Forum für Stomaträger, Angehörige und Interessierte
Neu hier? | schnell registrieren!

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun? – Seite 2

Du hast ein Colostoma oder Fragen zum Stoma des Dickdarms? In diesem Forum dreht sich alles um die häufigste Form der Stomaanlage (Stoma-Operation, Stomaversorgung beim Kolostoma, die Irrigation usw).
Antwort erstellen
31 Beiträge • Seite 2 von 41, 2, 3, 4

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Börgi » 21.08.2019, 17:30

Hallo Ihr Lieben,
wenn ich mehr Beutel/Platten benötige, informiere ich meine Stomaperlen!
Die ordern dann bei meinem behandelnen Arzt Mehrbedarf!! Hat bis jetzt immer reibungslos geklappt! :super: Ich brauchte mich um die Formalitäten nicht kümmern!!!

Liebe Grüße von Börgi!!! :winke:

kein Profilfoto
Börgi

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Queeby » 21.08.2019, 18:00

Hallo Börgi,

meine Frage ist nun, was hat dein Arzt damit zu tun?

Ich brauche weder "Stomaperle" noch meinen Arzt dafür,
ausser für die Dauerverordnung 1 x im Jahr
und für Rezepte für eine Bandage.

Mein Ansprechpartner für meinen Bedarf an Stomaversorgung
ist alleine mein Versorger/Leistungserbringer.

Dort rufe ich im Bedarfsfall an und ordere mehr/weniger oder
alternative Versorgungsmaterialien.

Ich kenne meine Rechte und weiß, was mir zusteht.
Dementsprechend gehe ich auch auf meine Ansprechpartner zu.

Vielleicht ist das schon der entscheidende Schritt,
der mir bislang die hier geschilderten Probleme
erspart hat.

Ich kann daher nur immer wieder raten,
lasst euch nicht verunsichern und abkanzeln.
Seid euch bewusst, was euch zusteht und seid
dementsprechend selbstbewusst, was eure Belange angeht!

LG Queeby

kein Profilfoto
Queeby

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Merlina » 21.08.2019, 18:03

Hallo Queeby,

...kannst Du evtl. so auch nicht verstehen... ;)

Queeby schreibt:
PS. Doro, deine Aussage:
"Ich habe da andere Erfahrungen gemacht.In meinem Fall hat man direkt bei der Krankenkasse nachgefragt,ob ich meinen Bestand etwas schon abgefordert habe.Es funktioniert auch nicht,mit Rezept vom Doc und einer Apotheke,die im I-Net,Stoma Versorgung anbot."
verstehe ich komplett nicht.


Ich „verstehe“ Doros Aussage, weil Doro nämlich bei derselben KK versichert ist wie ich und vermutlich vom gleichen „Gewinner“ der Hilfmittelausschreibung beliefert wird wie ich. :DD
Dieser „Gewinner“ muss jetzt vermutlich bei der KK „Land sichern“ und dieser zeigen, wie einfach es ist einen Stomaträger in seine Schranken zu weisen. :brief:

Das tun sie (Versorger und KK):
- wenn sie z.B. behaupten, dass bestimmte Produkte nicht lieferbar sind und man darum auf ein günstigeres Ersatzprodukt ausweichen muss.
- wenn sie zu zweit Patienten besuchen und emotionalen Druck aufbauen
- wenn sie Ansprechpartner nennen, die gar nicht ansprechbar sind
- wenn sie bei Spezialprodukten völlig inakzeptable Informationen liefern, und hoffen, dass man dann doch „Standard“ nimmt, auch wenn „Standard“ nur ein Kompromiss ist
- wenn sie die Versorgung nur liefern, wenn man sein Einverständnis erklärt hat, dass man Bedarf über die Grundversorgung hinaus aus eigener Tasche zahlt (parallel darauf hinweisen, dass man dies jederzeit widerrufen kann, aber der Druck ist ja trotzdem aufgebaut)
- und behaupten, dass bestimmte Produkte sowieso eigentlich ja gar nicht von der KK übernommen werden, aber der Versorger ja soooo großherzig ist, das doch zu liefern. Nächstes Mal ist es dann wieder nicht im Paket und man muss hinterher telefonieren.
- und, wie scheinbar bei Dir liebe Doro, erstmal nachfragen (und damit u.a. den Versicherten schlecht darstellen), ob man überhaupt noch etwas offen hat.

Wir sollen also wiederholt erstmal mit dem Kopf an die Wand rennen :gegenDieWandLaufen: und unser werter Versorger hofft, dass wir aufgeben. :ausDemKloGucken: und abtauchen.

