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Ein besorgte Tochter – Seite 1

Mit einem Stoma ist das Leben anders, aber nicht weniger lebenswert. Trotzdem stellt es uns vor so manche Herausforderung. Hier ist das Forum für eure Fragen und Erfahrungen zum Alltag mit einem Stoma.
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35 Beiträge • Seite 1 von 41, 2, 3, 4

Ein besorgte Tochter

Beitrag von Carmen » 05.09.2007, 11:36

Hallo ihr Lieben,

erst einmal möchte ich sagen, dass ich mich sehr freue, dass es dieses Forum gibt! Ich habe die letzte zwei Wochen sehr viel gelesen, da bei meiner Mutter eine OP bevorstand und sie auch eventuell ein Stoma bekommen sollte. Für uns alle war das eine schreckliche Vorstellung. Das Lesen hier hat mir zumindest viele meiner Ängste genommen. Seit gestern ist es nun Gewissheit: Sie hatte die OP und nun hat sie ein - wohl auch endgültiges - Stoma. Sie geht so gerne in die Sauna & Schwimmen, treibt viel Sport (Walken, Gymnastik, Aerobik und so, fährt gerne Fahrrad), sie kocht und bäckt sehr gerne (und isst das dann natürlich auch gerne!) und ist ein rundum lebensfroher Mensch und ich habe die Hoffnung, dass sie all das nicht aufgeben muss bzw. dass es ihr nicht verloren geht und sie ein uneingeschränktes Leben leben kann.

Ich weiß, dass ich über die Suchfunktion viel finden kann, aber ich hatte das Bedürfnis, mich persönlich zu melden und vielleicht den einen oder anderen tröstenden Kommentar zu bekommen. Momentan halten sich meine Fragen noch in Grenzen, weil ich ja auch erst mal sehen will, wie meine Mutter damit zurechtkommt. Vielleicht überrascht sie uns alle, weil sie sich schnell damit arrangieren kann.

Gibt es Selbsthilfegruppen (Berlin, Umland), wo sie sich vielleicht erkundigen kann, wo sie - hoffentlich lebensfrohe! - Menschen treffen kann, die ihr helfen können, damit sie auch merkt, dass sie nicht alleine dasteht? Obwohl, sie hat so viele Freunde, die für sie da sind - da wird sie auch aufgefangen. Was kann man als Angehöriger sinnvolles tun?

Liebe Grüße
Carmen

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Carmen

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von dehacoe » 05.09.2007, 14:09

Hallo Carmen,

wenn Du Dich mal so durch das Forum liest. wirst Du feststellen, dass Deine Ma ganz beruhigt ihre bisherigen Aktivitäten nicht aufgeben muss. Für die Sauna und das Schwimmen gibt es Hilfsmittel, die das Stoma gut abdecken und alle anderen sportlichen Tätigkeiten können ganz unbesorgt gemacht werden. Natürlich wird es eine Weile dauern. Die ersten 6 Wochen soll sie sich da auf alle Fälle zurückhalten. (Der Bauch muss ja erst wieder richtig zugewachsen sein.)
Zu Selbsthilfegruppen in Berlin bin ich leider überfragt, aber da findest Du bestimmt was beim "googeln"
Deien Ma viele Grüße und Euch alles Gute!
Dietmar:ballon:

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dehacoe

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von Meta » 05.09.2007, 14:23

Hallo Carmen,
schön,dass du dich für deine Mutter informierst! Sag ihr schöne Grüße und sie kann, wenn sie wieder fit ist, auch
wieder alles machen, ausser schwer heben. Walking ist gar kein
Problem und Gymnastik auch nicht,bei Aerobic denke ich, wenn sie langsam anfängt, gibt es auch da keine Probleme.
Liebe Grüße,
Marion :winke:

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Meta

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von Bärchen » 05.09.2007, 14:42

Hallo Carmem. Da ich aus Berlin Berlin bin, könnt ich unsere Selbsthilfegruppe empfehlen. Wir treffen uns am 27.9. um 19.30 , oder ,wenn deine Ma 70 oder älter wäre um 16 Uhr (auch am 27.9. ) jeweils im Franziskuskrankenhaus, Budapester Str. 15-19 in Charlottenburg, 2.Etage in den Schulungsräumen. Über http://www.ilco.de können weitere Gruppen und Infos abgefragt werden, da es in Berlin allein 10 Gruppen gibt.Hoffe, ich konnte weiterhelfen. Gruß an Deine Ma und alles Gute für Euch alle.Bärchen/ Doris

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Bärchen

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von Carmen » 06.09.2007, 09:59

Ihr Lieben,

herzlichen Dank für Eure Antworten! (Habe gerade einen Kloß im Hals - Danke!).

