dabei stets deren Würde und deren individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen? Du willst Deine Mutter ja auch nicht selbst pflegen, odér?
Überprüfe doch mal Deine Erwartungshaltung und überlege, ob ein Teil der anzumahnenden Dinge nicht auch von Dir erledigt werden kann, auch wenn die Solidargemeinschaft jeden Monat die Pflege Deiner Mutter bezahlt!

Merlina

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Merlina

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von doro » 21.02.2018, 10:29

Lieber Bruder Tack,

ich bin „selbstständig“ und Rentner zahle aber,weil selbs & ständig einen sehr hohen Krankenkassenbeitrag.
Soll ich mich deshalb 1x im Monat ins Krankenhaus legen,weil,ich habe es ja bezahlt?
Zugegeben ein recht dummer Vergleich,denn durch geschätzte 10-15 recht aufwendige Operationen habe ich die
Kasse,auch in der Vergangenheit, recht ordentlich belastet.
So ist es auch mit der Stoma Versorgung,gerade da leben und das hoffentlich noch recht lange,
wir von von der Solidargemeinschaft.
Was Hänschen nicht benötigt bekommt eben Hans,weil dem 3 x am Tag der Beutel vom Bauch rutscht aber Hänschen seine Platte eine Woche trägt.
Oder Deine Stomaschwester kommt,weil Du in Not bist jeden 2. Tag,dafür trinke ich meinen Kaffee
mit meinem Gatten.
Schön,das wir uns austauschen können,denn Meinungsfreiheit gehört zur Demokratie,die wir ja GsD
haben. :DD :winke:

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doro

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Verzicht auf Hausbesuch

Beitrag von Frederica » 21.02.2018, 13:02

Liebe Merlina und Doro
:guterBeitrag:

:winke:

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Frederica

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