Fazit: ich sehe es wie Queeby!
Wir haben das Recht so weit wie möglich am Leben teilzunehmen und dafür so ausgestattet zu werden, dass das ohne viel Aufhebens und Diskussion möglich ist!
Dies natürlich immer im üblichen Rahmen.

Wer aus persönlichen Gründen täglich drei Beutel verbraucht, muss sich nicht wundern, wenn nachgefragt wird.
Wer jedoch normalerweise täglich einen Beutel nutzt, aber durch besondere Umstände wie Durchfall oder unerwartete Unterwanderungen einen Mehrbedarf hat, der muss angemessen ausgestattet werden, incl. Notfallreserve für zwei bis drei Wochen.
Und wer morgens vor der Arbeit den Beutel wechselt, abends dreimal in der Woche nach dem Sport duscht und anschließend Zeit mit dem/der Liebsten verbringt, :heiligenschein:
darf auch vorher ein zweites Mal am Tag wechseln! So sehe ich das!

LG, Merlina

kein Profilfoto
Merlina

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Butterfly » 21.08.2019, 18:46

Hallo Queeby

Es ist super, dass du keine Probleme hast an zusätzliche Beutel bei Bedarf zu kommen. Wenn man im Forum seit Jahren mitliest, dann weiss man, dass Doro sich kein x für ein u vormachen lässt, ihre Rechte kennt und ihre Frau steht. Viele andere im Übrigen auch und trotzdem kommt es zu Problemen. ...deshalb schätze dich glücklich.

Wie war das doch: (An-)Recht haben (auf ausreichend Beutel) und Recht bekommen (durch Lieferung der Beutel)...

So einfach ist es eben dann doch nicht.

Viele Grüsse
Butterfly

kein Profilfoto
Butterfly

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Queeby » 21.08.2019, 20:33

Butterfly schrieb:
-----------------------------
"Es ist super, dass du keine Probleme hast an zusätzliche Beutel bei Bedarf zu kommen. Wenn man im Forum seit Jahren mitliest, dann weiss man, dass Doro sich kein x für ein u vormachen lässt, ihre Rechte kennt und ihre Frau steht. Viele andere im Übrigen auch und trotzdem kommt es zu Problemen. ...deshalb schätze dich glücklich."
--------------------------------
Doch, genau das tut sie! Zu den Problemen kommt es,
wenn man sich nicht zu wehren weiß und sich klein machen lässt.
Sich einschüchtern lässt! Dann hat man schon verloren.

Gut, ich bin kein DAK oder KKH Mitglied und war bzw.
bin von den Ausschreibungen zum Glück nicht betroffen.
Aber auch dann hätte ich spätestens beim Auftreten solcher
'Beschneidungen' die Krankenkasse gewechselt.
Diese Möglichkeit steht mir doch, bin ich mindestens 18 Monate
in meiner KK versichert, frei.

Hier in Deutschland geniessen wir den Luxus,
unter ca. hundert GKV auswählen zu können.

Somit war Doro entweder weniger als eineinhalb Jahre
bei ihrer KK und es kam für sie somit kein Wechsel infrage,
oder sie kennt oder kannte tatsächlich ihre Rechte nicht,
um bei der von dir gewählten Ausdrucksweise zu bleiben.

Wie vermutlich die vielen anderen im Übrigen leider auch.

Ich kann mich im Grunde nur wiederholen;
lasst euch nicht um eure Rechte bringen und klein halten.

Wehrt euch!

Gruß Queeby

kein Profilfoto
Queeby

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Butterfly » 21.08.2019, 20:59

Lass es mich anders formulieren: Toitoitoi und viel Glück weiterhin mit diesem Glauben an die Kopf-durch-die-Wand-Mentalität alle Situationen, die noch kommen werden, zu meistern.

Manchmal hilft es, alten Hasen (dazu zähle ich nicht mich) zuzuhören und ihre negativen Erfahrungen nicht auf eigenes Verschulden zurückzuführen. Meine Meinung, für die ich jetzt wohl auch eine Klatsche kassiere.

Wer sagt, dass sie sich nicht wehrt? Recht haben und Recht bekommen - klappt nicht immer und wenn dauert es auch mal.

kein Profilfoto
Butterfly

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von doro » 21.08.2019, 21:17

Doch, genau das tut sie! Zu den Problemen kommt es,
wenn man sich nicht zu wehren weiß und sich klein machen lässt.
Sich einschüchtern lässt! Dann hat man schon verloren.