Meine Ma ist gerade 60 geworden. Sie muss erst mal noch knapp 14 Tage im Krankenhaus bleiben und dann hoffe ich ganz doll, dass es auch noch sowas wie eine Reha für sie gibt. Es hilft ihr sehr, mit anderen zu reden, die auch ein Stoma haben. Sie hat auch eine gesunde Einstellung und sagt, dass es besser so ist, als wenn der Krebs noch drin wäre (sie hatte Dramkrebs und der Tumor war sehr groß und saß leider zu ungünstig). Ich habe gesehen, dass es auch eine Gruppe bei ihr in der Nähe in Falkensee gibt, aber Charlottenburg ist auch nicht sehr weit weg. Ich richte ihr alles aus, was ich hier lese und denke, dass sie das auch ein wenig beruhigt. Habt vielen vielen Dank!!!

Liebe Grüße
Carmen

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von doro » 06.09.2007, 10:07

Hallo Carmen,

sprich mit dem behandelnden Arzt, ob das KH eine Anschlußheilbehandlung befürwortet. In der rchtigen Einrichtung hat sie sicher Gelegenheit sich mir Stomaträgern auszutauschen.

Der Gesundung hilft es Außerdem.:ballon:

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doro

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von Bärchen » 06.09.2007, 11:25

Hallo Carmen, leider hatte ich den Kalender nicht vor mir, und so hab ich mich um einen Tag vertan.Sorry, sorry. Es wäre der 27.09. In welchen Krankenhaus liegt denn deine Ma, hät sie wohl Interesse an einem Besuch? Eine AHB (Anschlußheilbehandlung) sollte jedes gute Krankenhaus befürworten, wird vom dortigen Sozialdienst in die Wege geleitet. Gruß Bärchen

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von Carmen » 06.09.2007, 16:51

Da bin ich wieder.

Na ja - meine Mama weint noch ab und an und ist manchmal sehr unglücklich, aber die OP ist ja auch gerade mal zwei Tage her. Besuch mag sie momentan noch nicht haben, außer von ihrer Familie. Den Termin habe ich ihr schon genannt. Sie war interessiert, aber noch ist sie glaube ich von alldem etwas überfordert. Nach einer AHB werde ich auch mal fragen. Der Arzt sagte ihr aber schon, dass es sowohl die Möglichkeit einer amulanten als auch einen stationären Reha gibt. Wahrscheinlich ist die ambulante für sie geeigneter, weil sie sich zuhause sehr wohl fühlt und dann immer wieder dorthin kann. Ich habe ihr die Grüße ausgerichtet und sie hat sich gefreut. Es tut ihr sehr gut zu wissen, dass es auch viele andere Betroffene gibt (die z.T. auch deutlich jünger sind als sie), und die ihr Leben mit Stoma meistern.

Liebe Grüße
Carmen

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von virtuosin » 06.09.2007, 20:05

Carmen,

schön wie Du Dich um Deine Mutter kümmerst. Wahrscheinlich ist sie im annähernden Alter wie ich. Meine Tochter ( 26) hat es zwar vernommen, aber es abgelehnt mein Stoma mal anzusehen...Ich kann es ihr nicht verübeln und möchte es ihr auch nicht aufdrängen. Sie rechnet fest damit dass ich rückverlegt werde. Schaun wir mal!

LG Cosima

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virtuosin

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Ein besorgte Tochter

Beitrag von Monsti » 06.09.2007, 20:52

Hallo Carmen,

ein liebes Willkommen auch von mir aus dem grad schneebedeckten (!!!) Tirol!

Ich finde es toll, dass Du Dir soviele Gedanken um Deine Mutter machst und versuchst, ihr irgendwie zu helfen.

All das, was Deine Mutter bisher gerne gemacht hat, wird sie bald wieder machen können. Das Stoma ist da keine Hürde. Die einzige Einschränkung: das Heben von schweren Gewichten. Das sollte Deine Mutter künftig unterlassen. Das wird man ihr aber eh schon im KH sagen.

Auch ich habe ein endständiges Stoma (Ileostoma) für immer. Ende Juli/Anfang August bin ich ganz allein nach Madeira gereist, bin dort geschwommen, habe an fast allen Veranstaltungen (die, welche ich ausließ, nur mangels Lust) teilgenommen und stundenlange Bergwanderungen unternommen. Ich hatte null Probleme, und es war einer der schönsten Urlaube meines Lebens. Sag' das Deiner Mutter!

Liebe Grüße
Angie

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