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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13 – Seite 9

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von haschel » 21.09.2015, 13:37

Hi Lolli,

läuft doch bei dir :-)

Ich experimentiere momentan mit laxatan m (nur einen beutel, also halbe Dosierung) Das ist ein Abführmittel ohne Gewöhnungseffekt, bindet nur Wasser und erhöht somit das Stuhlvolumen, so dass die Persitaltik einsetzt. Wenn dann alles raus ist, nach so zwei Schüben, ist der Druck weg! Möglicherweise ist sonst immer noch eine leichte Persitaltik da, die einen nervalen Impuls sendet. Du musst bedenken, dass die Linea dentata oft geschädigt ist bei "uns". Ja, das nervt ohne Ende! Mal sehen, ich werde das mal ausprobieren...hat auch den Vorteil, dass ich das Ganze etwas steuern kann zeitlich, damit auch sicherer raus kann :-)

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haschel

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von haschel » 21.04.2016, 11:02

Hallo ihr alle :D

ich werde mal so eine Art Abschlussbericht unter diesen Thread setzen. Wer mitgelesen hat, weiß, ich habe viel experimentiert. Die RV ist jetzt 2 1/2 Jahre her, da ist nichts mehr mit Veränderung. Vielleicht spielt sich noch eine gewisse Gewohnheit ein, wenn ich, so wie jetzt, nahezu nichts nehme.

Das letzte Experiment war Kijimea, das finde ich nach wie vor gut, werde überdenken, ob ich Langzeit 1 Kps einnehme. Das kann nicht schaden. Laxatan M immo auf Seite. Wird sicher im Urlaub eine Rolle spielen, um mehr Kontrolle zu haben. Was nicht geht, sind Ballaststoffe im Essen aber auch die Flohsamen, da der Stuhl zu sehr vermehrt wird und mit nur noch 5 cm Rektum, also quasi kein Reservoir, ist das katastrophal. :-P

Meistens habe ich 2 Toigänge (ich zähle das kurzfristige Aufstehen von der Toilette nicht mit, denn das dauert immer ein wenig, bis sich alles nachgeschoben hat), manchmal nur einen am Tag. Da kommt hintereinander viel, das ist schonmal gut. Im Grunde nach dem Frühstück (1 - 2 Stunden) und nach dem späten Mittagessen (ich esse so gegen 16 Uhr in einem Rutsch Mittag und Abend) auch so nach einer Stunde in aller Regel.

Haltbar? Nicht immer und nicht alles. Zu Anfang ja, aber die Nachschläge eher nicht. Ich habe alles akzeptiert! Da ich meine Zeit (arbeite von zu Hause aus) ganz gut einteilen kann, gehe ich halt dann mit meinem Hund, wenn nichts zu erwarten ist. Falls ich unsicher bin, scheue ich mich nicht, eine Windel anzuziehen. Ich habe vor diesen Dingen die Scheu verloren, nehme es gelassen und wie es ist. Kein Drama. Wenn es um einen speziellen Außentermin geht, nehme ich eine Loperamid.

Das ist und bleibt wirklich das Mittel der Wahl, zu Anfang sowieso und auch jetzt noch nach Bedarf. Ich könnte weiter viel experimentieren. Loperamid und dann am nächsten Tag Laxatan oder so ähnlich, aber ich mach damit definitiv Schluss. Mein Körper/mein Darm soll jetzt den normalen Ablauf haben und ja, vielleicht kommt noch mehr Regelmäßigkeit und Stabilität hinein. Warten wir es ab.

Fazit:
Man muss es akzeptieren! Es ist nicht mehr, wie es war! Einzig wahre Mittel ist Loperamid. Ich habe den Luxus, es nur ab und zu nach Bedarf zu nehmen, da ich meine Zeit flexibel gestalten kann und in keinem Büro sitze, ausser meinem eigenen zu Hause. Laut Aussage meiner Gastro, die in dem Bereich, Ileostoma und Rückverlegung jahrelang gearbeitet hat, bin ich gut dran, also bedanke ich mich von Herzen beim lieben Gott!

haschel grüßt :winke:

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von doro » 21.04.2016, 13:45

Es erstaunt mich immer wieder wie zickig sich der Darm benimmt,wenn er 1x aus seinem normalen Rythmus gerissen wird.
( Hier meist durch einem kurzfristigem künstlichen Darmausgang) Ich erlebe an mir täglich,das sich so ein geschändeter Körper nach einigen Entnahmen von eigentlich doch sehr wichtigen Organen,
sehr gut neu orientieren kann- aber wehe der Darm wird einmal teilweise - renoviert,da wird er zur Diva. :aah:

