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Sohn – Seite 1

Mit einem Stoma ist das Leben anders, aber nicht weniger lebenswert. Trotzdem stellt es uns vor so manche Herausforderung. Hier ist das Forum für eure Fragen und Erfahrungen zum Alltag mit einem Stoma.
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Sohn

Beitrag von angeja » 03.09.2011, 15:39

Hallo, mein Sohn (35J) ist gestern von der Intensivstation auf die Beobachtungsstation eines KH verlegt worden. Er hat folgendes mitgemacht: starke Bauchschmerzen bei Morbus Crohn, Darmverschluß, OP (es wurden 15cm Dünndarm entfernt),Verlegung auf die Intensivstation, OP Naht war undicht, erneute OP, Peritonitis, Nierenversagen, Lungenentzündung,offene Bauchbehandlung mit X Spülungen, Dialyse, künstliches Koma, Beatmung,1 Dünndarmstoma und 1 Dickdarmstoma.
Das muß er jetzt erst mal verarbeiten. Psychologe, Stomatherapeut, und KH Sozialarbeiter werden vom KH angefordert. Wo bestellt Ihr Euren Bedarf an Beuteln,etc.?
Wo gibts eine gute Kurklinik? Was kann ich als Mutter tun, dass es ihm psychisch besser geht? Platz ist zu Ende.
LG Angeja


MC seit ca. 1992,Ileus 2011, OP am 8.8.2011,Nahtinsuffizienz und erneute OP am 11.8.2011,Peritonitis,weitere OP am 13.8.2011 und 15.8.2011,dabei Anlage vonn Dünn- und Dickdarmstoma,Lungenentzündung,offene Bauchversorgung mit X Spülungen, Nierenversagen,Dialyse,Beatmung, künstliches Koma.Rückverlegung am 15.3.2012, 20.3.2012 erneute OP (Abzeß),Niereninsuffizienz

angeja

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Sohn

Beitrag von doro » 03.09.2011, 16:06

Hallo angeja,

da hat Dein Sohn aber alles in einem Rutsch mit gemacht und kaum etwas ausgelassen :troest:

Zeit heilt Wunden, nicht nur die Sichtbaren.Zur Stomaversorgung: Frage doch in dem Krankenhaus nach der Stoma Schwester, im Allgemeinen meldet die sich bei den Stoma Patienten aber damit Ihr beruhigt seit, greift dem mal vor.Solange Dein Sohn noch intensiv /normal behandelt wird, stellt das Krankenhaus die Versorgung.Sicher ist es zweckmäßig wäre gleich nach dem KH Aufenthalt eine Anschlussheilbehandlung ein zu leiten. ( AHB ) Zuständig ist hier der soziale Dienst im KH.
Ja, wie kann man jemanden aufmuntern, der physisch und körperlich, noch recht wackelig da steht. Muntermacher Nr. 1 war für mich die Einstellung, es gibt immer schlimmeres und Hurra, ich lebe ! Bevor das aber bei mir ankam wo es hin
sollte, vergingen Wochen.Zeige Deinem Sohn, das er für Dich der gleiche bleibt wie ohne Stoma und lies Dich einmal hier durch,dann wirst Du feststellen,wir sind alle sehr normal geblieben mit Freude an 1000 Dingen mit unseren Hobbys und ja, wenn es nicht anders geht, wird auch schon mal Tacheles gesprochen ;)
Welcher Jahrgang ist Dein Sohn, was hat er für Hobbys, Familie ?


Herzlichen Gruß von Doro

doro

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Sohn

Beitrag von Häslein » 03.09.2011, 16:49

Hallo angeja, :)

Doro hat Deine Fragen ja schon gut beantwortet.

Ich kann mir vorstellen, dass man als Mutter hilflos daneben steht und es einem fast das Herz zerreißt, seinen Sohn so leiden zu sehen.

Ein Patentrezept zur Verarbeitung solcher Erlebnisse gibt es leider nicht. Jeder geht gemäß seinem Charakter anders damit um.

