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Rückverlegung am 16.6.20 - Dickdarm komplett weg - Bericht – Seite 7

Oft ist das Stoma nur vorübergehend notwendig. Aber die Situationen nach der Rückverlegung sind so unterschiedlich wie die Ursachen, die zum Stoma geführt haben. Tauscht hier eure Fragen und Erfahrungen zur Stoma-Rückverlegung aus.
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110 Beiträge • Seite 7 von 111 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11

Rückverlegung am 16.6.20 - Dickdarm komplett weg - Bericht

Beitrag von inki » 06.01.2021, 22:19

@Bernie29:
Danke für die Blumen :)

@Babetwo:
Der Dickdarm resorbiert eben vor allem Flüssigkeit. Für die Nährstoffe ist vorrangig der Dünne zuständig und der wurde halt im Wesentlichen ganz gelassen. Ist somit bewiesen :cry: :D

Inki

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Beitrag von inki » 17.03.2021, 21:35

Monat 9:
Es ist jetzt knapp ein Jahr her, dass mir der Dickdarm entfernt, ein J-Pouch und Stoma installiert wurden.
Vor 9 Monaten wurde dann das Stoma abgebaut und der J-Pouch aktiviert.

Ich bin zufrieden.

Für jeden der ein entsprechendes Karzinom entwickelt wie ich oder eine Colitis hat, die nicht mehr medikamentös unter Kontrolle zu bringen ist, bietet die Proktokolektomie mit ileoanalem Pouch eine tolle Chance.
Dank frühzeitiger Erkennung (wegen der häufigen Darmspiegelungen) konnten Krebs wie Colitis in einem Rutsch entfernt werden. Ich muss keine Immunsuppressiva und auch sonst keine Medikamente mehr schlucken und habe einen weitgehend funktionalen Körper.

Der Preis für diesen Weg variiert natürlich. Leider ist nicht jeder Verlauf so gut wie bei mir. Es gibt keine Garantien.

Meine Situation ist weitgehend unverändert.
Eine Einlage verwende ich in der Nacht nicht mehr, sondern klemme mir zwei gefaltete Blätter WC-Papier vor den After. Die wenigen abgehenden Tropfen werden davon perfekt aufgefangen.
Fast jede Nacht muss ich einmal raus. Es brennt aber nur noch selten und ich bin auch gleich wieder eingeschlafen :-)
Es gibt inzwischen alle paar Wochen mal eine Nacht die ich sogar durchschlafen kann.

Die Stuhlfrequenz kann auch mal unter 6 liegen. Wenn ich die Besuche auf dem stillen Örtchen abziehe, die ursächlich eher der Blase zuzuschreiben sind bleiben aber nur noch 3 - auch wenn ich diese Gelegenheiten natürlich nutze, um auch den Pouch zu entleeren.
Ich würde sagen, dass ich 3x täglich allein wegen des Stuhldrangs oder der nächtlichen Leckage auf die Toilette gehe.

Das nächste Update werde ich wieder in 3 Monaten posten. Zwischenzeitlich stehe ich für Rückfragen immer zur Verfügung.

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Inki

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Beitrag von Babetwo » 18.03.2021, 11:34

Lieber Inki,

vielen Dank für dein Update... schön dass es dir weitgehens gut geht und du mit der Situation klar kommst. Und kilomässig hat sich bei dir bei der Verwertung der Nahrung nichts viel geändert oder??

Weiterhin alles Gute und ich freue mich auf dein Update in 3 Monaten

LG Babetwo

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Beitrag von inki » 18.03.2021, 14:52

Nein, leider hat sich meine individuelle Tendenz ein guter Futterverwerter zu sein nicht geändert. Vielleicht hätte ich damals sagen sollen, dass er zur Sicherheit mal noch 1/2 m Dünndarm extra entfernen soll…

Ich habe inzwischen das Gewicht des fehlenden Darms und den Gewichtsverlust aus den OPs überkompensiert und arbeite wieder daran etwas abzubauen.

