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Stillen als Stomaträgerin?

Mit einem Stoma ist das Leben anders, aber nicht weniger lebenswert. Trotzdem stellt es uns vor so manche Herausforderung. Hier ist das Forum für eure Fragen und Erfahrungen zum Alltag mit einem Stoma.
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Stillen als Stomaträgerin?

Beitrag von SchwangerMitStoma » 10.07.2020, 14:27

Hallo zusammen,

ich bin im letzten Trimester der Schwangerschaft und habe nach einer Darmoperation seit kurzem ein Stoma, das aber nach der Entbindung zurückverlegt werden soll. Ich überlege nun, ob das Stoma Auswirkungen auf das Stillen meines Babys haben könnte, ob es dabei hinderlich sein könnte und ob es eventuell besser wäre, auf das Stillen zu verzichten, oder ab das Stillen problemlos möglich ist. Gibt es vielleicht Stomaträgerinnen hier, denen es ähnlich ergangen ist? Über Erfahrungsberichte wäre ich dankbar!

Viele Grüße!

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SchwangerMitStoma

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Stillen als Stomaträgerin?

Beitrag von Monsti » 10.07.2020, 23:01

Hallo,

habe selbst zwar keine einschlägigen Erfahrungen, wüsste jetzt aber wirklich keinen Grund, warum das Stillen problematisch sein könnte. Ich persönlich würde keinesfalls auf das Stillen verzichten. Da Du ein Colostoma hast, dürfte der größte Teil Deines Dickdarms ja noch vorhanden sein, so dass Du nicht einmal Deinen Flüssigkeitshaushalt besonders beobachten musst.

Alles Gute für den Schwangerschaftsendspurt!!! :glueckWuenschen:

LG Angie

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Monsti

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Stillen als Stomaträgerin?

Beitrag von Merlina » 11.07.2020, 15:44

Hallo,

ich habe auch keine einschlägigen Erfahrungen, sehe aber genauso wie Angie kein Hindernis und würde trotz Stoma keinesfalls auf das Stillen verzichten.
Es ist für ein Kind sehr wertvoll und wichtig gestillt zu werden! Und ich wünsche Dir, dass Du es auch genießen kannst.

Sollte es für Dich schwierig sein das Stoma zu akzeptieren, kann ich das gut verstehen. Aber vermutlich hat es Dich aus einer schwierigen Lage gerettet. Viele Menschen sind so geschockt, dass sie ihr Stoma so schnell wie möglich wieder loswerden wollen....was auch verständlich ist. Auch die Ärzte denken meist so. Ob eine schnelle Rückverlegung nur für die Psyche gut ist, oder auch für den Körper wird nicht hinterfragt.

Wenn man Dir sagte, es könne nach der Entbindung zurück verlegt werden, würde ich das noch einige Monate hinaus zögern.
Eine Schwangerschaft und die Hormone verändern das Gewebe im gesamten Körper.

Wenn die Rückverlegung zu früh erfolgt, kann das für die Narbenbildung und Heilung ggfs. weniger optimal sein. Besprich das unbedingt mit Gynäkologie und Chirurgie. Es ist Dir nicht geholfen, wenn alle wieder zufrieden sind weil dein Bauch optisch wieder heil ist, Du aber danach eine Infektion oder einen Bruch oder schlecht verheilte Narben hast, weil das Gewebe noch zu locker war.

Meine Erfahrung (ohne Schwangerschaft) ist: Erst wenn mindestens 6 Monate vergangen sind, besser ein Jahr, hat sich alles wieder reguliert. Das Stillen hilft dabei sogar! Es unterstützt die Rückbildung und vieles mehr.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand und berichtet Aus eigener Erfahrung.

Alles Gute für Dich und Dein Kind!
Merlina :roseSchenken:

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Merlina

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