Mir selbst halfen mitleidige Blicke oder traurige Gesichter wenig. Ich hatte das Gefühl, für Andere stark sein zu müssen. Als ich im Selbstmitleid zu versinken drohte, half mir auch mal eine etwas harschere Ansage, nach vorne zu blicken.

Die AHB dürfte normalerweise automatisch vom Krankenhaus angleiert werden.

Wenn es möglich ist, kann er auch selbst mal ein Blick hier ins Forum werfen.

Liebe Grüße, Häslein

Häslein

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Sohn

Beitrag von sahnetörtchen » 03.09.2011, 19:22

Hallo angeja,

erst einmal

herzlich willkommen bei uns


Da hat Dein Sohnemann aber gleich alles in einem mitgenommen. :troest:

Die Stomaversorgung wird in der Regel von der Klinik aus eingeleitet, sprich es kommt eine Stomatherapeutin zu Deinem Sohn ans Bett und schaut, dass sie die passende Versorgung für ihn findet. Es kann schon mal sein, dass man mehrere Hersteller austesten muss, denn nicht jeder Beutel sitzt bei jedem gleich gut.
Bei mir ist es noch heute so, dass ich von dem gleichen Sanitätshaus beliefert werde, welches mich schon im KH versorgt hat.

Rehakliniken findest Du auch über die Ilco. Hab Dir mal den Link eingestellt:
http://www.ilco.de/adressen-links/rehakliniken.html

Wenn Du noch Fragen hast, nur raus damit.

LG
Klaudia :winke: :winke:


MC seit 1998. Okt. 2010 Anlage eines Kolostoma.

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Sohn

Beitrag von angeja » 03.09.2011, 22:52

Danke für Eure Infos. Ich werde mich hier mal durchlesen, ist ja auch für mich alles neu. Mein Sohn ist Jahrgang 1976, ist geschieden, lebt aber in einer neuen Beziehung und will nächstes Jahr heiraten. Seine Freundin ist ein prachtvoller Mensch.Sie hatihn durch die vergangenen Wochen auf der Intensivstation ganz liebevoll begleitet. Ich bin froh, dass die beiden sich gefunden haben. Sie wünschen sich Kinder.(Und ich mir noch mehr Enkel)Er arbeitet in der IT Branche. Hobbys sind der Computer, Katzen, Reisen .
LG Angeja


MC seit ca. 1992,Ileus 2011, OP am 8.8.2011,Nahtinsuffizienz und erneute OP am 11.8.2011,Peritonitis,weitere OP am 13.8.2011 und 15.8.2011,dabei Anlage vonn Dünn- und Dickdarmstoma,Lungenentzündung,offene Bauchversorgung mit X Spülungen, Nierenversagen,Dialyse,Beatmung, künstliches Koma.Rückverlegung am 15.3.2012, 20.3.2012 erneute OP (Abzeß),Niereninsuffizienz

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Sohn

Beitrag von Hanna70 » 03.09.2011, 23:46

Hallo Angeja,

dass Du dieses Forum bei der Suche nach Hilfe für Deinen Sohn gefunden hast, ist sehr schön

Herzlich Willkommen! hier.

Was da über Deinen Sohn, und damit auch über seine Freundin und Dich als Mutter, hereingebrochen ist, ist ganz bestimmt nicht leicht zu verkraften. Er hat ja nun auch fast alles mitgenommen, was es an Komplikationen geben kann.

Zur Versorgung wurde ja schon etwas gesagt. Das wird vom Krankenhaus aus organisiert. Um dann die letztendlich richtige Versorgung zu finden, das kann etwas dauern und braucht manchmal schon eine Weile.

Da Dein Sohn noch so jung ist, wird sich der Körper wahrscheinlich (hoffentlich!) relativ schnell erholen. Viel längere Zeit braucht sicher die Seele, sich mit der neuen Situation abzufinden. Rate Deinem Sohn, dafür eine psychologische Betreuung anzunehmen. Dort wird er sicherlich eher über seine Probleme und Ängste sprechen können als mit Dir oder seiner Freundin.

