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Leben mit Stoma-Kopfsache? – Seite 2

Mit einem Stoma ist das Leben anders, aber nicht weniger lebenswert. Trotzdem stellt es uns vor so manche Herausforderung. Hier ist das Forum für eure Fragen und Erfahrungen zum Alltag mit einem Stoma.
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48 Beiträge • Seite 2 von 51, 2, 3, 4, 5

Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von Eisbär » 28.04.2008, 11:36

Hallo syfi!


Du müsstest doch ansich eine Stomatherapeuten haben, oder?
Der dich nach der OP versorgt hat und Dir alles erklärt hat.

Bei meinem, bin ich ansich 1 mal im Monat, der schaut nach ob alles ok ist und stellt dann auch die Rezepte aus, wenn ich mein Zeugs brauche.
Ansonsten bin ich auch regelmässig beim Hausarzt, der macht aber direkt am Stoma nix...das überlässt er alleine dem Therapeuten, da der Ahnung davon hat.
Wird natürlich auch von Fall zu Fall verscheiden sein. :p

Als bei mir der Zeitpunkt der Rückverlegung anstand, musste ich einen Termin beim Chefarzt machen, der hatte da das erste und letzte Wort und bespricht dann alles mit Dir.

Was das Essen angeht, solltest du Sachen vermeiden, die schwer verdaulich sind bzw. wo der Magen viel arbeiten muss, auch Dinge mit viel Säure sind da nicht besonders gut.
Ich musste die ersten Monate da auch höllisch aufpassen, mir wurde dann schlecht, hatte schmerzen..bis hin zum erbrechen. :(
Bei mir war es zB Paprika, ich esse den sehr gerne und musste aber die Anfangszeit drauf verzichten, weil mir davon wirklich speiübel wurde.
Mittlerweile geht es aber auch damit.
Was ich auch gemerkt habe, das ich mehr Sodbrennen habe als vorher...das ist neeeeeeeeeeeeeeervig! :angry:

Das mit dem k.o. sein, kenne ich nur zu gut.:troest:
Selbst jetzt nach einem Jahr habe ich das noch zwischendurch, auch wenn es schon besser geworden ist.

Noch ein kleiner Tip von mir:
Wenn du niesen musst, halt dir den Bauch unterstützend fest.
Das kann etwas schmerzhaft sein auf Dauer, da dies ziemlich aufs Zwerchfell geht.
Ich war vor zwei Wochen leicht erkältet und musste laufend niesen.
Nach einigen Tage kam ich mir vor wie nach einem Boxkampf. :D

Ansonsten reagiert jeder Körper natürlich völlig anders und Du wirst rausfinden, was du gut verträgst und wovon Du besser die Finger lässt.
Auch was das Gefühl angeht "auf Toillete zu müssen"....das habe ich heute auch noch hin und wieder.
Ausser das mein Hintern das Gefühl der Schüssel wieder mal kennenlernt, ist aber ansonsten nichts dabei. :rolleyes:

Das wird schon werden.
jeden Tag ein kleiner Schritt weiter.

Grüße
Mike

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Eisbär

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von Waltraud Mayer » 28.04.2008, 13:15

Syfi Du fragst wegen Nachsorge. Wenn Dein breitbasiger Polyp bösartig war dann mußt Du alle 3 Monate Dein Blut untersuchen lassen und auch Ultraschall, aber das müßte Dein Hausarzt alles wissen, das Stoma braucht in der Regel keine Nachsorge, außer bei Beschwerden und da ist jeder Stomatherapeut dem Hausarzt überlegen...
was Du unbedingt machen solltest ist Schließmuskeltraining, sonst hast Du bei der Rückverlegung Schwierigkeiten, weil ja jeder Muskel der nicht arbeitet verkümmert und das macht auch der Schließmuskel, wird oft vergessen zu erwähnen...
Beim Essen kleine Portionen und aufschreiben, dann merkst Du schnell was Dir schadet...geht vielen so...wünsch Dir viel Erfolg und bisschen Geduld, nach der OP waren wir alle schwach...
LG Waltraud

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Waltraud Mayer

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von syfi » 28.04.2008, 13:50

huhu,

danke für die schnelle beantwortung!! ja, ich habe eine stomatherapeutin. allerdings war sie erst einmal hier.

mein polyp war zum glück gutartig, halt nur so extrem verwachsen und vom internisten (der die spiegelung vorher durchführte) nicht richtig in der lage angegeben, so das mir doch immerhin fast 40 cm dickdarm entnommen werden musste.

ja mit dem essen passe ich nun schon auf, weintrauben zum beispiel, obwohl sie schon kernlos waren, vertrage ich garnicht:mad:

werde mal ein gespräch mit meinem hausarzt führen, mal blutabnehmen lassen etc. die machten mich ganz irre im kh. die chrirugen meinten 3-4 monate, die anderen halt wieder mindestens ein halbes jahr.

wie mir hier schon gesagt wurde, wenn man weiß, das der stoma wegkommt, dann fällt es einem schwerer.

