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Versorgung mit Stomabeuteln

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25 Beiträge • Seite 2 von 31, 2, 3

Kürzung der momatlichen Pauschale

Beitrag von Peter51 » 02.06.2018, 11:42

Was ist an meinen Beitrag so schwierig formuliert Rosa56?
Hast doch schon richtig erkannt, der Doc muss doch den notwendigen medizinischem Verbrauch begründen, sonst würde ein derartiger Antrag keinen Sinn machen.

Wenn du deine Krankenkasse, den Versorger mit der beauftragten Stomatherapeutin nicht an deiner Seite hast ( warum auch immer?), dann hat es auch dein Doc nicht einfach dein Verbrauch zu begründen.

Wie auch immer, ich kann dir nicht im Ansatz weiter behilflich sein.
Ich bin persönlich mit KK, aber auch Versorger mit den Stomafee, immer gut ausgekommen.
Ich bekomme jetzt im sechsten Jahr, unkompliziert meine notwenige Versorgungen und das ist gut so.
Und die Jahre zuvor, nur mit Kolonversorgung ebenfalls stressfrei und natürlich weiss ich auch, dass die KK am liebsten noch weiter die Pauschalvergütungen senken wollen.
Abwarten und Tee trinken.
Alles gute

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Peter51

Mitglied

Versorgung mit Stomabeuteln

Beitrag von Webkänguru » 02.06.2018, 18:38

Hallo Rosa und Peter,

ich habe euren Austausch aus dem Thread "Kürzung der monatlichen Pauschale" hierher verschoben. Eure Diskussion ist so für alle besser nachvollziehbar.

Viele Grüße,
Christian

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Webkänguru

Moderator

Versorgung mit Stomabeuteln

Beitrag von Peter51 » 02.06.2018, 22:53

Hallo Rosa 56,
Ich noch einmal.
Gut ist es, dass deine zuständige Mitarbeiterin deiner Krankenkasse, dir das Protokoll vom Beratungsgespräch übermittelt hat.
Es kann sein (du kennst die Details), dass sich der Stomaberater ein Eigentor geschossen hat (ist Fussballzeit).
Nagel den Versorger fest sofern sein beauftragter Mitarbeiter, falsche Informationen an deine KK, zu deinem Nachteil weiter gereicht hat?
Leite doch davon ab( sofern das Protokoll es hergibt), dass dein Versorger nicht willig ist ihren Vertrag mit der KK zu erfüllen.?
Prüfe und entscheide, ob du diesen Weg gehen willst, es kann dauerhaft aber auch die Bereitstellung weiter beschweren.
Oder einfach anderen Anbieter suchen und aus dem gelernten, von vorne mit einen besseren Versorger vertrauen aufbauen.?
Nicht ärgern lassen, es gibt Schlimmeres.

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Peter51

Mitglied

Versorgung mit Stomabeuteln

Beitrag von Webkänguru » 02.06.2018, 22:55

Hallo Rosa,

ich habe heute deine Beiträge gelesen, du steckst da gerade in einem ganz schönen Dilemma. Nach deiner langjährigen Stoma-Erfahrung hast du dich völlig korrekt an die Krankenkasse gewandt, um 2Unterstützung zu bekommen. Du bist Kunde deiner Krankenkasse und die Kasse hat dafür zu sorgen, dass du richtig versorgt wirst.

Die Sachbearbeiter deiner Krankenkasse stecken jetzt zwischen deiner Aussage und der des Versorgers, ohne wirklich beurteilen zu können, welchen Bedarf du tatsächlich hast. Denn zu entscheiden, was medizinisch notwendig und wirtschaftlich ist, das überlassen die Krankenkassen ihren Vertragspartnern bzw. deren Stomaberatern. Außer dein Arzt rezeptiert dir exakt die Produkte, die du benötigst. Mit genauer Angabe der Produkte, des Versorgungszeitraums und der Menge, die du in diesem Zeitraum benötigst. Dann gilt erstmal das, was dein Arzt auf die Verordnung geschrieben hat, der Versorger kann nicht einfach etwas anderes liefern.

Wie zufrieden bist du mit der bisherigen Versorgung? Ist sie so zuverlässig wie deine vorherige? Wenn ja, dann würde ich weiter dafür kämpfen und auch über einen Wechsel zu einem anderen Homecare-Unternehmen nachdenken. Falls du mit der bisherigen Lösung nicht zufrieden bist, kannst du entweder auf die Unterstützung deines Versorgers bauen oder du suchst selbst nach passenden Alternativen und wenn du sie gefunden hast, lässt du dir genau diese Stoma-Artikel von deinem Arzt verordnen.

Soft- oder Leicht-konvexe Basisplatten gibt es übrigens von mehreren Herstellern. Falls du da noch Tipps benötigst, können wir hier gerne mal eine Liste machen.

Viele Grüße,
Christian

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Webkänguru

Moderator

Versorgung mit Stomabeuteln

Beitrag von Peter51 » 02.06.2018, 23:38

Hallo Webkänguru,
Nicht selten, akzeptieren die KK (selbst als dauer/Jahresverordnung) nur ein "Rezept über Verbrauchsmaterial unsereres Stomamaterial ff..ohne detalierte Begründung zum "Mehrverbrauch".
Daher war auch mein Hinweis mit ärztlicher Schreiben gängige Praxis.
Jeder gute vertrauenswürdiger Arzt, stellt das seinen Patienten ohne zusätzliche Kosten aus, im schlimmsten kostet es keine 20 Euronen. Egal ob man privat oder Kassenpatient ist.
Meine persönliche Erfahrungen, im Umgang mit KK aber auch Versorger.

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Peter51

Mitglied

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Beitrag von Rosa56 » 03.06.2018, 02:53

Hallo Christian,

Vielen Dank für deine Antwort. Mein, wie du sagst, Dilemma ist noch viel grösser, als ich bisher beschrieben habe. Am letzten Mittwoch, war der Berater hier und dieses Gespräch war für mich zunächst ok, obwohl ich auf Grund der vorausgegangenen Ereignisse noch äusserst sauer war und auch dementsprechend reagiert habe. In weiser Voraussicht war mein Mann als Zeuge dabei. Gott sei Dank! Der Berater hat einen ungeheuerlichen Bericht an die Krankenkasse geschrieben. Die KK hat ihn mir vorgelegt. Ich werde mit den schlimmsten Vorwürfen konfrontiert, worauf ich niemals gekommen wäre, dass jemand so hinterhältig agiert. Diese Einzelheiten kann man nicht veröffentlichen! Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich mit niemanden von diesem Unternehmen auch nur noch irgendein Wort wechsele, geschweige denn in meine Wohnung lasse. Beim vorletzten Besuch sprach ich das Attest durch den Arzt ausgestellt an. Da sagte der Berater, wenn sie mir das liefern, dann kann ich ihnen das auch so bringen, wie sie es brauchen. Mittwoch morgen war ich beim Arzt habe das Attest bekommen, aber es stehen lediglich die Anzahl der Basisplatten und Beutel und weiterer Hilfmittel / Monat darin. Die genauere Bezeichnung haben wir nicht erwähnt, weil ja eine Umstellung des Produktes erfolgen sollte. Ich habe dem Berater eine Kopie mitgegeben. In seinem Bericht wird mir immer wiedervorgeworfen, die Versorgung partout durchsetzen zu wollen, die ich haben will. Und jetzt auch noch über den Arzt.

Ich weiss nicht, warum man über mich solche Dinge erzählt, mir Sachen unterstellt, die ich weder gesagt noch getan habe. Das war schon mangels Kontakt gar nicht möglich. Entweder geht man von deren Seite mit mehreren Patienten so um, das kann ich ja nicht wissen. Einen persönlichen Grund kann es m. E. nicht geben. Der einzige Hintergrund den ich mir vorstellen kann, ist dass die mich loswerden wollen.

Der Wechsel zu einem anderen Versorger steht für mich fest! Am Montag kommt eine Dame eines anderen Unternehmens.
Meine frühere Versorgung war gut, wenig Probleme, wird aber NICHT mehr produziert. Deshalb die Umversorgung. Die früheren Basisplatten waren aus Kautschuk. Habe ich über 20 Jahre bekommen. Die neuen Produkte, verschiedene habe ich ausprobiert, fanden teilweise gar keine Haftung oder wenig Haftung. Wie ich erfuhr, hat sich die Haut durch Kautschuk verändert, so Das es für an der yprodukte schwierig ist. Das Produkt, das ich jetzt trage, hatte die beste Haftung. Mit Hilfe von Hautschutztüchern, die einen Klebefilm bilden,( von der damaligen Therapeutin empfohlen), halten die Basisplatten besser. Ich kann mir den Mund fusselig reden, niemand nimmt mir das ab und es wird heftig abgestritten. Ich habe jetzt 14 Tage keine Hautschutztücher angewendet. Das war schlimm. Tags und Nachts löste sich die Versorgung, nach kurzer Zeit und die Wäsche war verschmutzt.

Ich bin natürlich für Juni nicht ausreichend versorgt. Wenn ich mit dem Versorger keinen Kontakt mehr wünsche, weiss ich jetzt nicht wie es weiter geht.

Gerne nehme ich das Angebot an, dass ihr mir eine Liste über weiche Basisplatten erstellt. Vielen Dank im voraus.
LG Rosa

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Rosa56

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Beitrag von Rosa56 » 03.06.2018, 03:03

Hallo Peter,

Die ersten Unterstellungen hat zunächst mal der Vorgesetzte meines derzeitigen Beraters aufgestellt. Hat er mir sogar schriftlich zukommen lassen. Das war noch harmlos aber höchstärgerlich. Es gibt für mich hier keine Fortführung durch dieses Unternehmen. Es würde mich freuen, wenn der Berater, sich ein Eigentor geschossen hätte. Leider glaube ich nicht mehr daran.

LG Rosa

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Rosa56

Mitglied

Versorgung mit Stomabeuteln

Beitrag von Webkänguru » 03.06.2018, 10:41

Hallo Peter,

ja, wir kennen einige Verträge der Krankenkassen im Detail. In den Verträgen heißt es sinngemäß, dass es ausreicht, wenn in der Verordnung steht "Versorgung bei Stoma für 3 Monate". Aber dort steht dann auch der Hinweis: nur sofern der behandelnde Arzt nicht bestimmte Stomaartikel direkt verordnet.

Denn letztendlich trägt der Arzt die Verantwortung für die Behandlung und darf final entscheiden.

Viele Grüße,
Christian

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Webkänguru

Moderator

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Beitrag von Webkänguru » 03.06.2018, 11:12

Hallo Rosa,

in der Beziehung zwischen dir und deinem jetzigen Versorger ist wohl nichts mehr zu retten. Ich drücke dir die Daumen, dass du bei einem anderen Versorger auf eine erfahrene Stomatherapeutin triffst, die mit deiner sehr speziellen Versorgungssituation umzugehen weiß.

Hier mal eine Liste der Hersteller mit Leicht- bzw. Soft-konvexen Basisplatten:


Quelle: Hilfsmittelverzeichns, Produktgruppe 29, Untergruppe 06 (https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband. ... ArtId=1959)

Viele Grüße,
Christian

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Webkänguru

Moderator

Versorgung mit Stomabeuteln

Beitrag von Rosa56 » 03.06.2018, 14:38

Hallo Christian,
Vielen Dank für deine Antwort, Unterstützung und die Liste der hoffentlich geeigneten Artikel. Ich werde mir das gleich mal im Netz anschauen. Morgen kommt eine Therapeutin eines anderen Unternehmens. Ich hoffe, dass wir bzgl. meiner Versorgung klarkommen und ich dann ab Juli wieder frei atmen kann. Ich werde berichten...
LG Rosa

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Rosa56

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