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von ulka » 23.04.2016, 19:03

Hallo !!
Meine Rückverlegung war 2010 und alles was du haschel schreibst ist genau wie bei mir. Ich habe auch viele ausprobiert aber der Darm läst sich nicht unterordnen . Ist manchmal schwer was zu planen aber ich danke auch dem Gott dass ist so wie ist. Mein Leben hat sich geändert weil ich nicht gern für lange Zeit raus gehe aber ich lebe ohne Schmerzen und zu Hause ist ach schön.

Liebe Grüsse! :winke:

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von haschel » 19.11.2016, 14:51

Jahrestag - 3 Jahre nach Rückverlegung

Heute melde ich mich einmal wieder, nachdem es auf den Tag genau 3 Jahre her ist, mit meiner Rückverlegung. Es wird sich also am Zustand wahrscheinlich nichts mehr ändern ;)

Im Grunde hilft mir die Kombi von Laxatan M (höchstens alle 2 - 3 Tage ein Beutel) und Kijimea (2 Kapseln 1x täglich zur Hauptmahlzeit) sowie derzeit Iberogast (3 x 20 Tropfen wegen dem Gegrummel) ganz gut. Das läuft auf 2 Gänge hinaus, jeweils zeitlich überschaubar nach dem Essen...Habe ich einen Außentermin, dann auch schonmal eine Loperamid, selten.

Nehme ich gar nichts, so stellt sich ein einigermaßen normaler Stuhlgang ein, ABER, dieses Pochen, auch schmerzhaft, auf den Schließmuskel von innen, ist heftig. Das ist halt weg, wenn ich mit Laxatan M das Ganze etwas "dünner" halte.

Na klar, mit Beutel war die Außenkompatibilität besser, aber man kann nicht alles haben :stimmtNicht:

Die drei Jahre sind nicht nur im Hinblick auf die RV vergangen, sondern auch im Hinblick auf meinen Darmkrebs. Das sind nun 3 1/2 Jahre und ich bin sehr froh, euch heute schreiben zu können! Dankbar! Das ist es!

haschel grüßt :winke:

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von haschel » 17.07.2017, 11:39

Hallo Ihr :D

Ich möchte noch etwas nachtragen. In der ganzen Zeit nach der RV habe ich ja unglaublich viel versucht, immer mit dem Ziel, Normalität so weit es geht herzustellen, was den Darm betrifft. Alles, ob Laxatan M, Kijimea oder Flohsamen....Ich hatte immer gute Phasen, aber auch Unfälle und oft Schmerzen, der Druck...

Habe jetzt sein 6 Wochen eine andere Taktik :) Letztlich ist bei mir die Darmpassage einfach zu schnell, deshalb auch die vermehrten Stuhlgänge (auch wenn es "nur" so 5 oder weniger waren), konnte ich sehen, dass die Darmpassage allenfalls 8 - 12 Stunden war und keine 24 Stunden, wie wünschenswert. Also habe ich mich entschlossen, ganz konsequent mit Loperamid (klar, hat schon immer dazugehört) zu arbeiten. Nach jeder Stuhlentleerung, also wenn das Gefühl mir sagt, das war eine "gute" Portion, nehme ich eine Loperamid. Das führt dazu, dass ich die Damrpassage auf 24 Stunden bekommen habe und mit 1 Stuhlgang im Grunde fertig bin. (Ok, ich esse gerade nicht sehr viel, muss was abspecken :-P , dafür aber das "Falsche" aus Sicht meines Darmes, also Ballaststoffe und viel Salat, geht eigentlich gar nicht) Nach ein paar Tagen hintereinander Lop, kommt es zu ein wenig Verstopfung, so dass mal ein Tag wenig kommt oder gar nichts, das löst sich aber wie von selber dann wieder. Insgesamt gibt es also dann schon einmal einen oder zwei Tage Pause mit Lop. Das kommt dann auf ungefähr 15-20 Lop im Monat, ist mir aber inzwischen wurscht. Das ist das einzige, was wirklich funktioniert. Es gibt weniger Druck, weniger Schmerzen und vor allem weniger Stuhlgänge und bislang keinen Unfall. Ich frage mich, warum ich das nicht schon immer so gemacht habe...aber man probiert halt viel. Letztlich bin ich jetzt momentan so sehr sehr zufrieden und froh!!!