schließmuskeltraining, danke für den typ, das kann man ja überall und immer machen, fällt ja nicht auf:)

lg syfi

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syfi

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von Waltraud Mayer » 29.04.2008, 11:44

Hallo Sifi schäl die Weintrauben oder spuck die Schale aus, geht mir jedenfalls mit allen Schalen so, das ich Schwierigkeiten bekomm, hatte aber schon viel früher mit einigen Schalen Pfirsich, Aprikosen usw. meine Probleme, bekam da Hautirritationen, schälte die dann immer und gut wars...wenn man gesund ist, achtet man halt wenig drauf was man verträgt, es fiel schon auf das man mal öfter aufs Klo mußte aber ich hab mir da nie Gedanken drüber gemacht...
LG Waltraud

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Waltraud Mayer

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von Rosinante » 29.04.2008, 14:28

schäl die Weintrauben oder spuck die Schale aus


Oder nimm sie nur vergoren zu dir :D

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Rosinante

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von mth » 29.04.2008, 15:44

Weintrauben haben mir schon einen Darmverschluß beschert
Nie wieder welche.

LG Maria

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mth

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von Hascherl36 » 29.04.2008, 18:23

Hallo,

das mit dem Druck kenne ich auch. Ich hatte meine OP im Januar(morgen hätte eigentlich die Rückverlegung sein sollen,wurde aber auf 15.05. verschoben). Setz dich einfach wenn du den Druck hast auf die Toilette. Bei mir kommt immer noch ewas Schleim raus, das ist aber ganz normal. Die Darmwand scheidet diesen Schleim immer aus , nur merkt man das bei normalem Stuhlgang nicht.Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute.

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Hascherl36

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von doro » 29.04.2008, 18:39

Setz dich einfach wenn du den Druck hast auf die Toilette


dem stimme ich sehr gerne zu.Meine Erfahrung ist allerdings auch:Lieber einmal kräftig* und konzentriert drücken als etliche Male hinterher pütschern.Dann habe ich das Gefühl dauerndzumüssen :cool:
*kräftig aber nicht bis zum Prolaps ;)

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doro

ehemaliges Mitglied

Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von syfi » 30.04.2008, 10:57

guten morgen,

danke für die tips. also lieber keine weintrauben mehr. wie sieht es mit rosinen aus(z.b. im brötchen) auch lieber nicht essen?

ich bin sowas von sauer und enttäuscht. hatte gestern ein telefonat meiner meiner stomatherapeutin.

folgendes: im kh kam sie jeden zweiten tag zu mir, am tag der entlassung musste ich erstmal meinen beutel alleine wechseln, hat mir vorher keiner gezeigt. dann am nächsten tag zuhause kam die therapeutin vorbei, aber nur um mir schnell aufzuschreiben, was mein arzt mir als rezept ausstellen solle. machte noch einen termin für letzte woche. nun war sie da aber krank (ist ja menschlich) und sagte mir, sie melde sich anfang dieser woche. nun habe ich gestern abend angerufen....und was soll ich euch sagen:confused:

die gute frau hat urlaub!!!!! sie meinte wenn ich probleme habe soll ich meinen arzt aufsuchen und wenn ich was bräuchte ich wüßte ja wie das mit dem rezept geht.

ich fühle mich so ein bißchen verar.... komme aus der klinik, habe 1000 fragen, fühle mich eh noch verunsichert und kein mensch guckt mal nach dem rechten. wenigstens mal einmal auf mein stoma schauen, sagen ich mache alles richtig. oder mich mal ein bissl aufbauen....nichts:mad:

ach ich habe gefragt, ich habe ein doppelläufiges ileostoma.

lg syfi

ps. ich muss nochmal was fragen. früher nach dem kaffeetrinken oder malzbier, da musste ich oft aufs klo, treibt ja. nun ist das zeug immer im beutel???!!!! wie kommt denn sowas?

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syfi

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Leben mit Stoma-Kopfsache?

Beitrag von syfi » 30.04.2008, 10:59

Hascherl36 hat geschrieben:Hallo,

das mit dem Druck kenne ich auch. Ich hatte meine OP im Januar(morgen hätte eigentlich die Rückverlegung sein sollen,wurde aber auf 15.05. verschoben). Setz dich einfach wenn du den Druck hast auf die Toilette. Bei mir kommt immer noch ewas Schleim raus, das ist aber ganz normal. Die Darmwand scheidet diesen Schleim immer aus , nur merkt man das bei normalem Stuhlgang nicht.Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute.


hallo,

du machst mir hoffnungen, wenn ich deine daten lese;) ich weiß ich steigere mich momentan zu sehr in die rückverlegung, aber wenn man weiß das es passieren wird. ich bin wie gesagt im kopf noch nicht soweit mich dran zu gewöhnen. mir sagten sie ein halbes jahr, wie es bei dir ja auch so ca. hinkommt.

lg syfi

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syfi

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