Er wird es eher vermeiden wollen, über Probleme und Ängste mit Euch zu sprechen. Aber das muss er, um sie wirklich verarbeiten zu können.

Und wenn er es denn kann, sollte er auch selbst hier im Forum Hilfe suchen. Alle werden versuchen, sie auch zu geben.

Ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld für die nächste Zeit.

Liebe Grüße von
Rosi


Stoma-Pate PLZ 041...
3/2007 Endometriumcarcinom, 3/2008 Rektum-Scheiden-Fistel, nach 4 OPs Entlassung mit Rektum-Scheiden-Blasen-Fistel, Colostoma, Kurzdarmsyndrom, totale Harninkontinenz (Vorlagen)
(Behandlungsfehler wurden durch Gutachten der LÄK bestätigt und inzwischen anerkannt)

Hanna70

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registriert seit 21.05.2011

Sohn

Beitrag von highwaybiker » 03.09.2011, 23:52

Bild liebe angeja,

Tut mir echt leid, was Dein Sohn bisher mitmachen mußte.Alle Beteiligten werden jetzt viel Geduld aufbringen müssen, aber die Zeit wird die Wunden heilen. Ansonsten kann ich mich nur meinen Vorrednerinnen anschließen. Das wichtigste wurde gesagt. Ich selbst benutze die Versorgung von Coloplast und zwar die Einteiler "SenSura". Aber wie gesagt, das muß jeder für sich selbst herausfinden, welche Versorgung am besten paßt und auch hebt. Das wird bereits im Krankenhaus gemacht, sobald es Deinem Sohn mal etwas besser geht. Dafür gibt es ja die Stomatherapeuten in der Klinik. Die sorgen dann auch dafür, dass zu Hause alles glatt läuft, wenn die richtige Versorgung erstmal gefunden wurde. Bild


:winke: liebe Grüsse Werner
__________________________________
7.4.1978 Schußverletzung/Dienstunfall, dadurch Blasen und Mastdarmlähmung. Februar 2006 Analkarzinom. Blasenentleerung durch Katheterisierung.Leichte Harninkontinenz.Endständiges Kolostoma seit 2.3.2010
Mein Motto: Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man was schönes bauen.

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registriert seit 20.01.2010


Sohn

Beitrag von angeja » 04.09.2011, 21:03

Gibt es eigendlich ein SHG im Raum Telgte/Westbevern?
angeja


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Beitrag von hexe69 » 04.09.2011, 21:25

hallo und herzlich willkommen!!
ohhhh telgte, meine alte heimat,da freu ich mich aber.


lg anja


dopp.ileostoma nach dicki entf.nur noch 20 cm vorh./mc&cu/&fisteln wartent auf verschließung der fistel und auf RV

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Sohn

Beitrag von Monsti » 04.09.2011, 22:04

Hallo Angeja,

aus Tirol ebenfalls ein liebes Willkommen in unserer Runde!

Normalerweise sollte es im KH eine Stomafachkraft geben, die Deinen Sohn nicht nur in die selbstständige Stomaversorgung einweist, sondern ihm auch Tipps für die Zukunft gibt. So war es jedenfalls bei mir (Klinik Innsbruck). Eine Reha hatte ich zunächst nicht, sondern erst nach der dritten großen OP 2004. War zwar ein netter Tapetenwechsel und auch erholsam, aber nix wirklich Hilfreiches.

Von Selbsthilfegruppen halte ich persönlich nicht viel. Ermutige Deinen Sohn, sich hier im Forum anzumelden und aktiv mitzuwirken, sobald er entlassen ist. Mir hatte der Austausch hier sehr geholfen.

Deinem Sohn komplikationslose Genesung und liebe Grüße
Angie


Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen. (Antoine de Saint-Exupéry)
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Endständiges Ileostoma seit 01/2004 nach postop. Peritonitis/Sepsis und totaler Colektomie (ursprüngl. MH/IND), Rektumamputation 2007

Monsti

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