haschel grüßt :winke:

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von ulka » 10.08.2017, 10:54

Halllo haschel! ich lese immer sehr sorgfältig deine Beiträge und versuche alles was Du auch versuchst. Mit dem lop habe ich auch schon gemacht . Leider kommt zur Verstopfung ab und zu und habe starke Blähungen aber trotzdem mache ich weiter.Mit einer "Sitzung" geht auch nicht. Liebe Grüße :winke:

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Beitrag von haschel » 11.08.2017, 12:01

Hi ulka,

ja, das mit der Verstopfung kommt ab und zu, ich versuche es dann mit Magnesium, das ist meistens abführend oder auch Essen, wie zum Beispiel Hühnersuppe, die bei mir abführend wirkt. Letztlich die Verstopfung durchhalten, der Druck ist nicht annähernd so schlimm, wie der sonstige Druck auf den Schließmuskel ohne Lop war. Aber klar, unangenehm schon. Gegen die Blähungen kannst du vielleicht Lefax forte versuchen zu jeder Mahlzeit. Das ist bei mir nicht so schlimm mit den Blähungen, zum Glück....

Gut, bei mir ist es momentan ein Gang (oder bei Verstopfung auch schon einmal gar keiner) am Tag, aber ich mache auch Diät momentan und wenn wenig gegessen wird, kommt auch weniger :DD

Noch ein Tipp, ich habe mir Kalenderblätter pro Monat ausgedruckt (gibt es bei schulferien.org glaube ich) und trage da immer ein, wann ich Lop oder lingual genommen habe mit Uhrzeit und abgekürzt auch warum. (Druck, dünn, entleert, etc)

haschel grüßt :winke:

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Beitrag von haschel » 11.01.2018, 17:43

Frohes Neues Jahr euch allen nachträglich!

Folgende Frage an alle, die mit analer Irrgation schon Erfahrungen haben.

Wie ihr wisst, komme ich eigentlich gut zurecht. Dennoch überlege ich, ab und zu zu spülen, immer dann, wenn ich nicht auf Toilette war, aber raus möchte zum Beispiel. Habe jetzt auch den Kontakt geknüpft zu coloplast/publicare wegen dem Peristeen System. Wird das einfach sein? Komme ich damit zurecht? Kann man das als Lösung für ab und zu sehen? Meine Hemmschwelle ist natürlich da....

Derzeit läuft es sonst prima, da ich Diät mache...wenig essen also immer gut für das System :DD :DD :DD ABER...ich werde mit Sicherheit nicht ewig abspecken GRINS...und dann kommen die Situationen, dass ich unsicher bin, beim Rausgehen...auch zu Unfällen kam es schon :o Das zu vermeiden ist mein Plan :gut:

haschel grüßt :winke:

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Ileostoma Rückverlegung 19.11.13

Beitrag von guesch52 » 14.01.2018, 12:13

Hallo haschel,
schön, daß es bei Dir wieder aufwärts geht. Eine totale Normalität wird es wahrscheinlich nie mehr geben. Ich hatte ungefähr den selben Verlauf wie Du, nur ca. 2 1/2 Jahre später. Ich bin jetzt 1 1/2 Jahre zurückverlegt und hatte vor einem 3/4 Jahr noch eine komplizierte Narbenbruch-OP. Aber mir geht es jetzt von Tag zu Tag besser. Ich versuche, möglichst nicht auf Imodium zurückgreifen zu müssen. Aber in manchen Situationen geht es doch nicht ohne. Durch die Chemo und Bestrahlung wurde die Darmschleimhaut schwer geschädigt und die Darmflora muss erst nach und nach wieder aufgebaut werden. Ich nehm da Probiotika wie z.B. pro12 von LR und/oder Lacidofil und/oder Synbiotik von Bodyfokus. Meine Darmflora bessert sich von Tag zu Tag. Wenn ich etwas "Falsches" gegessen hab, zeigt es sich nach 1 - 2 Stunden, dann bekomm ich eben Durchfall und den bekannten Druck auf den Schliessmuskel. Selber schuld gewesen, das hätte ich vermeiden können, wenn ich dies oder das nicht gegessen hätte. Aber mit der Zeit bekommt man das ganz gut heraus, was der Darm verträgt und was nicht. Aber das ist bei jedem verschieden. Der Darm ist eben eine "Zicke". Viele liebe Grüsse von Günther. :winke:

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