Mein Problem sind abendliche Gelüste auf der Couch :)
Bleibe ich am Abend enthaltsam was die Nahrungszufuhr angeht, dann wird das tendenziell durch eine ungestörte Nachtruhe belohnt. Es wäre also eine WIN WIN Situation. Allein - es fällt mir so schwer…

Inki

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Beitrag von inki » 17.06.2021, 16:11

Monat 12:

Vor einem Jahr bin ich das Stoma wieder los geworden. Seitdem ist der J-Pouch aktiv und ich habe bisher keine nennenswerten Probleme mit der Konstruktion gehabt. In den ersten Wochen gab es mal ein paar Nachblutungen, aber seither ist alles wie es sein soll.

Meine Situation ist zum Stand vor drei Monaten unverändert, leider auch was die minimale nächtliche Inkontinenz angeht. Ich habe aber das Gefühl, dass ich trotz des Stuhlabgangs immer öfter auch durchschlafen kann. Ab und zu gibt es auch mal weichen aber irgendwie geformten Stuhl. Das scheint mit den Ballaststoffen in der Nahrung zusammen zu hängen.

Insgesamt ist also alles weiterhin im grünen Bereich. Stuhldrang stellt sich meist zeitnah nach dem Essen ein. Wie im Lehrbuch rückt der Zeitpunkt näher an die Nahrungsaufnahme, wenn ich zum Essen auch viel trinke und nicht die ja auch für Stomaträger empfohlene halbe Stunde zeitlichen Abstand einhalte. Dann spült das Getränk den Speisebrei schneller durch und ich muss schneller auf die Toilette. Auch Bewegung (Sport) erhöht die Stuhlfrequenz.
Das Rezept für wenige Stuhlgänge wäre also für mich: Wenige Mahlzeiten ohne Getränk zu sich nehmen und mit Abstand trinken. Auf ballaststoffreiche Nahrung achten. Erst nach dem Sport essen.

Ich finde es aber auch ganz ok, wenn ich mich daran nicht halte und dadurch dann etwas öfter das WC besuche :-)

Das nächste Update werde ich in 6 Monaten posten. Zwischenzeitlich stehe ich für Rückfragen immer zur Verfügung.

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Beitrag von Bernie29 » 18.06.2021, 10:32

Hi inki.

Danke für´s update. :gut:
Alles in allem also eine richtige Erfolgsstory! Freut mich sehr!

VG Bernie

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Bernie29

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Beitrag von Tilda » 18.06.2021, 10:53

Danke für deine Infos die ich mit Interesse verfolge. Meine Rückverlegung war im Februar und mir geht es ähnlich wie dir. Gut!

Grüße Tilda

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Tilda

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Beitrag von inki » 18.06.2021, 12:25

Ja, es hat alles geklappt und ich werde hier ab und an vorbei schauen, um ein Update zu hinterlassen.

Ich denke allen die auf der Suche nach Orientierung sind und vor solchen großen Operationen stehen nimmt das vielleicht einen Teil der Sorge....

Inki

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Beitrag von Babetwo » 06.11.2021, 17:35

Liebe Inki,

ich lese mit Interesse dein Update...und freue mich auf das kommende, das ja schon bald sein wird...bin gespannt ob sich noch weiter bei dir etwas getan hat.

Bei mir ist es stuhlmässig ähnlich, allerdings nehme ich weiterhin nicht ab, obwohl ich eigentlich die Nahrung sofort wieder wegbringe.

Wie sieht es bei dir gewichtsmässig aus??

LG Babetwo

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Beitrag von inki » 06.11.2021, 18:11

Hallo Babetwo,

ich würde sagen, dass die Kolektomie bei mir keinen Einfluss auf die Aufnahme von Nährstoffen hatte, auch wenn ja nun ein Teil des Dünndarms anders genutzt wird und die Durchlaufzeit der Nahrung verkürzt ist.

Ich war vor den Operationen ein guter Futterverwerter und bin es weiterhin ;)
Lasse ich mich gehen, dann nehme ich zu, wie vor den OPs auch.
Sorge ich für eine negative Kalorienbilanz, dann nehme ich ab.

Schönen Gruß,
Inki

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