Welch unqualifizierte Aussage!
Aber
Gut, ich bin kein DAK oder KKH Mitglied und war bzw.
bin von den Ausschreibungen zum Glück nicht betroffen.

Da sollte man auch sehr,sehr vorsichtig mit seinen Mutmaßungen sein,
sondern ruhig,sehr sehr ruhig auf seinem Versorgungs -Traumschiff weiter träumen.

Wer meint Neulinge werden hier mit falschen Aussagen gefüttert,darf bitte selbst nicht an irrigen Aussagen festhalten.

Gruß doro

kein Profilfoto
doro

ehemaliges Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Queeby » 21.08.2019, 21:52

Gut, ich bin kein DAK oder KKH Mitglied und war bzw.
bin von den Ausschreibungen zum Glück nicht betroffen.

------------------------------- Doro schrieb:

"Da sollte man auch sehr,sehr vorsichtig mit seinen Mutmaßungen sein,
sondern ruhig,sehr sehr ruhig auf seinem Versorgungs -Traumschiff weiter träumen.

Wer meint Neulinge werden hier mit falschen Aussagen gefüttert,darf bitte selbst nicht an irrigen Aussagen festhalten."

----------------------------

Welche 'Mutmaßungen' und 'irrigen Aussagen' meinst du?

Dass die DAK und die KKH die beiden KK waren, die u.a. auch
die Stoma Hilfsmittel zur Ausschreibung gegeben haben, ist doch
jedem bekannt und war seinerzeit in den Medien zu lesen.
Was sind da Mutmaßungen?

Doro, warum sind deine Antworten auf meine Posts keine aussagekräftigen
Argumente auf die ich dir gerne antworten würde?

kein Profilfoto
Queeby

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von Merlina » 21.08.2019, 22:05

Hallo nochmal,

tatsächlich werde ich auch die Krankenkasse wechseln, wobei ich mich etwas sorge,
ob mir dadurch doch Nachteile entstehen könnten.

Aber was ich zur Durchsetzung von Rechten noch anmerken möchte:

Ich bin z.Zt. fit genug, um mich darum zu kümmern, auch fit genug um mich bei Problemen stark zu machen und für meine Rechte zu kämpfen.
Aber was ist mit den Menschen, die zu alt oder schwach, körperlich oder geistig eingeschränkt sind, oder aufgrund schwerer Symptome sich gar nicht in der Lage fühlen, diese Kämpfe zu führen?

Es ist nicht angemessen, wenn jemand der sowieso schon durch Krankheit - oder Nachteile wie sie ein Stoma mit sich bringen - geschwächt da steht, dann auch noch um Selbstverständlichkeiten (und vielleicht sogar um seine Würde) kämpfen muss!

LG, Merlina

kein Profilfoto
Merlina

Mitglied

Reiche mit Versorgungsbeuteln nicht aus - was tun?

Beitrag von herirein » 21.08.2019, 22:20

Liebe Ellie,
einem Deiner früheren Beiträge entnehme ich, dass Du ein Colostoma hast. Mir ist es unerklärlich bei gut passenden Stomaplatten und -beutel den Monatsbedarf von 30 Stück zu überschreiten.

Seit zwei Jahren verwende ich von Coloplast, SenSura Mio, einteilig, offen, plan, maxi und komme damit auf einen 2-tägigen Wechsel, egal, ob fester oder flüssiger Stuhlgang.

Als privat Versicherter bestelle ich seit einem Jahr nur noch jeden zweiten Monat ein Monatssoll.
Sollte Dein Bedarf das normale Monatssoll von 30 Stück überschreiten, ist es an der Zeit den Artikel zu wechseln, wofür die Stomatherapeutin sicher genug Ideen aufbringen wird.

Die bislang von ihrer Erfahrung schreibenden Mitbetroffenen haben alle ein Ileostoma und viel größere Schwierigkeiten mit der Anpassung und damit auch mit dem Verbrauch ihrer Platten und Beutelchen.
Ich hatte in den zwei Jahren nur zwei Mal einen sog. Unfall, was bei einem Colostoma keine Seltenheit darstellt.
Wende Dich vertrauensvoll an eine Stomatherapeutin um Deine Misere abzustellen, Ab und zu ist es auch sinnvoll die Stomatherapeutin zu wechseln!

Viel Erfolg und alles Gute
Heribert

kein Profilfoto
herirein

Mitglied

Antwort erstellen
31 Beiträge • Seite 2 von 41, 2, 3, 4


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:
Sortiere nach: