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Du hast ein Colostoma oder Fragen zum Stoma des Dickdarms? In diesem Forum dreht sich alles um die häufigste Form der Stomaanlage (Stoma-Operation, Stomaversorgung beim Kolostoma, die Irrigation usw).
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32 Beiträge • Seite 2 von 41, 2, 3, 4

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Beitrag von Börgi » 12.10.2016, 00:35

Ahoi adison,
meine erste RV vor zwei Jahren wurde auch ohne Entlastungsstoma und alles in einem gemacht.
Ist nicht gut gegangen, Darmverschluß, Intensiv und einige Wochen KH und neues Stoma nach Not-Op!!
Hab halt Pech gehabt. :(
Es kann auch gut gehen!! :super:
Der zweite Versuch mit Entlastungsstoma ein Jahr später war und ist immer noch erfolgreich!! :super:
Laß Dich nicht entmutigen und hör auf Dein Bauchgefühl!!!!
Jeder Mensch ist anders und jeder Körper reagiert anders!!!

LG von Börgi!!! :winke:

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Börgi

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Beitrag von Ariela » 12.10.2016, 16:26

Hallo adison,
ich hatte ebenfalls ein Colostoma wegen Diverticulitis, und meine RV wurde vor etwas mehr als einem Jahr ohne Entlastungsstoma vorgenommen. Während der Operation wurde auch die riesige Stoma-Hernie beseitigt, allerdings ohne ein Netz einzusetzen. Die Operation (mit Bauchschnitt) ist trotz einiger Probleme gelungen, und nach den (meist) üblichen anfänglichen Schwieigkeiten hat sich mein Darm recht gut an die neue Situation gewöhnt.
Wann hattest du denn die Stoma-Operation?

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Ariela

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Beitrag von adison » 13.10.2016, 09:11

hallo, ariella, ich habe seit januar diesen jahres ein colostoma. leider sagen drei ärzte etwas anderes, nur in einem sind sich alle einig-es wird kompliziert. chancen rv-50/50!! ich bin aber sehr
unglücklich mit dem ist-zustand, habe aber auch sehr große angst vor der rv. außerdem bin ich zu
dick, da hackt auch jeder arzt draufrum. soll unbedingt abnehmen, als wenn das so einfach wär.
ich habe jahrelang depressionen, beim letzten krankenhausaufenthalt wurden die neuroleptika einfach vergessen-gehe nicht wieder in diese klinik. ich bin innerlich seit der anlage des stomas
nicht mehr ich selbst-mir geht es eigentlich nur schlecht-habe selbsthilfegruppe besucht-dort waren
nur alte menschen, die kaffee tranken und fahrten planten. nicht ein wort über ihre erkrankung.
so, nun genug geheult liebe grüße adison
ps. vielen dank auch an börgi, der immer sehr frdl. und kompetent ist.

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adison

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Beitrag von Börgi » 13.10.2016, 13:08

Ahoi adison,

ach Meno, nicht verzweifeln!!! :troesten:
Ich kann Deinen Gemütszustand gut nachvollziehen!!!Mir ging es mit meinen Stoma auch nicht besonders und war auch depressiv!! Ich hab dann auch Tabletten bekommen, da ging es mir seelisch wieder gut!!!
Um meine RV mußte ich auch lange kämpfen!! In der Uniklinik wollten sie mich total ausweiden und hinten zu nähen, da bin ich geflüchtet!! Im letzten KH waren sich die Ärzte untereinander nicht so recht einig, die Ärztinen waren auf meiner Seite und die Männlichen doc's waren skeptisch! Aber wir haben es mit viel Mühe und Tränen hinbekommen, wenn auch erst im zweiten Anlauf!!!

Liebe adison, wir sind nicht zu dick!!!! Wir wachsen nur in die falsche Richtung, nicht nach oben , sondern zu beiden Seiten!!!! ;) :D Und dann sind da noch die Zwerge (Kalorien), die nachts unsere Klamotten enger nähen, da können wir nichts für, die sind einfach da!!!! ;) :D

Ich hab mich körperlich nach den OP's auch wieder gut erholt und einige Kios zuviel auf den Rippen, na und!! Kann ja nicht jeder so knochig wie Heidi Klum durchs Leben klappern!!!
Mein Mann sagt zu mir immer Powerpummelchen, bin ich halt!!! :D

Bei uns und unseren Zimperlein, weiß man nie wann man das "Hüftgold" noch brauch!!! Die nächste OP kommt bestimmt und da bin ich gut gerüstet!! Außerdem, alles mein Geld, kann mir keiner mehr weg nehmen!!!! :-P

Sieh es von der lustigen Seite!! :troesten:
Kommt mir ein Arzt dumm wegen meines Aussehens, kriegt er Paroli, sowas laß ich mir nicht gefallen!!! :x

Also, Kopf hoch und kämpfen!!!! Gib ja nicht auf!!!! :super:

Liebe Grüße von Börgi!!!! :winke:

PS: Danke für die Blumen, keine Ursache! Ich gebe nur meine Erfahrungen weiter!!! :)

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Börgi

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Beitrag von Trudi » 13.10.2016, 14:37

Zu dick??? Piffkas! :stimmtNicht: :stimmtNicht: :stimmtNicht:

Lieber Fett am Bauch als Fett im Hirn!


Zu mir hat der Prof. (DER Eierstockkrebs-Papst) vor meiner Op gesagt: "Oft kommen die, die zu dick erscheinen, besser durch die schweren Ops, als die sehr dünnen!"
Wir Pummelies können nämlich zusetzen und fallen nicht gleich in eine Kachexie. DAS ist für seeeeeehr viele ein echtes Problem!

Ich hab gemerkt, dass die Docs immer dann von "zu dick" reden, wenn sie sonst nix zu sagen haben!

Mach dir nix draus! :troesten: :troesten: :troesten:

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Trudi

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Beitrag von Ariela » 13.10.2016, 17:19

adison hat geschrieben:hallo, ariella, ich habe seit januar diesen jahres ein colostoma. leider sagen drei ärzte etwas anderes, nur in einem sind sich alle einig-es wird kompliziert. chancen rv-50/50!! ich bin aber sehr
unglücklich mit dem ist-zustand, habe aber auch sehr große angst vor der rv. außerdem bin ich zu
dick, da hackt auch jeder arzt draufrum. soll unbedingt abnehmen, als wenn das so einfach wär.
ich habe jahrelang depressionen, beim letzten krankenhausaufenthalt wurden die neuroleptika einfach vergessen-gehe nicht wieder in diese klinik. ich bin innerlich seit der anlage des stomas
nicht mehr ich selbst-mir geht es eigentlich nur schlecht-habe selbsthilfegruppe besucht-dort waren
nur alte menschen, die kaffee tranken und fahrten planten. nicht ein wort über ihre erkrankung.
so, nun genug geheult liebe grüße adison
ps. vielen dank auch an börgi, der immer sehr frdl. und kompetent ist.


Ach adison, da hast du ja einiges durchgemacht :troesten:
Lass dir doch von den Chirurgen nichts einreden: mag ja sein, dass du einige Kilos zu viel hast, jedenfalls nach den Regeln von heute, aber das ist immer die Standardentschuldigung, wenn die lieben Spezialisten eingentlich nicht operieren wollen. Ich habe 2014, als ich mein Stoma bekam, bei einer Größe von 1,68 m mehr als 120 kg gewogen (wegen einer Stoffwechselkrankheit), und die Operation wurde doch gemacht ;)
Nach einem Jahr, als ich die RV machen lassen wollte, kam plötzlich (neben anderen kleineren Schwierigkeiten :DD , wie Blutverdünner, Herzprobleme, Venenprobleme, usw.) wieder das Gewicht zur Sprache, und dabei wog ich damals "nur" noch 82 kg. Wie man sieht, hat das Stoma wohl den Stoffwechsel in Ordnung gebracht, aber als Entschuldigung diente das Gewicht trotzdem. Nun ja, nach einiger Zeit hatte ich den Chirurgen überzeugt, dass doch eigentlich das Risiko bei mir lag... und nicht bei ihm :-P Und dank der tollen Foris hier habe ich die Zeit danach recht gut überstanden.

Adison, du solltest nach deinem "Bauchgefühl" entscheiden. Ich weiss ja nicht, was für Risikofaktoren du sonst noch hast, aber ganz ohne Risiko ist keine Operation. Wenn du mit dem Stoma so unglücklich bist, wie du schreibst, dann solltest du das den Chirurgen ganz klar sagen.
Nur einen Rat würde ich dir noch geben: habe etwas Geduld, und versuche erst mal ruhiger zu werden, damit du das "innere Gleichgewicht" wieder erreichst und nicht zu enttäuscht bist, falls die Operation doch schief laufen sollte und du das Stoma behalten musst.
Wie läuft denn momentan die Verdauung? Geht da alles gut, oder hast du Schwierigkeiten?

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Ariela

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Beitrag von adison » 17.10.2016, 07:47

guten morgen, herzlichen dank für die sehr aufbauenden worte, es tat gut die antworten zu lesen!!
ich habe mein stoma seit januar d.j. und ich bekomme es einfach mit dem"kopf" nicht hin-es ist und
bleibt ein fremdkörper. zudem hat sich dadurch ja auch nichts verbessert-ich habe mehr beschwerden als vorher-bevor das stoma fördert-bauchkrämpfe, schweißausbruch schwindel.
unabhängig meiner mahlzeiten- schmerzen, krämpfe im enddarm und fürchterlichen stuhldrang.
durch die große bauchhernie-starke rückenschmerzen-kann kaum stehen oder laufen. habe einfach
keine perspektive und habe den krankenhausalptraum auch nach monaten tgl. im kopf.
suche an meinem wohnort nach hilfen - ich habe die erfahrung gemacht - hilf dir selbst!!
eigentlich will keiner (arzt/therapeuten) darüber sprechen - ganz nach dem motto - nun finde dich
mal damit ab, es gibt schlimmeres.
vielleicht bin ich auch nur überempfindlich - also in diesem sinne - lieben dank nochmal - adison

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adison

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Beitrag von Ariela » 17.10.2016, 16:47

Hallo adison,
was soll das heißen, dass die Doktoren/Therapeuten nicht über deine Probleme sprechen wollen? Meiner Meinung nach, gehört das doch zur Behandlung! Klar gibt es Schlimmeres, aaaaaaber für dich scheint deine jetzige Stituation nur sehr schwer zu ertragen, und darauf sollte man doch eingehen... vor allem als Therapeut.
Nun ja, jetzt hast du uns :troesten: . Die Foris sind berühmt dafür, nicht nur aus eigener Erfahrung gute Tipps zu geben, sondern auch sehr gut darin, zuzuhören, eventuell eine Schulter zu Verfügung zu stellen, oder auch mal mit einem kleinen Witz die Situation aufzulockern. (Ich weiß das aus eigener Erfahrung.)

Du schreibst, dass du unter Anderem Bauchkrämpfe hast, bevor das Stoma fördert. Mmmmm, nimmst du irgendein Medikament, um die Ausscheidungen zu "verdünnen" oder geschmeidiger zu machen? (Bei uns gibt es z.B. Movicol...)
Krämpfe im Enddarm und starken Stuhldrang... hast du ein doppelläufiges Stoma?
Wegen der Bauchhernie: kannst du keine Bauchbinde tragen? Theoretisch sollte so etwas doch helfen. Ich trage seit mehr als zwei Jahren ständig eine Bauchbinde (außer wenn ich schlafe), und ich muss sagen, dass es mir damit recht gut geht.

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Ariela

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Beitrag von Trudi » 17.10.2016, 18:05

Hmhmhm,

Wegen der Schmerzen....
Könnte es sein, dass du irgendwo eine Verengung (Stenose) innendrinnen hast, an der sich der Stuhl vorbeiquälen muss?

Bei mir ist die Öffnung selber stenotisch und ich merke immer, wenn ich irgenwas Schwerverdauliches gegessen hab, was in gröberen Stücken rauswill, weil nicht sauber gekaut. Das tut dann weh!
Manchmal gibt Freundti das dann nur unter gewaltigem Puffen und ZIschen frei und ich musste auch schon nachhelfen.

Vielleicht fragst du mal, ob die mal gucken können, ob da irgendwo eine Stenose ist, denn dann könnte es sein, dass du auch nach einer Rückverlegung ähnliche Probleme hättest?
:troesten: :troesten: :troesten:

Alles Gute!

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Trudi

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Beitrag von Martha » 18.10.2016, 01:01

Hallo Adison,

schön, dass Du Dich nun in Deinen eigenen Thread etwas mehr einbringst, nachdem Du ja am Anfang 4 Wochen geschwiegen hast.
So kommt nun doch ein Gespräch und ein Austausch zustande.
Wobei ich für alles Verständnis habe, was Du schreibst oder auch eben mal nicht schreibst, weil Du Dich in einer für Dich sehr sehr schlimmen Situation befindest.
An der Du aber zum größten Teil selber Schuld bist.
Und ich denke, hier liegt Dein hauptsächliches Problem.
Dieses Wissen - auch wenn Du versuchst, es zu verdrängen und es den unfähigen Ärzten anlasten möchtest - , dass Dich Dein jahrelanges untätiges Verhalten hierher gebracht hat, macht Dich fertig.
Du möchtest, dass es *schnipp !* alles wieder so ist, wie früher.
Aber das wird nicht passieren. Keiner schnippt mit den Fingern und Dein böser Traum ist zu Ende.
Keine gute Fee wird kommen und Dir Dein Stoma wegzaubern.
Neulich hast Du geschrieben, Du wünschtest, Du hättest Dich gar nicht operieren lassen. Und gerade vorhin schriebst Du, dass sich durch Dein Stoma nichts verbessert hat, im Gegenteil, Du hast mehr Beschwerden, als vorher.
Liebe Adison - ohne die OP und ohne das Stoma wärst Du jetzt tot !
Du schreibst selber, dass Du es im Kopf nicht hinbekommst und dass Dein Stoma nach wie vor ein Fremdkörper für Dich ist.
Genau das scheint das Problem zu sein.
Wenn ärztlicherseits abgeklärt ist, dass Du momentan nichts lebensbedohliches und keine Stenosen oder sonstwas hast, würde ich Dir dringend zu einer Reha mit psychotherapeutischer Begleitung raten.
Um zu erkennen, dass das Stoma Dein Freund ist. Um zu akzeptieren, dass das jetzt eben der status quo ist, mit dem Du leben musst.
Die Option einer Rückverlegung bleibt Dir ja offen. Immer schön Schließmuskeltraining machen, dann bleibst Du in der Hinsicht am Ball.
Zusammenfassend möchte ich sagen: Kümmer Dich um Deinen Kopf !

Herzliche Grüße
Martha

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